Archive for the ‘Neues aus Kalau’ Category

Neues aus Kalau (8)

Donnerstag, Januar 21st, 2016

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Na Mahlzeit! – Österreich führt Obergrenze ein.

Foto (c) Kobako auf Wikipedia

Foto (c) Kobako auf Wikipedia

 

Nach der Einführung der Obergrenze im österreichischen Gaststättenbetrieb spielen sich in den Ski- und anderen Touristenzentren Österreichs dramatische Szenen ab. Wie K.I.L.T. aus gut informierten Kreisen erfuhr, erlitt im Wiener Café Diglas ein Seniorenehepaar aus Bruck an der Mur nach dem Selbstbedienungsversuch mit Wiener Schnitzeln einen Schwächeanfall. Außerdem kam es zu großen Staus bei der Rückreisewelle von Saisonarbeitskräften an den bayrischen, slowakischen und ungarischen Grenzübergängen. Auf die Frage, ob auch für Deutschland eine Obergrenze geplant sei, wird der Sprecher der Bundesregierung wie folgt zitiert: „Das letzte Mal als Deutschland auf einen einfachen Kellner aus Braunau am Inn gehört habe, sei es zu einer der größten Wanderungsbewegung in der Geschichte Europas gekommen. So viele rückreisende Kellner könne Deutschland nun wirklich nicht wieder aufnehmen.“

S.v.K., Kalauer Illustriertes Tageblatt vom 21.01.2016

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Neues aus Kalau (7)

Mittwoch, August 27th, 2014

Aus der Rubrik Sti(e)l-Blüten:

Made pregnant! – Castorf, he did it again.

Für Vergnügen sorgte kürzlich ein Artikel des Hausmeisters T. Krause in der Welt-läufigen Tageszeitung gleichen Namens. Darin wurde der Intendant der Berliner Volksbühne Frank Castorf stiefmütterlich zum kleinkarierten Vorgartenzwerg der Nation degradiert. Krause hatte sich im Ort und Resort geirrt und fälschlicherweise in Bayreuth den Rasen des Grünen Hügels gemäht. Dabei entdeckte er leider keine Tulpenzwiebeln, geschweige denn das im Programm der Bayreuther Festspiele in Aussicht gestellte Erdöl, sondern nur die Gebeine von Blondie, dem Hund des Führers selig.

Unter seinem Po lehmig, den das Blatt unter der Rubrik „Mein Garten“ abdruckte, beschwerte sich Krause, indem er ein paar pregnante Sätze über die defekte Ring-Rasensprenganlage im Garten des Festspielhauses fallen ließ, er habe sich beim Zusammenfügen der Steck-Bausätze die Finger geklemmt. Der zufällig vorbeikommende Castorf, Regisseur des Bayreuther Rings, erklärte sich auf Anfrage Krauses für nicht zuständig. Woraufhin dieser ihn als einen typischen Fall von beschränkter Kompost-Fixierung betitelte.

Außerdem hieß es, Krause gehe nun mit dem Gedanken schwanger, endlich eine tragende Rolle in der Rasensprengerpresse zu spielen. Aus gut informierten Kreisen war zu erfahren, dass der Ein-Euro-Jobber jetzt in einer von der Arbeitsagentur Hamburg finanzierten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auf Ressortleiter „Grünstreifen“ beim Buxtehuder Wochenblatt umschult.

Wir versenden von hieraus die besten Genesungswünsche.

Das K.I.L.T.-Team

Auf dem grünen Hügel der Welt. Das Festspielhaus Bayreuth Foto: United States Library of Congress (Wikipedia)

Auf dem Grünen Hügel der Welt. Das Festspielhaus Bayreuth
Foto: United States Library of Congress (Wikipedia)

S. v. K., Kalauer Illustrierte Tagesblätter, 27.08.2014

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Neues aus Kalau (6)

Dienstag, Januar 8th, 2013

War Richard Wagner etwa doch schizophren?

