Berlinale 2013 (Teil 1) – Go East! Go West! Go North! Gold oder Liebe und ein wenig Hoffnung in Wettbewerbsfilmen aus den USA, Deutschland und Österreich.

„The same procedure as every year.“

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Wiedermal Anstehen für Tickets in den Potsdamer Platz Arkaden.

Go East for Love! „The Necessary Death of Charlie Countryman” von Fredrik Bond mit Shia LaBeouf, Evan Rachel Wood, Mads Mikkelsen und Til Schweiger – USA 2013, 107 min.

Wer sehen will, womit der deutsche Schauspieler Til Schweiger das Geld für die Produktionen seiner Kassenschlager „Keinohrhasen oder „Kokowääh“ verdient, der ist im amerikanischen Action Movie „The Necessary Death of Charlie Countryman” des schwedischen Muiskvideofilmers Fredrik Bond bestens aufgehoben. Schweiger verkörpert hier den rumänischen Killer Darko, den Bad Guy schlechthin, der zum schlechten Spiel nur noch die passende Mine machen muss. Und das kann er wirklich gut. He looks very serious, really. Und versteht sich natürlich nicht nur auf die rein visuelle Abschreckung. Das muss leider auch der junge Amerikaner Charly (Shia LaBeouf) in einem echten Backpackeralbtraum zu treibenden Moby-Beats quer durch die techno-, sex- und drogengeschwängerte Club-Szene von Bukarest nicht ganz freiwillig am eigen Körper erfahren.

Nach dem Tod seiner Mutter (Melissa Leo – bei der Berlinale 2012 noch als „Francine“ im Forum zu sehen) ist der eh schon recht antriebslose Charly ziemlich down. In einem Schmerzmittelrausch erscheint ihm seine Mutter, die ihn dazu auffordert, nach Bukarest zu reisen, um seinen Kopf und auch das Herz wieder freizubekommen. Im Flugzeug macht er die Bekanntschaft eines älteren rumänischen Musikers (Ion Caramitru), der aber nach einer Flasche Champagner ebenfalls das Zeitliche segnet, nicht ohne ihm noch einen Gruß und eine lustige Krümelmonstermütze für seine Tochter Gaby (Evan Rachel Wood) mit auf den Weg zu geben. Nach der Landung fangen damit aber prompt die Schwierigkeiten für den arg naiven Charly an. Bereits auf dem Flughafen macht er Bekanntschaft mit finsteren Polizisten, bei denen Elektroschocker und Schlagstock recht locker sitzen, und Charly damit eine kleine Vorahnung auf den wilden Osten geben.

Was Charly aber von da ab antreiben wird, ist die unbedingte, kompromisslose Liebe, die ihn fortan unauflöslich an die Augen, Lippen und Fersen der schönen Cellospielerin Gaby vom Sinfonieorchester der Bukarester Oper – ein wenig Kultur muss schließlich auch im dunklen Osteuropa sein – heftet. Die betrachtet allerdings der noch viel düsterer blickende Drogenboss Nigel (Mads Mikkelsen) als sein persönliches Anhängsel und macht dies Charly auch immer wieder schlagkräftig klar. Der rennt aber wie einst Lola ohne Rast und Ruh durch das nächtliche Bukarest und leider immer wieder gegen die Fäuste von Nigel, Darko und dessen Handlangern, die nun auch noch wegen eines geheimnisvollen Videobandes hinter ihm her sind. Furchtlos- und unermüdlich wie ein Stehaufmännchen schwingt sich Charly zum Retter seiner geliebten Gaby auf. Selbst mit der Notwendigkeit dafür sterben zu müssen konfrontiert, bleibt er noch kopfüber an einem Seil hängend, optimistisch und felsenfest von seiner Liebe überzeugt. Das ist dann doch in seiner sentimental-kitschigen Art etwas zu fett aufgetragen. Und dazu noch mit bedeutungsschwanger aufgeladenen Kommentaren von John Hurt aus dem Off viel zu hoch angehängt. Trotzdem erscheint diese Actionkomödie in ihrer künstlich aufgepuschten Emotionalität immer noch wesentlich lebendiger als so manch anderer Film des ersten Wochenendes auf der Berlinale.

friedrichstadtpalast_2.jpg Foto: St. B.

