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dosenfleisch – Die Uraufführung des neuen Stücks von Ferdinand Schmalz zum Auftakt der Autorentheatertage 2015 am Deutschen Theater Berlin

Donnerstag, Juni 18th, 2015

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Bereits zum fünften Mal finden in diesem Jahr die Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin statt. Zu sehen sind in den nächsten zwei Wochen neben zwölf eingeladenen Inszenierungen von Theatertexten aus dem deutschsprachigen Raum und fünf Produktionen des DT vier noch nicht aufgeführte Stücke, die von einer vierköpfigen Jury (bestehend aus dem Publizisten Peter Michalzik, der Regisseurin Jorinde Dröse, der Autorin Nino Haratischwilli und dem Schauspieler Ulrich Matthes) aus 217 Einsendungen ausgewählt wurden. Den Auftakt machte am Samstag im Großen Haus die in Koproduktion mit dem Burgtheater Wien entstandene Uraufführungsinszenierung von dosenfleisch – einem neuen Text des jungen österreichischen Autors Ferdinand Schmalz, der bereits mit seinem ersten Stück am beispiel der butter den Retzdorfer Dramatikerpreis 2013 gewann und mit der Leipziger Uraufführung zu den Mülheimer Theatertagen 2014 eingeladen wurde.

Foto: St. B.

Foto: St. B.

Schmalz setzt mit dosenfleisch seine als Triptychon gedachte Stückanthologie über Lebensmittelmetaphern fort. Im nächsten Jahr wird mit der herzelfresser der dritte Teil wieder am Schauspiel Leipzig uraufgeführt. Nachdem der Autor im ersten Teil am Beispiel der Butter ökologische mit gesellschaftlichen und lebensphilosophischen Themen kurzgeschlossen hatte, gehen seine Untersuchungen nun ganz ins Fleischliche. Wobei er die Verbindung zur allgemeinen Natur auch hier nicht ganz außer Acht lässt. Das titelgebende Dosenfleisch fällt zu Beginn von einem auf der Autobahn umgekippten Laster und legt sich als „Fleischnebel“ aus zerplatzenden Dosen neben einem ebenfalls zerplatzen Falter auf die Windschutzscheiben vorbeifahrender Blechdosen mit menschlichem Inhalt. Daniel Jesch als Fernfahrer breitet in seinem Gebet an den Mittelstreifen diese hochpoetische Fleischallegorie vor uns. Er singt förmlich eine Ode an den Fernverkehr und die Schnelligkeit der Autobahn, die sich ihren Weg drunter, drüber und mitten durch die Wildnis bahnt.

Zur stark rhythmisierten Sprache des Textes schlägt Katharina Ernst den Beat auf einem Schlagzeug, das mitten auf der Bühne steht, die eine Autobahnraststätte darstellen soll. Die ist kein Ziel, eher Unort eines zeitlosen Dazwischen. Hier herrscht im doppelten Wortsinn das Verderben in Form gammelnder Bratwürste und wartender Körper, denen das Verfallsdatum bereits auf der Stirn geschrieben steht. Nur wer in Bewegung ist, vergammelt nicht. Die „Bremsbelegschaft“ aus der Spur Geworfener besteht hier neben dem liegengebliebenen Fernfahrer aus dem nach einer Systematik in den häufig auftretenden Schadensereignissen suchenden Versicherungsvertreter Rolf (Tino Hillebrand) mit einem Aktenkoffer voller Wunden, der geheimnisvollen, ein schnelles Sport-Coupé fahrenden Filmschauspielerin Jayne (Frida-Lovisa Hamann) und der Raststättenkellnerin Beate (Dorothee Hartinger) mit Hang zum Skurrilen. Ihre Arbeitsstätte liegt am früheren Ort des Elternhauses. Die Autobahn durchteilt nicht nur ihr ehemaliges Kinderzimmer, sondern mittlerweile auch ihr Leben.

(c) Deutsches Theater Berlin

(c) Deutsches Theater Berlin

Autor Schmalz betrachtet in seiner sprachspielerischen Autobahnverwurstung die im Schneller und Weiter Gescheiterten wie verkehrstechnische Totalschäden. Lauter Individuen im tiefgefrorenen Wachkoma, für die der Gefühlsstau des grauen Alltags nur über den Unfall aus dem Normalfall führt. Am Rande der Todeskurve kollidieren die „verdellten Körper“ in der Knautschzone „Ich“ und brechen auf wie gecrashte Autos. Ein Ausbruch aus der eingefahrenen Ordnung und Konserve ihrer selbst. Auch wenn es hier und da etwas zu sehr jeline(c)kisch kalauert, hat Ferdinand Schmalz eine philosophisch recht unterhaltsame Bestandsaufnahme des in der Schnelllebigkeit unserer Zeit orientierungslos gewordenen, traumatisierten Menschen geschaffen. Regisseurin Carina Riedl choreografiert diesen Versuch zwischenmenschlicher Verkehrsanbahnung als Sprachtanz mit trommelndem Herzschlagbeat. Nach finalem Schrei und Knall regt sich wieder was unter dem Asphalt, der Haut der Straße. Und wenn es nur Verkehrsschildkröten sind. Fortsetzung erbeten.