Wie den Kalauer Illustrierten Tagesblättern (KILT) aus gut informierten Kreisen (dapd/jW) zugetragen wurde, trennt der Dirigent und Wagner-Verehrer Christian Thielemann strikt zwischen der Musik des Komponisten Richard Wagner, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird, und dem Autor antisemitischer Schriften wie „Das Judenthum in der Musik“. Thielemann geht sogar soweit gegenüber der B.Z. (Samstagausgabe vom 05.01.13) zu behaupten, der Komponist Wagner und der Antisemit Wagner seien zwei verschiedene Menschen. O-Ton Thielemann: „“Die kennen sich überhaupt nicht!““

Der Generalmusikdirektor der Dresdner Staatskapelle Christian Thielemann hat nämlich soeben ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: „Mein Leben mit Wagner“ (erschienen bei C.H. Beck). Nun haben wir es also endlich schwarz auf weiß und aus profundem Mund. Wagner war schizophren. Und der zweite Weltkrieg samt Holocaust scheint auch bloß der Irrtum eines musikliebenden Schizos gewesen zu sein, der sich mal eben nur kurz in der Partitur vergriffen hatte.

„“Richard Wagner hat mich mit mir selbst konfrontiert““ bekennt Thielmann in seinem Buch. Leider hat er dabei vergessen zu erwähnen, welchen von den beiden Menschen Wagner er da genau meint. In diesem leichten Fall von Verwirrung plädieren wir natürlich genau wie Thielemann selbst für Toleranz und hoffen auf baldige Rückbesinnung. In Fällen wie diesen soll sich ja z.B. eine Luftveränderung durchaus gedächtnisfördernd auswirken. Da trifft es sich gut, dass Thielemann nach dem Besteigen des Grünen Hügels immer ein besonderes Ritual pflegt. „“Und ich gehe gern vor der allerersten Probe, wenn das Orchester noch nicht da ist, in den Graben und atme den Geruch dort.““ Und wenn das nicht hilft, bläst ihm demnächst ganz bestimmt Henryk M. Broder in einer seiner berühmt-berüchtigten Kolumnen die Nase wieder frei.

S. v. K.

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Eine gespaltene Persönlichkeit? Wagner mit und ohne Kopfbedeckung in einer Ausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek Wien – Fotos: St. B.

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Neues aus Kalau (5): Claus Peymann ist nach 13 Jahren Wien-Abstinenz endlich zum Ehren-Schnitzel-Burger ernannt worden.

Freitag, Oktober 19th, 2012

Claus Peymann (75), Ex-Burgtheaterdirektor und langjähriger BE-Besetzer, ist, wie die Kalauer Illustrierten Tagesblätter (KILT) aus gut informierten Kreisen (hier und hier) erfahren haben, von der Wiener Burg zum Ehren-Schnitzel-Burger ernannt worden. Ensemble, Betriebsrat und Direktion des Burgtheaters gratulierten dem Geburtstagskind bereits im Juni mit einem Riesen-Surschnitzel in Form des BE-Logos. Theater-Nachtgedanken möchte da natürlich nicht länger nachstehen, und widmet dem ewig hungrigen „Reißzahn im Hintern der Politiker“ ein revolutionäres Ständchen.

S. v. K.

Der revolutionäre Claus’-Haus-Song

Letzte Woche griff Claus Peymann im BE zum Telefon.
Und rief in der Wiener Burg an:
„Ich muss wohl wieder bei Euch wohnen.“
„Iss ja irre“, sagt da der Betriebsrat, „sind wir wieder einer mehr,
in uns’rer Tausend-Zimmer Luxus-Burg und Berlin ist wieder leer.“
Sagt der Peymann: „Pack die Koffer, Hermann, Du bist auch dabei.
Schmier noch schnell paar Schnitzelbrote, und dann sei es wie es sei.
Wenn die das BE wirklich räumen,
Bin ich aber mittendrin und hau dem ersten Polithai,
der da auftaucht, meinen Reißzahn hinten rin.

Denn ich bin der Claus,
Mich kriegt ihr hier nicht raus.
Das ist noch mein Haus, schmeißt doch erst mal
Khuon und Petras und Castorf aus Mitte raus.