In einer weiteren schrägen Nebenrolle ist der als Ron aus den Harry-Potter-Filmen bekannte Rupert Grint zu sehen. Er spielt den rothaarigen Karl, der in Bukarest unter dem Künstlernamen Boris Becker (Charly says Pecker) zu einem Pornocasting will, und mit seiner durch ein paar rumänische Viagra verursachten Dauererektion die Schwierigkeiten für Charly erst so richtig eruptiv eskalieren lässt. Wäre der Film, der bereits auf dem Sundance Festival Premiere feierte, in der Sektion Panorama gelaufen, er hätte durchaus einen kleinen Achtungserfolg beim Publikum erzielen können. Eine fast ausgelassene Heiterkeit war im Kinosaal des Friedrichstadtpalastes förmlich greifbar. Für den Wettbewerb ist diese verunglückte Genrepersiflage trotz der schweren Jungs allerdings etwas zu leichtgewichtig geraten. Aber genau so abenteuerlich stellt man sich in Amerika wohl das Leben hinter dem ehemaligen eisernen Vorhang vor. Ob nun Bukarest oder Budapest, bleibt dabei sicherlich einerlei, und ist nur ein weiterer abgenutzter Gag unter vielen.

Kinostart in Deutschland noch nicht bekannt

Go West for Gold! „Gold” von Thomas Arslan mit Nina Hoss, Marko Mandić, Uwe Bohm, Lars Rudolph, Peter Kurth, Rosa Enskat und Wolfgang Packhäuser – Deutschland 2013, 112 min.

Eigentlich müsste es korrekter Weise Go North! heißen. Denn die Reise geht im Nordwesten Amerikas quer durch British Columbia ins Yukon-Territorium nach Dawson City, der berühmten Goldgräberstadt im hohen Norden Kanadas. Traumziel all jener die ab 1896 dem Lockruf des Goldes folgend, die angestammte Heimat und ihr bisheriges Leben hinter sich ließen, um im Norden Kanadas Glück und Reichtum zu finden. Der deutsch-türkische Regisseur Thomas Arslan hat in seinen Filmen bisher immer wieder Außenseiterfiguren meist aus der Berliner Postmigrantenszene (Geschwister, Dealer, Der schöne Tag) in den Mittelpunkt seiner Filme gestellt. Nun hat er inspiriert von alten Fotos deutscher Auswanderer, deren Schicksal in der neuen Welt Amerikas genauer unter die Lupe genommen. Also Ausgangspunkt der sieben Protagonisten aus „Gold ist die alte Welt Europas. Und wie heute viele aus der dritten Welt oder dem Süden Europas auf der Suche nach Glück und einem Auskommen für ihre Familien, der Armut ihrer Heimat entfliehen wollen, taten dies am Ende des 19. Jahrhunderts auch schon die Verlierer der industriellen Revolution auf unserem Kontinent.

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Die wahre Emily Meyer? Martha Black aus Chicago. The First Lady of the Yukon. (1898) – Foto auf whitepinepictures.com, Women of the Klondike 

Die Deutsche Emily Meyer (Nina Hoss), ein ehemaliges Dienstmädchen aus Chicago, schließt sich 1898 allein einer Gruppe deutscher Goldsucher um den zwielichtiger Treckführer Wilhelm Laser (Peter Kurth) an. Sie wählen die billige Landroute und vertrauen den angeblichen Wegkenntnissen Lasers, der sich aber schnell verfranst und dann klammheimlich stiften gehen will. Emily ist der ruhende Pol der Gruppe, im Gegensatz zum selbstgefällig schwafelnden Journalisten Gustav Müller (Uwe Bohm), der an einen Reisebericht schreibt, gerne mal einen trinkt und den Beschützer raushängen lässt. Allerdings blitzt er schnell bei Emily ab. Sie gibt wenig über sich Preis, macht sich wo sie kann nützlich und will ansonsten in Ruhe gelassen werden. Ruhe ist das entscheidende Element des Films. In sparsamen, fast elegischen Bildern sieht man die Truppe durch die unbekannte Wildnis streifen, immer wieder unterbrochen durch Achs- oder Schlüsselbeinbruch, erschöpfte Pferde oder Menschen, sowie anderen Unwägbarkeiten der beschwerlichen Reise. Die Weite der Landschaft öffnet sich nur für wenige, kurze Augenblicke.

