Archive for the ‘TFF Rudolstadt 2015’ Category

Hitzeschlacht und coole Tanzbeats – Das 25. TFF in Rudolstadt zwischen Heidecksburg, Innenstadt und Heinepark.

Samstag, Juli 11th, 2015

___

Das 25. TFF in Rudolstadt - Foto: St. B.

Das 25. TFF in Rudolstadt – Foto: St. B.

Und Gabby wartet im (Heine)Park

Es soll Leute geben, die sich neben dem TFF in Rudolstadt auch noch für die Umgebung der thüringischen Kleinstadt an der Saale interessieren. So lädt die z.B. auch zu einem Wandel auf Schillers Spuren rund um die Rudolstädter Rivera genannte Gegend ein. In diesem Jahr geriet bei Temperaturen um die 35 Grad allerdings schon der fröhliche Wechsel von Bühne zu Bühne zwischen Heinepark, der schönen Innenstadt und der Heidecksburg hoch über Rudolstadt – und das zu Fuß (!) – zur Tour de Force. Gerade noch bei 9Bach auf der Heidecksburg muss man schon wieder den Marsch in den Park antreten, wo ja nach Udo Jürgens‘ selig-bekanntlich Gabi wartet.

Gabby Young - Foto: St. B.

Gabby YoungFoto: St. B.

Mit Gabi ist in diesem Fall die Britin Gabby Young mit ihren Other Animals gemeint. Eine burleske Truppe, die mit ihren schrägen Songs und Kostümen zwischen den fantastischen Tiger Lillys und barocker Barbarella changieren. Mit glockenheller Stimme und Blumen im Haar schlug Gabby ihre Fans am Freitagabend vor der Konzertbühne nach dem ersten vollen Hitzetag in ihren Bann. Nach kurzem Regenguss hatte da schon die spanische Gianna Nannini den Folkis wieder eingeheizt. Sés aus Galizien stand ihrem italienischem Vorbild in nichts nach und reihte sich umstandslos in den Reigen der großen Frauenstimmen am zweiten Festivaltag ein. Songs quer durch die Musikwelt der iberischen Halbinsel wechselten sich mit gut abgehangener Rockmusik und einigen feministischen Statements ab. Gut so.

Sés - Foto: St. B.

SésFoto: St. B.

9Bach - Foto: St. B.

9BachFoto: St. B.

Fast noch besser war zuvor auf der Heidecksburg die walisische Band 9Bach, die im klassischen Sinne nichts mit dem Leipziger Barockkomponisten zu tun hat, sondern mit wunderbar melancholischer Folkmusik aus dem Südwesten der britischen Insel. Lisa Jen gab bei glühender Nachmittagshitze eine Lehrstunde in walisischer Sprache, angefangen beim Alphabet bis zu einigen Mitsingversen fürs gebannte Publikum, das sich teils an die schattenspendenden Wände des Burghofs gedrückt oder direkt vor der Bühne platziert hatte. Wer es nicht aushielt, konnte sich unter den Bäumen der unteren Burgterrasse ausruhen und von dort trotzdem den meditativen Klängen des deutsch-libanesischen Orient-Projekts Masaa lauschen. Die Band um den Sänger Rabih Lahoud hatte sich zur Verstärkung die Israelin Yael Deckelbaum geholt, die bereits mit ihrer Frauenband Habanot Nechama 2009 in Rudolstadt gastierte. Eine freud- und friedvolle Völkerverständigung der musikalischen Art.

Masaa + Yael Deckelbaum

Masaa + Yael DeckelbaumFoto: St. B.

Salif Keita - Foto: St. B.

Salif KeitaFoto: St. B.

Das Highlight des Abends war aber mit Sicherheit die „Neue Stimme Amerikas“, die mit Rhiannon Giddens den Freitag der Frauen krönte. Die junge Sängerin aus dem Süden der USA führte mit ihren Liedern durch mindestens ein Jahrhundert amerikanische Folkmusik. Mit ihrer frischen an Joan Baez oder Joni Mitchell erinnernde Stimme interpretierte sie Songs von Nina Simon, Countrygrößen wie Dolly Parten oder Patsy Cline und natürlich Bob Dylan genauso gut wie Folk-, Blues- und Gospelklassiker, die in Deutschland u.a. durch den Filme der Coen-Brüder bekannt sind. Damit stellte sie den eigentlichen Headliner des Abends, den großen alten Mann des Mali-Blues, Salif Keita, mit seinen Ambssadeurs in den Schatten der großen Bühne im Heinepark.