Der Senator ist stink sauer, die CDU ist schwer empört,
Dass ich mir die Verträge mache, hat doch bisher nicht gestört.
Aber um der Welt zu zeigen, wie großzügig ich bin,
Verschenk ich alle meine Möbel, und lasse auch den Hochhuth rin.
Und vier Wochen später steht in Springers heißem Blatt:
Peymann, Ehren-Schnitzel-Burger! Und dann sind sie alle platt.
Das muss ich nicht mal beweisen, Herman, vergiss nicht den Wein.
In Wien lassen wir’s dann krachen. Auf den Bernhard! Schenke ein!

Denn ich bin der Claus,
Und schmeißt ihr mich raus,
Geh ich ans Wiener Haus. Da bin ich dann
Ehren-Schnitzel-Burger bis zum Ende, und dann aus.“

Nach Ton Steine Scherben: „Rauch-Haus-Song“

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Claus Peymanns Ehren-Burger-King. Der neue Doppel-Whopper an der Wiener Burg – Collage: St. B.

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Neues aus Kalau (4): DER WULFFOMATOR oder Geh Du ran!

Dienstag, Januar 10th, 2012

Mailboxing mit Rückschlagfaktor

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© collage by st. b.

Wer Diekmann auf die Mailbox scheißt, wird blöde meist.

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Das BILD-Telefon oder Geh Du ran!

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Den ganzen Tag geht mir das auf die Nerven
Ich könnt das Scheißteil aus dem Fenster werfen
Bei allem was ich tu werd ich gestört
Versuch zu tun als hätt ich nichts gehört

Ich geh nicht ran
Geh du ran du ran
Ist eh nicht für mich
Geh du ran du ran

Das ist bestimmt noch mal der Wulff für dich
Genug hat der noch lange nich
Was der sich nur schon wieder traut
Mir ist der ganze Tag versaut

Ich geh nicht ran
Geh du ran du ran
Ist eh nicht für mich
Geh du ran du ran

Ich bin doch nur noch für die Wahrheit da
Stimmt sie auch nicht ist mir egal
Die Mailbox läuft ab jetzt auf laut
So ist der ganze Mist bald jedem vertraut

Ich geh nicht ran
Geh du ran du ran
Ist eh nicht für mich
Geh du ran du ran

nach „(GEH) Du ran Du ran“ von den Fehlfarben

S. v. K. für die Kalauer Illustrierten Tagesblätter (KILT)

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 Siehe auch: AfghanOpoly oder das große Spiel um ein Amt

Neues aus Kalau (3)

Montag, November 28th, 2011

,,Vorerst gescheitert“ – Der Zoon Politikon ist wieder aufgetaucht. Ein fast perfektes Doppel.

Ein gerechter, weiser, tapfrer, gottesfürchtger Mann
Und großer Zeichenkündger, da er den Frevlern sich,
Den frechen Prahlern, trotz des eigenen Sinns gesellt,
Er wird, so Zeus will, mit in den Tod hinabgestürzt.
Eteokles über den Seher Amphiaraos (Aischylos: Sieben gegen Theben)

guttenberg_gelwar.jpg Gel-War!

guttenberg-neu.jpg Wählbar?

,,Denn wenn eben jeder einzelne für sich nicht selber genügend ist, so verhält er sich zum Staat geradeso wie die Teile eines anderem Ganzen zu diesem letzteren; wenn er aber andererseits nicht an einer Gemeinschaft sich zu beteiligen vermag oder dessen durchaus nicht bedarf wegen seiner Selbstgenügsamkeit, so ist er freilich kein Teil des Staates, aber eben damit entweder ein Tier oder aber ein Gott. Aristoteles aus ,,Politik“

guttenbergs.jpg
Zoon politicon oder Zoon syndyastikón?

„Dass ich ein politischer Mensch, ein Zoon politikon, bleibe, steht außer Frage.“ KTzuG zu GdiL (DIE ZEIT, 24.11.2011 Nr. 48)

Wir stehen selbst erstaunt und sehn betroffen,
Den Vorhang auf und keine Fragen offen.

