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„Ich bin wohl, … Alle Wetter sind schön“ – Johanna Schall inszeniert Peter Hacks‘ Monodrama über die vom Weimarer Klassiker-Genie Goethe verlassene Frau von Stein am Renaissance-Theater Berlin mit Annika Mauer in der Hauptrolle

Montag, Februar 8th, 2016

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Der Dramatiker, Lyriker und große Essayist Peter Hacks wird heute nicht mehr allzu oft auf den großen Bühnen der vereinten Bundesrepublik gespielt. Zuletzt führten 2010 Jürgen Kuttner und Tom Kühnel sein DDR-Produktions-Stück Die Sorgen und die Macht ganz erfolgreich an den Kammerspielen des Deutschen Theaters auf. Ein weiteres, zeitloses Erfolgsstück ist aber mit Sicherheit das 1974 uraufgeführte Monodrama Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe. Nicht nur dafür umarmte den sozialistischen Dichter Hacks sogar das bürgerliche Feuilleton, und der verstorbene F.A.Z.-Herausgeber Frank Schirrmacher tönte 2008: „…er ist unser“. Wobei noch zu klären wäre, wen Schirrmacher eigentlich genau mit „unser“ meinte.

Peter Hacks - (c)Bundesarchiv-Bild-183-R1202-328-CC-BY-SA-3.0

Peter Hacks – (c)Bundesarchiv-Bild-183-R1202-328-CC-BY-SA-3.0

„Kommunismus ist, wenn Shakespeare verstanden wird.“ – verständlicher ist Peter Hacks nicht zu haben. Und das ist nur eines seiner vielen apodiktischen Bonmots, die der 2003 als wahrscheinlich letzter seines Schlages Verstorbene für die Nachwelt hinterlassen hat. Ein anderes lautet: „Haltungen kann man nicht erläutern; Haltungen nimmt man ein.“ Der Meister der sozialistischen Klassik ist vor allem für seine Forderung, eine Haltung zu bewahren, erst zum Klassiker geworden. Und dass als Vorbild seiner Klassik nur der Weimarer Dichterfürst Goethe in Frage kam, machte Hacks unmissverständlich klar: „Die Kunstrichtung der Klassik bestand aus einem einzigen Autor, Goethe.“

Und so steht es dann auch im erwähnten Monodrama über das abwesende Genie: „Weimar, das ist Goethe.“ Dass er erst in der Weimarer Gesellschaft zum Dichter reifen konnte, legt Hacks zumindest nahe und der Erzieherin des zunächst flegelhaften und zu domestizierenden Genies, Charlotte von Stein, in den Mund. Fakt ist, dass die Beziehung vor allem für Goethes Werdegang von Vorteil war. Dass er 1786 nach elf Jahren den ihn einengenden Verhältnissen am Weimarer Hof ohne Abschied entfloh, empfand die Verlassene daher auch als persönlichen Affront. Ganze fünf Akte lang lässt sich die adlige Dame über die Macken des Dichters aus. Hacks hat Material aus Briefen beider und auch aus persönlichen Quellen zu einer hochpoetischen Suada gemixt, in die er sogar sein Verhältnis zum Intimfeind Heiner Müller und dessen Frau, der Lyrikerin Inge Müller, gedanklich mit hineinschrieb.

Denn: In dem Genie des abwesenden Herrn von Goethe sah Hacks niemand anderen als sich selbst und in der sich etwas zickig gebenden Frau von Stein die Personifikation einer feudalabsolutistischen und reaktionären Gesellschaft als Hindernis für ein sich frei entfaltendes Künstlertum bzw. im Umkehrschluss bezogen auf die DDR auch deren sich bisweilen selbst absolutistisch gebende Kulturpolitik – wenn nicht gar die Partei oder den Staat selbst, dem Hacks in herzlicher Hassliebe verbunden war. Gleichwohl eine unerfüllte Zuneigung, die Hacks dennoch bis zum bitteren Ende des Sozialismus pflegte und sich seinem Objekt der Begierde auch nicht durch vorzeitige Flucht entzog. Im Gegenteil – er weinte noch in Gedichten einem ihrer Bollwerke als „der Erdenwunder schönstes“ nach. Ein paradoxer Widerspruch, der sich durch den Wegfall der DDR nur noch verschärft haben dürfte. Das alles muss man im Hinterkopf behalten, will man Hacks Stück verstehen oder es gar aufführen. Es ist ein nach wie vor hoch politisches und selbstreferenzielles Werk. Trotzdem bleibt da immer auch reichlich „Spiel“-Raum für Interpretationen.