Rhiannon Giddens - Foto: St. B.

Rhiannon GiddensFoto: St. B.

*

Schwerpunkte Jazz und Norwegen

Nils Petter Molvaer - Foto: St. B.

Nils Petter Molvaer Foto: St. B.

Neben dem Schwerpunkt norwegischer Musik war auch der Auftakt des 25. TFF recht jazzlastig. Der Sound zog sich in den verschiedensten Varianten durch die erste Hälfte des Festivals. Am Donnerstagabend gab es zur Eröffnung das, was man gemeinhin als Fusion bezeichnen würde. Die Rhythmuskings Sly & Robbie, die bereits Black Uhuru oder die Rolling Stones begleiteten, haben sich mit dem norwegischen Jazz-Trompeter Nils Petter Molvaer zusammengetan und ein relaxtes Programm zwischen Free-Jazz-Improvisationen, Elektrobeats sowie Samples und jazzy Remixen bekannter Rockklassiker der Rolling Stones oder Pink Floyd entwickelt. Dagegen konnte der blecherne Klang der hochgelobten Elektro-Swinger Caravan Palace, die nach den iberischen Trommler der Band Coetus die große Bühne im Heinepark enterten, nicht überzeugen. Die Tanzwütigen unter dem Festivalvolk wird das nicht weiter stören. Ob Klezmer-Punk mit Ramzailech aus Israel, magischen Zittern oder diatonische Akkordeon-Klänge mit Ferro Gaita von den Kapverdischen Inseln, getanzt wird immer beim TFF in Rudolstadt.

Ramzailech - Foto: St. B.

RamzailechFoto: St. B.

Coetus - Foto: St. B.

CoetusFoto: St. B.

*

Verleihung des Deutschen Weltmusikpreises RUTH

Eurasians Unity - Foto: St. B.

Eurasians Unity
Foto: St. B.

So heiß, wie die ersten Tage begonnen hatten, ging es am Samstag und Sonntag beim 25. TFF auch weiter. Und es lag nicht nur an den hochsommerlichen Temperaturen, dass die in diesem Jahr wieder zahlreich erschienenen Zuschauer dabei ordentlich in Schwitzen kamen. In der glühenden Hitze des Samstagnachmittags auf der Heidecksburg ging es mit der Verleihung des Deutschen Weltmusik-Preises, der RUTH, an die deutsch-libanesische Band Masaa (die wir schon am Vortag auf der Burgterrasse bewundern durften), an das fantastische, multinationale Women-in-Jazz-Projekt Eurasians Unity und an den Berliner Liedermacher Funny van Dannen zunächst noch verhältnismäßig relaxed zu. Van Dannen freute sich sichtlich darüber, endlich auch mal einen Preis wie ein Fußballer bekommen zu haben und intonierte sogleich seinen Hit „Fußball 2“ (Thema: latente Homosexualität). Auch wusste er zu berichten, dass die armen Berliner Künstler ab 55 aufwärts jetzt vom Kultursenator Kokain auf Krankenschein bekämen. Weitere herrliche Kostproben aus 20 Jahren ironischer Liedkunst zur Gitarre gab van Dannen dann noch mit den Klassikern „Nana Mouskouri“, „Ich hab einen Arbeitsplatz vernichtet“, „Okapiposter“ und „Schilddrüsenunterfunktion“.

Funny Van Dannen_RUTH

Funny Van Dannen mit der RUTH – Foto: St. B.

Gerhard Polt & Die Well-Brüder - Foto: St. B.

Gerhard Polt & Die Well-BrüderFoto: St. B.

Mariza - St. B.

Mariza St. B.