S. v. K. für die Kalauer Illustrierten Tagesblätter (KILT)

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Neues aus Kalau (2)

Donnerstag, März 10th, 2011

Rauch über dem Bendlerblock

Wie die Kaulauer Illustrierten Tagesblätter (KILT) mitteilen, kam es heute Nachmittag auf dem Paradeplatz des Bendlerblocks zu einer ersten Kostümprobe des über den Ex-Verteidgungsminister Karl Theodor zu Guttenberg geplanten Films mit Musik und ganz großer Komparserie. Neben der Kanzlerein Angela Merkel waren auch mehrere Kabinettsmitglieder der Bundesregierung anwesend. Zu Guttenberg zeigte sich so überrascht über die Echtheit der Stellprobe, dass er sich spontan als alter Rockfan von den frisch gecasteten Musikern den Song „Smoke on the Water“ von der Band Deep Purple wünschte. Das Orchester, das aus Mitgliedern des Karnevalsvereins „Spieß- und Schießgesellschaft“ bestand, erfüllte ihm auch prompt diesen Wunsch. Zur stimmungsvollen Untermalung wurden einige Nebelkerzen und Karnevalsböller gezündet.
Am Rande der Veranstaltung gab zu Guttenberg bekannt, nun an das Schreiben seiner Memoiren zu gehen. Wie aus gut informierten Kreisen bekannt wurde, sind neben Martin Walser und Kai Dieckmann noch weitere nicht näher benannte Ghostwriter im Gespräch. Als Titel der Autobiografie gab zu Guttenberg „Eigene Gedanken, das eine oder andere in der Erinnerung“ an. Gut gelaunt meldete er sich danach bei seinem Nachfolger Thomas de Maizière mit Gottes Segen ab. Böse Zungen behaupten aber auch, dass es Gerüchte über eine Fortsetzung der eben erschienenen Guttenberg-Biografie gäbe, Titel: „Guttenberg nach dem Fall, ein Mann ohne Gel und Adel“.

S. v. K.

 guttenberg_kostumprobe1.jpg

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Erste Bilder der Kostümprobe mit KT (KILT)

„Smoke on the Water“ für KT (Video)

KTs Zapfenstreich

Nun kommt für mich
Die Zeit der Reue und der Buße
Und genau so werde ich
Mit Gottes Segen und viel Muße
Ans Schreiben geh`n
Mit meinen eigenen Gedanken
Die immer um euch ranken
Bis wir uns wiederseh`n

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Neues aus Kalau

Dienstag, März 8th, 2011

In den Fußstapfen von Stauffenberg

Wie die Kalauer Illustrierten Tagesblätter (KILT) gestern berichteten, wird der deutsche Hollywoodregisseur und Oscarpreisträger Florian Graf Henckel von Donnersmarck auf seiner nächsten Touristentour nach Deutschland die Biografie seines Vetters Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenburg verfilmen. Der Arbeitstitel laute „In den Fußstapfen von Stauffenberg“. Gemäß den Ausführungen des Verfassers des Artikels aus der KILT (K. v. D.) wird es zu einer dramatischen Schlussszene im Berliner Bendlerblock kommen, in der zu Guttenberg von anonymen Heckenschützen aus dem Internet hinterrücks zur Strecke gebracht wird. In seinem Herzblut liegend, soll er noch folgendes ausrufen: „Man kann umgangssprachlich, und ich betone: umgangssprachlich, von Krieg sprechen.“ Die Rolle von zu Guttenberg soll gut informierten Kreisen zu Folge Kai Dieckmann übernehmen. Gesponsert wird der Film von der deutschen Friseur-Innung.

KT/KD?karnevalskappe-03.gifam Filmset (KILT)
guttenberg_neu.jpg

Als Berater für das Drehbuch fungiert laut KILT der deutsche Schriftsteller Martin Walser, der auch Spickzettel für den Hauptdarsteller Dieckmann schreiben soll. Bei einer ersten Lesung des Skripts, lud er die Crew zu einer Segeltour über den Bodensee mit anschließendem Ghostwritingkurs im Tagungshotel Lindau ein. Der Film soll voraussichtlich zur geplanten Comebacktour von zu Guttenberg am 20. Juli 2012 in die deutschen Kinos kommen.

S. v. K.