 

(c) Renaissance-Theater

(c) Renaissance-Theater

 

Hätte der Meister der sozialistischen Klassik einen Ort für die Umsetzung seiner Pläne für ein sozialistisches Hoftheater bestimmen können, dann wäre es zweifellos das Deutsche Theater Berlin mit seiner neoklassizistischen Anmut gewesen, auch wenn man im Goethe-Theater in Bad Lauchstädt in schönster Regelmäßigkeit noch immer Hacks‘ Monodrama von der Frau von Stein und dem abwesenden Genie aufführt. Hätte, wäre, wenn – ist aber nicht. Nun, das Renaissance-Theater ist auch nicht zu verachten. Wenn schon nicht Klassik, dann wenigstens Renaissance. Jedoch niemals nicht Romantik. Nun will es der Zufall, dass Darstellerin und Regisseurin beide einst am Deutschen Theater beschäftigt waren. Annika Mauer hat schon seit geraumer Zeit ihr Arbeitsasyl am Charlottenburger Renaissance-Theater gefunden. Und sie ist mit Sicherheit nicht nur ein Ersatz für die Anfang letzten Jahres aus Krankheitsgründen von der Rolle zurückgetretene Dagmar Manzel. Was Regisseurin Johanna Schall betrifft, so führt sie hier nach einer gefühlten Ewigkeit wieder mal Regie in Berlin.

Frau Schall setzt in Kostüm und Bühnenbild voll auf ironisierendes Zeitkolorit. Annika Mauer trägt Blümchenreifrock, Strickjäckchen und Rokoko-Perücke. Das wirkt ein bisschen putzig aber auch passend spießig. Im Lehnsessel am Fenster sitzt nicht wie bei Hacks eine Puppe des Freiherrn von Stein, sondern hängen nur locker ein paar Kleidungsstücke. Links steht ein Spinett und rechts eine etwas angeknabberte Büste des jungen Dichters. Auch der Scherenschnitt von Charlotte von Stein, der Goethe einst auf die Dame aufmerksam machen sollte, hängt an der Wand. Weimarer Klassik dürfte ihr allerdings Wurscht sein, und Annika Mauer legt sofort los, den „berühmtesten Grobian“ vorzuführen. Das macht sie ganz ordentlich, zu weilen auch etwas zu ranschmeißerisch. Allerdings spielt hier ja jemand jemanden, der eine Rolle spielt, Publikum braucht und dankbar gefunden hat.

Goethe auf einer Postkarte-nach-einem-Gemälde-von-Georg-Oswald-May 1779 - Wikipedia

Goethe auf einer Postkarte nach einem Gemälde von Georg Oswald May 1779 – Wikipedia

Hacks selbst spielt nur als Textlieferant eine Rolle. Goethe als Genie ist ebenfalls abwesend. Er bleibt zunächst noch Mann, auch wenn er über den Dingen zu schweben scheint. Und auch der ungeliebte Ehegatte von Stein bekommt sein Fett weg, und das in recht deutlichen Worten. Ob hier nun ein Lustspiel aufgeführt wird oder eine verdrehte Emanzipationsposse, wird nicht ganz klar. Annika Mauer rollt die Worte, flötet „Lieböö“ oder schnarrt vom „Wettterrr“ und stottert gekonnt die gesetzten Versprecher beim Vortragen des geflunkerten Liebesakts. Immer wieder holt sie aus einer demonstrativ lang ausziehbaren Schublade Goethes Briefe. Erst leis, dann immer lauter klingt das Posthorn und kündigt die finale Pointe an. Hier schlägt das Genie Goethe/Hacks zurück. Aus dem erhofften Heiratsantrag wird nichts. Aber Goethe fühlt sich wohl und: „Alle Wetter sind schön.“