Spaß und Humor mit leichtem Hintersinn also, der später mit dem Kabarettisten Gerhard Polt seine bayrische Entsprechung bekam. Unterstützt von den Well-Brüdern (ehemals Biermösl Blosn), die auch in der neuen Besetzung ihre Klassiker zum Besten gaben, führte der begnadete Satiriker Polt die Zuschauer vor der großen Burg-Bühne in die Absonderlichkeiten bayrischer Kultur und Feuerwehrfeste sowie in die Geschichte der CSU-Reliquien und die Denkwelt eines fußgängerhassenden Autofetischisten ein. Musikalisch international und prominent wurde es dann nochmal am Abend auf der Burg mit der zurzeit bekanntesten Stimme des portugiesischen Fado, Mariza. Für die große, schlanke Frau mit dem markanten blonden Kurzhaar ist der melancholische Gesang der Lissaboner Kneipen aber nur eine Facette ihres künstlerischen Werks. Gemeinsam mit ihrer Band interpretierte sie auch brasilianische Musik sowie andere portugiesische Volkslieder und brachte das völlig bezauberte Publikum sogar zum Mitsingen.

Torgeir Vassvik - Foto: St. B.

Torgeir VassvikFoto: St. B.

Nomadic Massive - Foto: St. B.

Nomadic MassiveFoto: St. B.

Klänge ganz anderer Art gab es dann am späten Abend noch auf der Konzertbühne im Heinepark. Zu einzelnen Blitzen aus der Ferne, die von einem lang erwarteten Hitzegewitter kündeten, beschwor der norwegische Künstler Torgeier Vassvik wie ein Schamane mit dem Kehlkopfgesang der Sámi (Joik genannt) den leicht einsetzenden Regen. Vassvik begleitete seinen rauen, spirituell-meditativen Gesang auf der akustischen Gitarre, wozu sich noch weitere elektronisch verstärkte Streichinstrumente und Drums zu einem treibenden Rhythmus gesellten. Der große Regen blieb fürs erste aus, und die Samstagnacht im Heinepark beschloss die kanadische Rap- und HipHop-Band Nomadic Massive. Die Gruppe aus drei Rappern und zwei Rapperinnen, begleitet von Gitarre, Bass, Schlagzeug und zwei Bläsern, brachte die Menge vor der großen Parkbühne dann noch mal mit schnellem Rap-Gesang und Dance-Beats gewaltig zum Kochen.

Nobuntu - Foto: St. B.

NobuntuFoto: St. B.

Monster Ceilidh Band3

Monster Ceilidh BandFoto: St. B.

*

Experimentelles, Twist und Reggae zum Abschluss

Nach drei ereignisreichen Tagen war man, der Hitze geschuldet, am Sonntag doch schon etwas ausgepowert. Der letzte Festivaltag lud aber nochmal zu einigen Entdeckungen und Highlights ein. Im Heinepark überraschte u.a. die erste Frauen-Akapella-Gruppe Nobuntu aus dem südafrikanischen Zimbabwe, die das Publikum ebenso begeisterten wie die Monster Ceilidh Band. Die jungen Briten mischten englische und schottische Volksmusik mit Drum’n’Bass und brachten so das müde Partyvolk, das sie schon am Samstag im Tanzzelt geschafft hatten, wieder auf die Beine.

Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp - Foto: St. B.

Orchestre Tout Puissant Marcel DuchampFoto: St. B.

Gleich im Anschluss dann das wohl interessanteste Musikprojekt des 25. TFF: Aus der Schweiz kommt das Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp. Mit musealer Sanitärkeramik des „allmächtigen“ Ready-made-Künstlers Marcel Duchamp hat das aber so gut wie nichts zu tun. Es ist wohl eher die Lust am Experimentieren mit gebräuchlichen Stilrichtungen der Musik wie Jazz, Punk, alternativem Pop und New-Wave, was recht schräg anmutend mit Afrobeats und Calypso-Klängen gemixt wird. Minimalistische Konzeptkunst im besten Sinne, die trotzdem rhythmisch mitriss und für gute nachmittägliche Stimmung im Park sorgte.

Džambo Agušhevi Orchestra - Foto: St. B.

Džambo Agušhevi OrchestraFoto: St. B.