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Percy Pond auf dem Weg zu den Goldfeldern. Viele Goldsucher führten Tagebücher über ihre Goldrausch-Reise. Foto: Yukon Archives, Gillis family fonds (auf tc.gov.yk.ca)

Nichts Heroisches hat der Film an sich. Die Motivationen und Sehnsüchte der Menschen beschränken sich auf das Blinken des Goldes in Lasers Hand. Ihre Vergangenheit behalten sie größtenteils für sich. Einzelschicksale werden nur gestreift, vom vierfachen Familienvater Joseph Rossmann aus New York (Lars Rudolph) über das ehemalige Restaurantbesitzerpaar Maria und Otto Dietz (Rosa Enskat und Wolfgang Packhäuser) bis zum Packer Carl Boehmer (Marko Mandić), der von zwei Viehdieben wegen des Mordes an ihrem Bruder verfolgt wird. Ihren Weg kreuzen Indianer, die sie für Geld kurze Zeit führen, ein irrlichternder Rückkehrer oder gar ein Gehängter, der es allein in der Wildnis nicht mehr ausgehalten hat. Einer nach dem Anderen gibt auf, bleibt zurück, verfällt dem Wahnsinn oder tritt in eine Bärenfalle und stirbt trotz Whiskydesinfektion an einem eindrücklich in Echtzeit abgesägtem Bein. Allein Emily beißt sich durch an der Seite Boehmers, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt. Und so bekommt der Film doch noch so etwas wie einen Showdown in Telegraph Creek, der allerdings auch recht unspektakulär und vorhersehbar ausfällt. Nur Nina Hoss reitet, alle männlichen Beteiligten hinter sich lassend, mit stoischer Entschlossenheit und hoch erhobenen Hauptes weiter durch die kanadische Wildnis Richtung Dawson. Ein echter Beitrag zum von der Berlinale ausgerufenen Festival der starken Frauen, für das Nina Hoss mit „Barbara“ ja auch schon im letzten Jahr stand.

Zwischen Fiktion und dem unbedingten Willen zur detailgetreuen Dokumentation eines solchen Trecks tappt der Film nicht nur in Bärenfallen, sondern auch in jede Menge Wild-West-Klischees. Allerdings ohne daraus wenigstens etwas Spannung erzeugen zu können. Arslan geht es auch nicht um die unbedingte Erzeugung von genrebedingter Spannung, auch wenn er mit an Neil Young erinnernde schräg zerrende Gitarrenriffs den Film immer wieder vorantreiben will. Zumindest dockt er mit seinem ruhigen Stil phasenweise an den epischen und illusionslosen Spätwestern „Haevens`s Gate“ (1980) von Michael Cimino oder den lakonischen „Dead Man“ (1995) von Jim Jarmus an. Dieser Film hatte mit seiner mystischen Symbolik einen durchaus ähnlichen Ausgangspunkt. Nämlich das Verlorensein eines Menschen aus der Stadt, wie die deutschen Siedler von der technischen Revolution ausgespieen (Zugmotiv zu Beginn beider Filme), in eine ihm völlig fremde Welt. Die Berliner Schule schlägt bei Arslan aber leider immer wieder gnadenlos durch, von den fast peinlich banalen Dialogen bis zum ungeschönt normalen Alltag, der auch oder gerade in den Weiten Kanadas kaum Abwechslung verheißt. Das Ganze kommt dann eben am Ende doch zu deutsch, bieder und kleinlich genau daher.