Die Stein reißt Goethes Kiste wie ein Westpaket auf, umtänzelt den Tisch mit der italienischen Herkulesstatue, lässt diese aber – wie schon zuvor die vom Universalgenie bemalte Kaffeetasse – fallen. Das wird hier aber weder ein großes Scherbengericht noch ist es eine Gesellschaftstragödie mit Frau von Stein in der Hauptrolle einer gescheiterten Heldin von gestern, die nach Fassung ringt. Jedoch nach hinten raus ein durchaus starkes Psychogramm, dem Annika Mauer nach der Pause noch ein paar mehr Facetten abringen kann. Und das muss der Neid ihr mindestens lassen, darin bleibt sie unbestrittene Siegerin über die etwas unentschiedene Regie.

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Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe (02.02.2016)
von Peter Hacks Regie: Johanna Schall
Bühne: Horst Vogelgesang
Kostüme: Petra Kray
Dramaturgie: Gundula Reinig
mit Anika Mauer als Charlotte von Stein
Premiere war am 31. Januar 2016 im Renaissance-Theater Berlin
Termine: 19., 20., 21.02. / 02., 03., 04., 30. und 31.03.2016

Infos: http://www.renaissance-theater.de/

Zuerst erschienen am 05.02.2016 auf Kultura-Extra.

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Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny – Johanna Schall inszeniert am Volkstheater Rostock die Brecht/Weill-Oper als fulminantes Bekenntnis zur spartenübergreifenden Kunst.

Mittwoch, März 4th, 2015

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Wann hat man sowas schon erlebt? Zweimal Standing Ovations an einem Premierenabend, ein unumwundenes Glaubensbekenntnis an die Kraft der Kunst und ein 4-Sparten-Ensemble, das schon wieder in seiner Existenz bedroht ist. In dieser Woche waren Pläne der Rostocker Bürgerschaftsfraktionen CDU, SPD, Grüne und Für Rostock zum Umbau des Volkstheaters Rostock in ein „funktionelles Vierspartenhaus“ bekannt geworden, was in Wahrheit einer Schließung der Sparten Tanz- und Musiktheater gleichkommt. Und besser hätte die Stückwahl für diese Premiere dann auch nicht sein können. Man spielt Brecht/Weills Oper vom Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Die Geschichte der von einem Taifun bedrohten Paradies- und Laster-Stadt, deren Bürger sämtliche Moral und Menschlichkeit fahren lassen, bis sie schließlich Mahagonny selbst zerstören. Ein Gleichnis auf eine Gesellschaft, in der alles erlaubt ist, nur nicht kein Geld zu haben.

Das Volkstheater Rostock - Foto: St. B.

Das Volkstheater Rostock – Foto: St. B.

Diese Analogie ist wie gemacht für die Ansprache des Intendanten des Volkstheaters, der vor einem Jahr zum Stapellauf aufrief und nun von der Politik, die ihn holte den Kahn seetüchtig zu machen, rüde ausgebremst werden soll. Sewan Latchinian gab sich vor dem Premierenpublikum jedoch betont kämpferisch und bezeichnete die Streichliste als unsinnig und asozial. Ein unbezifferbarer Schatz wie das Rostocker Theater dürfe nicht kaputt gemacht werden. Doch man ist gewillt, das teilweise Wegsparen durch eine kurzsichtige Landes-Politik und willfährige lokale Stadtvertreter noch einmal abzuwenden. Professionell und mit Verantwortung für das Publikum hat sich das Ensemble auf den künstlerischen Gegenkurs begeben, wie es Latchinian später noch einmal vehement bekräftigte. Die eigentliche Kultur- und Bildungsbürgerschaft, so scheint es jedenfalls, steht an diesem Abend geschlossen hinter ihrem Theater.