Kein TFF kommt ohne die obligatorische Balkan-Brass-Kapelle aus. Auf der großen Bühne des Heineparks battelte dann gleich eine ganze Schar von coolen mazedonischen Sonnenbrillenträgern um den Titel „Gypsy-Superstar“. Angeblich können sie sogar Berge zum Tanzen bringen. Das Džambo Agušhevi Orchestra hatte so auch schon den inoffiziellen, aber amtlichen Weltmeistertitel aller Balkanbläser gewonnen und brachte zumindest das Rudolstädter Tanzvolk vor der großen Bühne des Heineparks zum Hopsen. Gepflegt, aber nicht unwitzig, konnte dann noch auf der Heidecksburg zu den Klängen des Yiddish Twist Orchesters getanzt werden. Die Gruppe um den Chef Dave Bitelli am Saxofon, den Sänger Natty Bo und den recht kommunikativen Gitarristen Ben Mandelson lässt ein ganzes jüdisches Salonorchester des Swingin‘ London der 1950er Jahre inklusive der reizvoll twistenden Radio-Sisters wieder aufleben.

Yiddisch Twist Orchestra - Foto: St. B.

Yiddisch Twist Orchestra – Foto: St. B.

Man kann sicher immer nur einen kleinen Querschnitt des vielfältigen TFF-Programms Revue passieren lassen. Alles zu sehen, wird einem wohl nie gelingen. Aber auch die Hitzeschlacht zum 25. Jubiläum bleibt in guter Erinnerung. Den Schlusspunkt setzte am Sonntagabend im Heinepark der Deutsche Reggae-Musikers Patrice, der neben seinem Faible für Reggae, Soul, Funk und HipHop auch seine romantische Seite mit Herz-Schmerz-Popsongs wie „Faces (I believe in something bigger than me)“ vom neuen Album The Rising of the Son zeigte und damit vor allem den TFF-Nachwuchs begeisterte. Die Erlösung mit erfrischenden Temperaturen brachte dann kurz nach dem Ende des Konzerts der lange angesagte Gewitterguss.

Patrice - Foto: St. B.

PatriceFoto: St. B.

*

Auch im nächsten Jahr wird es wieder ein TFF in Rudolstadt geben. Es findet vom 7. bis 10. Juli 2016 statt und richtet den Fokus auf die unterschiedlichen Musikstile und Traditionen aus Kolumbien und auf den Tanz Cumbia.

Link zur Facebook-Galerie

***

Foto: St. B.

Foto: St. B.

25. TFF Rudolstadt
Roots Folk Weltmusik
2.-5. Juli 2015

Weitere Infos: https://tff-rudolstadt.de/de/startseite.html

Zuerst erschienen am 04.07. und 08.07.2015 auf Kultura-Extra.

___________

25 Jahre TFF – Rudolstadt lädt vom 2. bis 5. Juli 2015 zum Jubiläums Tanz und Folk Festival nach Thüringen

Mittwoch, Juli 1st, 2015
(c) TFF Rudolstadt

(c) TFF Rudolstadt

___

Seit 25 Jahren gibt es nun schon das TFF Rudolstadt. Die Anfänge reichen eigentlich sogar bis ins Jahr 1955 zurück. Das sogenannte „Fest des deutschen Volkstanzes“ entwickelte sich schnell zu einem jährlich stattfindenden DDR-Tanz-und-Folklorefest unter starker Beteiligung der osteuropäischen Nationen, damals noch sozialistische Bruderländer genannt. 1991 erfolgte der Neustart als Forum für die klassische Folkszene. Mittlerweile ist das TFF aber zum größten und renommiertestes Festival für Roots, Folk und Weltmusik mit internationalem Renommee in Deutschland avanciert. Alljährlich besuchen zwischen 70.000 und 90.000 Musikbegeisterte die bis zu 200 Konzerte auf den mehr als 20 Bühnen der kleinen Saalestadt. Und auch zum Jubiläums-Festival 2015 haben sich wieder rund 150 Bands angesagt.

Diesmal, so heißt es von den Veranstaltern, steht das TFF ganz im Zeichen der nordischen Mystik. Zum Länderschwerpunkt Norwegen werden Künstler erwartet, die die gesamte musikalische Vielfalt des Landes zwischen A-Cappella- und Geigenmusik, Folk und Jazz sowie Sápmi-Archaik und Kirchengesang abdecken. Dazu kündigt das Festival gleich zu Beginn am Donnerstagabend ein Highlight und seltenes Crossover-Projekt an: Der gemeinsame Auftritt des international gefeierten Jazz-Trompeters Nils Petter Molvaer mit Sly & Robbie, dem legendären Rhythmus-Gespann des jamaikanischen Reggae und Dub. Ganz nordische kommen sicher auch die Valkyrien Allstars mit ihrer von drei Hardangerfiedeln getragenen Rockmusik daher. Und die Band Vassvik verschmilzt die ursprüngliche samische Tradition des Joikens mit moderner, expressiver Streichertechnik.