18 Filme sind im Wettbewerb der Berlinale wieder auf Bärenjagd.

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Nach dem krankheitsbedingtem Ausfall von Nina Hoss, die im letzten Jahr noch den Silbernen Bären für die Hauptrolle in Christian Petzolds Film „Barbara“ in Empfang nehmen konnte, war es dann doch Til Schweiger als einzigem verbliebenen, wahren deutschen Kinostar vorbehalten, erstmals zu einem Wettbewerbsbeitrag über den Berlinaleteppich zu schreiten. Wer hätte das je für möglich gehalten. Von einem Silber- bzw. sogar Goldbären sind aber beide Filme eigentlich ziemlich weit entfernt. „„Was für ein verfluchtes Pech“, darf dann zumindest Lars Rudolph in Thomas Arslans „Gold völlig ironiefrei konstatieren, „in einem so riesigen Land in eine Bärenfalle zu treten!“. Das wird wohl beiden Filmen auf der Berlinale, trotz allem gewollten oder auch unfreiwillig gekonntem Einsatz seiner Protagonisten, mit einiger Sicherheit erspart bleiben.

Kinostart: 15.08.2013

Verlorene Hoffnung im Diätcamp – „PARADIES: Hoffnung“ von Ulrich Seidl mit Melanie Lenz, Vivian Bartsch, Joseph Lorenz, Michael Thomas und Verena Lehbauer – Österreich 2013, 91 min.

Seine Paradies-Trilogie hat der österreichische Film- und Theaterregisseur Ulrich Seidl nach „Liebe“ in Cannes und „Glaube“ in Venedig mit „Paradies: Hoffnung“ nun bei der Berlinale zu einem Ende gebracht. Kein Ende mit Schrecken, obschon die ersten beiden Teile nicht gerade Beiträge zum Wohlfühlkino darstellen. Drei Frauen, drei göttliche Tugenden, drei unerfüllte Sehnsüchte nach dem Glück, so ließe sich die Grundidee der Trilogie auch kurz beschreiben. Die drei göttlichen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung sind untrennbar miteinander verbunden. Aus diesem Grund hatte Ulrich Seidl auch ursprünglich einen geschlossenen Episodenfilm geplant, wegen der Fülle des gedrehten Materials sich dann aber für drei eigenständige Filme entschieden.  In „Paradies: Liebe“ fährt eine verlassene, alleinerziehende Frau als Sextouristin nach Kenia. Sie erlebt im scheinbaren Liebesparadies nach anfänglichem Glück die plötzliche Ernüchterung und erfährt dabei den tatsächlichen Preis für Gefühle und die Wahre Liebe, was letztendlich in blanken Rassismus mündet. In „Paradies: Glaube“ sieht ihre Schwester die Erfüllung oder besser Erlösung in einer obsessiv gelebten Religiosität, und wird dabei mit Problemen der ehelichen Pflichterfüllung und der Toleranz gegenüber anderen Glaubensvorstellungen konfrontiert. In „Paradies: Hoffnung“ ist das verheißene Paradies mit einem uniformen Schönheitsideal verknüpft, dem die jugendlichen etwas zu dick geratenen Protagonisten nicht entsprechen und daher von ihren Eltern in ein Diätcamp in der österreichischen Natur verschickt werden.