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Starker Tobak also schon vor Beginn der Aufführung. Da war man natürlich gespannt, wie die Brechtenkelin und Ex-Intendantin Johanna Schall bei ihrer Rückkehr nach Rostock an den starken Stoff des berühmten Großvaters herangehen würde. Eingriffe à la Frank Castorf waren sicher nicht zu erwarten, aber auch ohne die Beimischung von Texten fremder Autoren kann sich das Gezeigte durchaus sehen lassen. Es ist ein feines Zusammenspiel aller Sparten des Hauses. Die leichten Mädchen von Mahagonny setzen sich aus Mitgliedern der Tanzcompagnie und des Opernchors des Volkstheaters zusammen. Ihre von Katja Taranu choreografierten Aufritte bilden immer wieder kleine Höhepunkte dieser Inszenierung. So auch die beiden Konstabler Tim Grambow und Hung Wen-Chen, die ihre Stück-Ansagen als eine Mischung aus Sprache und pantomimischer Choreografie performen. Neben dem Chor, den Tänzern und dem hervorragend aufgestellten Orchester der Norddeutschen Philharmonie Rostock unter Leitung von Robin Engelen sind noch die großartigen Opern-Solisten – und da besonders Jasmin Etezadzadeh als Witwe Begbick, Elise Caluwaerts als Hure Jenny und Daniel Ohlmann als Paul Ackermann zu erwähnen.

Ansonsten bewegt sich die Regie von Johanna Schall weitestgehend nah am Original. Die Inszenierung läuft perfekt wie ein gut geöltes Uhrwerk, Szene für Szene begleitet von passenden Videoeinspielungen, Leuchtschriftbändern und natürlich der typischen Kurt-Weill-Musik. Das beginnt mit dem Stranden der drei flüchtigen Verbrecher Leokadja Begbick, Willy, dem Prokuristen (Garrie Davislim) und dem kräftigen Dreieinigkeitsmoses (Tim Stolte). Nach einem vom Band eingespielten Autocrash hissen sie die Fahne mit dem Firmensymbol zur Landnahme auf leerer Bühne. Mit dem wohl bekanntesten Hit der Oper, dem sog. Alabama Song, erfolgt dann der Einzug der Mädchen. Wie sie ziehen dann auch die wie Allerwelts-Männer aus einem Gemälde Magrittes in graue Anzüge gekleideten Herren vom Opernchor mit ihren Koffern in die verheißungsvolle „Paradiesstadt“. Sie kommen aus untergehenden Städten auf der Suche nach etwas, woran man sich wieder halten kann.

Das Mahagonny-Ensemble - Foto (c) Dorit Gätjen

Das Mahagonny-Ensemble – Foto (c) Dorit Gätjen

Es muss nicht immer Christian Lacroix sein wie in der Staatsoper Berlin. Die von Jenny Schall teils sehr elegant und fantasievoll gestalteten Kostüme der Mahagonny-Gründer sowie der Mädchen und Männer sind in Farben und Form gut aufeinander abgestimmt und setzen schöne Kontrapunkte im Gesamtbild. Und wie von einem anderen Stern gefallen, platzen dann auch die vier Männer aus Alaska, ganz unpassend in karierter Holzfällerkluft mit Axt am Koffer in das Geschehen. Schnell erliegen sie dem leichten Leben und den Verlockungen der „Netzestadt“, bis es zu kriseln beginnt und die Gründer ihr schlechtgehendes Geschäft beklagen. Es gibt zu viel von allem. Der Überfluss an Angebot, ein Zuviel an vermeintlicher Eintracht und Ruhe machen einerseits träge und anderseits unzufrieden. Weil ihm etwas fehlt, will der enttäuschte Glückssucher Paul Ackermann das Weite suchen.

Als angesichts der drohenden Zerstörung Mahagonnys durch einen herannahenden Taifun alles in lähmende Agonie verfällt, präsentiert Paule Ackermann schließlich die „Gesetze der menschlichen Glückseligkeit“. Und als der Taifun die Stadt der Sünder wie ein Wunder verschont, weichen die Verbotsschilder Mahagonnys anderen, auf denen nun alles erlaubt ist. „Wir brauchen keinen Hurrikan/ Wir brauchen keinen Taifun/ Denn was er an Schrecken tun kann/ Das können wir selber tun.“ Diese Freiheit alles tun zu können, ist allerdings an den Zwang geknüpft, über das nötige Geld zu verfügen, was Paul letztendlich beim Verletzen dieses höchsten Gesetzes der Stadt Mahagonny selbst das Leben kosten wird. Was folgt, ist die ungebremste Entfesselung des Kapitals, dessen Regeln das Fressen, den bezahlten Liebesakt, Boxkampf und Saufen laut Kontrakt verlangen. Aktualität muss man da nicht extra behaupten.