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Dosenfleisch
von Ferdinand Schmalz
Regie: Carina Riedl, Bühne: Fatima Sonntag, Kostüme: Dagmar Bald, Musik: Arthur Fussy, Licht: Norbert Gottwald, Dramaturgie: Amely Joana Haag
Mit: Frida-Lovisa Hamann, Katharina Ernst, Daniel Jesch, Tino Hillebrand, Dorothee Hartinger
Uraufführung vom 13. Juni 2015 im Deutsches Theater Berlin
Koproduktion mit dem Burgtheater Wien
Premiere dort am 18.09.2015 im Kasino am Schwarzenbergplatz
Dauer: 75 Minuten

Infos: http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_repertoire_2014_2015/dosenfleisch/

Zuerst erschienen am 16.06.2015 auf Kultura-Extra.

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Innehalten! Gegen Überproduktion und Dramatiker-Burnout bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin und den Mülheimer Theatertagen 2014

Donnerstag, Juni 26th, 2014

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Zum Innehalten! forderte Alleinjuror und Theaterkritiker Till Briegleb die Besucher der Autorentheatertage 2014 am Deutschen Theater Berlin auf. Für die diesjährige Ausgabe konnten keine neuen Stücke für die Lange Nacht der Autoren eingereicht werden. Briegleb hat sich ganz in Ruhe auf Rückschau verlegt. Ob das Theater heute tatsächlich einem alles aufsaugenden Tampon gleicht, mit dem man reiten, schwimmen und radfahren kann – den alten o.b.-Witz brachte der Kritiker Briegleb in einer Rede zur Eröffnung der ATT – sei mal dahin gestellt. Sicher ist, dass sich das deutschsprachige Theater, dem Druck um Aktualität und Attraktivität Rechnung tragend, wilden Aktionismus und Betriebsamkeit vortäuschend, um sich selbst dreht und dabei den Blick für das Wesentliche wie Qualität und nachhaltige Entwicklung von Schreibtalenten immer mehr verliert. Und aufsaugen sollte es dabei eben nicht nur alles aus sich selbst heraus kommende – um mal beim unappetitlichen Vergleich zu bleiben – sondern neben dem ständigen Drang zur Innovation auch ein Auge auf die Fehlentwicklungen der uns umgebenden Gesellschaft haben. Das Überköcheln des eigenen Betriebssüppchen, das in den aktuellen Klassikerinszenierungen die Selbstreflexion fast schon zum Gebot erhebt, weicht hier der Besinnung auf, wenn man so will, ganz konservative Werte wie Geduld, Ausdauer und Können. Der Autor, alles begierig um sich herum einsaugend, um es in Text und im besten Falle zu Kunst zu verarbeiten, im Zentrum eines Theaterbetriebs, der ihn als wichtigen Mittler zwischen Innen und Außen wieder selbst zum Schrittgeber der Produktion von Dramatik werden lässt.

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…bei den Autorentheatertagen 2014 am Deutschen Theater Berlin – Foto: St. B.

Das Augenmerk der Autorentheatertage 2014 lag also wie schon in den letzten Jahren nicht allein im Privaten (2012: Sei nicht du selbst! 2013: Das Weite suchen!), sondern durchaus im Allgemeingesellschaftlichen und somit auch im Politischen. Das deutlich abgespeckte Programm bot dann auch neben einem Wiedersehen mit dem Regisseur der nachhaltigen Entschleunigung Christoph Marthaler (Das Weisse vom Ei) einiges zum Innehalten und Nachdenken, wie z.B. Stephan Kimmigs locker rockende, dabei allerdings nicht besonders tiefgehende Neuinszenierung des 2003 uraufgeführten Stücks Tag der weißen Blume des russischen Dramatikers Farid Nagim, das historische Ereignisse der 1920er Jahre auf der Krim mit den heutigen Verhältnissen in Russland kurzschließt. Oder die von den Historikern Sönke Neitzel und Harald Welzer zusammengestellten Abhörprotokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben, die Regisseur Thomas Dannemann in Hannover zu seiner Inszenierung Soldaten verdichtete. (Das hatten wir eigentlich im Kontext von Volker Löschs Draußen vor der Tür-Inszenierung an der Berliner Schaubühne schon interessanter gesehen.) Luc Percevals Hamburger Inszenierung seiner Antikriegspolyphonie Front erinnerte dann noch mit Texten von Erich Maria Remarque und Henri Barbusse an den 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs.