Dieser dritte Film schließt den Kreis und geht wieder zum Ausgangspunkt der Paradies-Trilogie, über den Glauben vor allem aber zurück zur Liebe, die hier zudem noch aus der naiven Unbedingtheit einer ersten Teenagerschwärmerei der 13jährigen Melanie (Melanie Lenz) zum 40 Jahre älteren Diätarzt des Camps (Joseph Lorenz) entspringt. Ermutigt durch die etwas joviale, aufgeschlossene Art des bereits ergrauten, aber immer noch, entgegen des seinen Bauch einziehenden sadistischen Sportlehrers (Michael Thomas), recht sportlich aussehende Mitfünfziger, beginnt sie ihn immer wieder in seinem Sprechzimmer aufzusuchen oder ihm gar vor dem Heim aufzulauern. Melanie schwärmt unschuldig vor ihrer sich in Liebesdingen bereits erfahrener gebenden Freundin (Verena Lehbauer) und beginnt sich für ihren Angebeteten sogar schön zu machen. Nur kurz kommen sich die beiden einmal bei einem Ausflug im Wald näher. Nach einer verbotenen nächtlichen Disko- und Sauftour mit ihrer Freundin kommt es zu einer einzigen etwas verstörenden Szene zwischen Arzt und Mädchen. Danach distanziert er sich um so stärker und weist Melanie schroff zurück. Die unschuldige Welt aus Teenagerspielen, und zwanglosem Austausch erster Liebesgeheimnisse kontrastiert Seidl immer wieder mit seinen formal streng symmetrisch arrangierten Bildern von Turnübungen, Disziplinierung und Bestrafung. Leider bleibt diesmal in Seidls Film vieles, vor allem was die Motivation des Arztes gegenüber der jungen Protagonistin betrifft, im vagen. Die Unmöglichkeit eines nicht akzeptierten Ausbruchs aus einem genormten System klingt aber dennoch unterschwellig an.

Kreuz, Herz und Anker versinnbildlichen die drei göttlichen Tugenden in der christlichen Bildsprache. In „Paradies: Liebe“ und „Paradies: Glaube“ tauchen die ersten beiden Symbole auch immer wieder auf. Der Anker ist die Hoffnung oder wenn man so will das Vertrauen, das die junge Melanie in dem viel älteren Mann sucht. Ihre Sehnsucht nach Glück erfüllt sich, wie auch bei Teresa (Liebe) und Anna Maria (Glaube), jedoch nicht. Wo das Verlangen nach Liebe und Glauben bei den anderen beiden Frauen zur Obsession wird, fällt Melanie fast apathisch wieder in die Gruppe der anderen Jugendlichen zurück. Man kann das auch als ein Aufgeben des Glaubens an die Kraft die Liebe oder eine Absage an die Hoffnung interpretieren. So ruhig und unspektakulär wie der Abschluss der Paradies-Trilogie von Ulrich Seidl auch in Szene gesetzt sein mag, er verdeutlich doch klar diesen Zusammenhang. Ohne Hoffnung kein Glaube an die Liebe und ohne Glaube an die Liebe ist der Mensch hoffnungslos verloren. Und das muss man heute Gott sei Dank auch gar nicht mehr religiös begründen.

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„Paradies. Liebe, Glaube, Hoffnung“. Eine Ausstellung mit Film-Stills aus der Trilogie von Ulrich Seidl ist noch bis zum 08.03.13 in der Galerie C/O Berlin zu sehen.

Ulrich Seidl wird sich, nachdem er im letzten Jahr einen kurzen Abstecher mit „Böse Buben / Fiese Männer“ nach David Foster Wallace auf die Theaterbühne bei den Wiener Festwochen wagte, vermutlich auch weiterhin mit den Sehnsüchten und Obsessionen beiderlei Geschlechter beschäftigen und demnächst wohl die unterirdischen Hobbyräumen der Österreicher filmisch etwas näher beleuchten. Man kann durchaus wieder darauf gespannt sein, was er dabei zu Tage fördern wird. Nach dem ersten Wochenende der Berlinale muss man jedenfalls dem nach Cannes und Venedig drittgrößten A-Festival einen eher recht fahlen und schwachen Beginn attestieren. Ideen sind schon vorhanden, es fehlt nur noch etwas an der nötigen Strahlkraft. Stärkeres ist scheinbar auch weiterhin nicht in Sicht. Aber wie schon das vielbemühte Sprichwort besagt, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Fortsetzung folgt

Kinostarts:

  • „Paradies: Liebe“ ist bereits angelaufen.
  • „Paradies: Glaube“ am 21.03.2013
  • „Paradies: Hoffnung“ am 16.03.2013

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