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny am Volkstheater Rostock - Foto (C) Dorit Gätjen

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny am Volkstheater Rostock
Foto (C) Dorit Gätjen

Die Inszenierung nimmt nun wieder Fahrt auf. Zu Schrammelmusik mit Zither und Akkordeon wird eine große Stoffkuh aufgefahren, und Jakob Schmidt (Daniel Philipp Witte) frisst sich zu Tode. Die Huren besorgen den Freiern an einer langen Wand mit Glory Holes ein paar teure Blowjobs, und Paul Ackermann verliert sein ganzes Geld bei einem Boxwettkampf zwischen Dreieinigkeitsmoses und Alaskawolf-Joe (Karl Huml). Das Blut des toten Joe im nicht einsehbaren Boxring spritzt auf der Videoleinwand. Die Utopie der Glückseligkeit ist pervertiert und zerstört sich selbst. Die letzten Freunde Pauls, Jenny und Sparbüchsenheinrich (Maciej Idziorek) wenden sich von ihm ab. Es kommt zum großen dramatischen und musikalischen Finale, bei dem Paul, der seinen Whiskey nicht bezahlen kann, zum Tode verurteilt wird, im Stroboskoplicht auf dem elektrischen Stuhl zittert und in einem schön komponierten Passionsbild auf der Treppe liegt. Doch eine Volte schlägt Johanna Schall dann doch noch. Sie gönnt dem Toten eine mahnende Wiederauferstehung zu Brechts frühem Gedicht aus der Hauspostille: „Last euch nicht verführen! / Es gibt keine Wiederkehr.“ Und ist der Mann erst tot, kann man ihm bekanntlich nicht mehr helfen.

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Die Demonstrationen der Unbelehrbaren am Ende der Oper hatte sich Brecht sicher auch etwas anders vorgestellt. Aber hier gebietet die Brisanz der Notlage eines Ensembles aus unverbesserlichen Optimisten, die ihre Wünsche und Befürchtungen wechselseitig auf Pappschildern hochhalten. Ein Theater mit oder ohne Schauspiel, Tanz, Oper oder Orchester. Politisch aktueller geht es kaum. Zwei dieser unersetzlichen Sparten, um auch in Zukunft solche übergreifenden Großprojekte eigenständig am Volkstheater stemmen zu können, soll es nun bald nach Maßgabe der verantwortlichen Politik in Rostock nicht mehr geben. Man kann dem Theater nur wünschen, dass sich noch ein paar kulturell und sozial kompetente Politiker mit etwas mehr Verantwortungsgefühl und Weitsicht finden, um diese unsinnigen Sparpläne ad Acta zu legen.

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Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Volkstheater Rostock_Logo

Oper in drei Akten
Musik: Kurt Weill
Text: Bertolt Brecht
Musikalische Leitung: Robin Engelen
Inszenierung: Johanna Schall
Bühne: Horst Vogelgesang
Kostüme: Jenny Schall
Choreinstudierung: Stefan Bilz
Choreografie: Katja Taranu
Dramaturgie: Michael Mund
Studienleitung: Hans-Christoph Borck
Musikalische Einstudierung: Teodora Belu, Thilo Lange
Regie-Assistentin: Susanne Menning
Inspizientin: Constance Schwerdt
Souffleuse: Babette Bartz
Besetzung:
Leokadja Begbick: Jasmin Etezadzadeh
Willy, der “Prokurist”: Garrie Davislim
Dreieinigkeitsmoses: Tim Stolte
Jenny Smith: Elise Caluwaerts
Paul Ackermann: Daniel Ohlmann
Jakob Schmidt: Daniel Philipp Witte
Sparbüchsenheinrich: Maciej Idziorek
Alaskawolf-Joe: Karl Huml
Tobby Higgins: Daniel Witte
Opernchor
Tanzcompagnie
Norddeutsche Philharmonie Rostock

Premiere: 28. Februar, Volkstheater Rostock – GROSSER SAAL

Termine: 07., 15., 20. und 28.03.2015

Infos: http://www.volkstheater-rostock.de

Zuerst erschienen am 03.03.2015 auf Kultura-Extra.

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