Der Tanz steht natürlich auch wieder ganz im Mittelpunkt des Festivals. Im Tanzzelt im Heinepark kann man sich zum Halling und anderen norwegischen Tänze verabreden. Am Sonntag um 11 Uhr wird im Thüringischen Landestheater der norwegische Choreograf Hallgrim Hansegård mit seiner Company Frikar das Tanzstück LEAHKIT aufführen. Das magische Instrument ist in diesem Jahr die Cister – auch Zister oder Zitter genannt – ein Zupfinstrument aus der Familie der Kastenhalslauten. Die Magic-Konzerte der aus sechs Ländern stammenden Instrumentalisten finden am Freitag um 17.30 Uhr auf der Bühne der Burgterrasse und am Samstag um 21 Uhr in der Stadtkirche statt.

(c) TFF Rudolstadt

(c) TFF Rudolstadt

Auch in diesem Jahr wird wieder der Deutsche Weltmusikpreis RUTH verliehen. Der Hauptpreis geht an das Projekt Eurasians Unity, das sich musikalisch zwischen Balkan und Vorderem Orient bewegt. Auf den Förderpreis kann sich das Ethno-Jazz-Quartett Masaa freuen. Mit der Ehren- RUTH werden die Musikjournalisten Cornelia Rost und Werner Fuhr ausgezeichnet und den Sonderpreis, des TFF-Teams erhält der Kreuzberger Liedermacher Funny van Dannen für seine „liebevoll durchgeknallten Songs“, wie es in der Begründung heißt. Die Preisverleihung und Gewinner-Konzerte finden am Samstag ab 15 Uhr wie immer auf der Heidecksburg statt.

Zu den ganz großen Namen auf dem Festival zählt mit Sicherheit die portugiesische Fado-Sängerin Mariza (Sa. 22 Uhr, Heidecksburg). Aber auch weitere Highlights hält das vielseitige Lineup des 25. TFF bereit. Zu nennen wären vor allem der deutsche Reggae-Sänger Patrice, die aus Mali anreisende Supergroup Westafrikas Les Ambassadeurs mit dem Sänger Salif Keita, „Amerikas nächste große Frauenstimme“ Rhiannon Giddens, die französischen Erfinder des Electro Swing Caravan Palace und natürlich der bayrische Kabarettist Gerhard Polt, der mit den Well-Brüdern aus’m Biermoos (ehemals Biermösl Blosn) zum Festival nach Thüringen kommt.

Wer auf Devotionalien aus 25 Jahren TFF steht, sollte unbedingt am Sonntag ab 12 Uhr in den Stadthaussaal kommen. Dort versteigert das TFF-Grafikerteam alte TFF-Dekorationen u.a. die wunderbar bunt bemalten, großformatigen Bühnen- Prospekte, oder für den kleineren Hosensack die passenden Taschentücher. Regenschirme wird es nicht brauchen, es ist für alle vier Tage Sonnenschein mit bis zu 35°C angesagt. Etwas, was es auch nicht alle Jahre gab. Bleibt nur noch allen, die nach Rudolstadt fahren, viel Spaß zu wünschen. Beginn ist am Donnerstag um 21:00 Uhr auf der großen Bühne im Heinepark mit dem sicherlich ersten Höhepunkt, der spanischen Rhythmusgruppe Coetus.

***

Das 25. TFF 2015 auf wieder auf der Heidecksburg - Foto: St. B.

Auch wieder auf der Heidecksburg
Das 25. TFF 2015
Foto: St. B.

TFF Rudolstadt
Roots Folk Weltmusik
2.-5. Juli 2015

Weitere Infos: https://tff-rudolstadt.de/de/startseite.html

TFF-Rückblick:

2011

2012

2013

2014

Zuerst erschienen am 30.06.2015 auf Kultura-Extra.

__________