Autor/Regisseur Kevin Rittberger deutete mit seinem plebs coriolan, einem Auftragswerk in Eigenregie für das Schauspielhaus Wien, den klassischen Coriolanusstoff von Shakespeare in einen Umverteilungskampf Besitzloser gegen die Wahrer des privaten Besitzstands um. Ein bisweilen spaßiges Unterfangen, das die Domestiken einer Dame aus reichem Hause und deren Unterstützer beim Versuch des sogenannten „Aushegens“ und wieder Einverleibens der in Teilen freiwillig übergebenen Güter in kollektiven Besitz zeigt. Es scheitert allerdings wiedermal etwas banal an der Gewalt(en)frage und dem kollektiven Unvermögen die Utopie des Endes vom Eigentum in die Tat umzusetzen. Der eigene Hang zum kleinen Privatbesitz schlägt dem zunächst noch recht unorthodox handelnden plebs allerdings schnell ein Schnippchen, genau wie der eiserne Wille eines wunderbar zynisch monologisierenden Notars, Alt- und Bewahrenswertes mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen. So zeigt man sich seine Wunden – das einzige, was das Stück recht ironisch aus dem Shakespearstoff übernommen hat – kommt aber leider über ziemlich unkonkretes Theoriegewaber nicht hinaus.

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Aber vor allem gab es wieder die Gelegenheit einige der Anwärter für den Mülheimer Dramatikerpreis 2014 im direkten Vergleich zu begutachten. Fast wie zufällig standen dann auch die beiden Stücke, die es in Mülheim in die Endrunde geschafft hatten, kurz hintereinander auf dem Spielplan der ATT. Und unterschiedlicher können zwei Theaterstücke und -philosophien kaum sein. In Gasoline Bill, vom Diskursschleifer und Stückwerkphilosophen René Pollesch an den Münchner Kammerspielen inszeniert, kämpfen sich die Schauspieler mal wieder durch Texte der Art: „Ich habe mit Greenpeace zwei Delfine gerettet und werde immer trauriger.“ oder „Ich habe eine Doppelhaushälfte gekauft… Wo ist die andere Hälfte vom Haus?“ Die Fragen der Darsteller zielen dabei aber nicht einfach nur auf banale Probleme wie dem des allgemeinen Helfersyndroms oder der Sinnlosigkeit von sexuellen Paarbeziehungen. Der Grund dessen, weswegen sie eigentlich hier sind, ist das allseits bekannte Spiel René Pollesch‘, das man im weitesten Sinne ein Essenzmemory seiner momentanen, meist höchst philosophischen Lektüre bezeichnen kann.

Wie schon in seinem letzten Stück an den Münchner Kammerspielen Eure ganz großen Themen sind weg! geht es dann aber trotzdem auch wieder genau darum. Diesmal tummeln sich im Cowboyoutfit Katja Bürkle, Benny Claessens sowie die Pollesch-Newcomer Sandra Hüller und Kristof Van Boven vor einem nach einer Seite offenen, von Bert Neumann aus Holzlatten zusammengezimmerten Westernsaloon. Gleich einer Zigarettenpause im Büro wird im gemeinsamen Smalltalk zunächst der allgemeine Themenrahmen abgesteckt. Einer der Orte (neben dem Theater) wo  noch wirklich die ganz großen Themen unter Gleichgesinnten verhandelt werden. Hier treten aber auch auf schönste Weise die Diskrepanzen zu Tage, zwischen gelebtem Alltag und der Vorstellung dessen, was man sich idealer Weise immer so vornimmt. Die Kluft zwischen Wollen und Tun geht bekanntlich oft weit auseinander. Dazu kommt der Terror von Mitmenschen umgeben zu sein, die uns mit ihrer Anwesenheit belasten. Sogenannten toxischen Subjekten (nach Slavoj Zizek), die ständig unsere Tolernanz herausfordern, und unser Menschrecht auf Abstand gefährden.

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Beifall am DT für Gasoline BillFoto: St. B.

Der Wunsch nach Entlastung und Erlösung aus diesem Zustand (z.B. durch so „lässig coole Kapitalistenschweine“ wie Steve Jobs) dringt dabei bis auf die Theaterbühne vor. Wir delegieren, um nicht zu verzweifeln, unsere Emotionen das Elend der Welt betreffend an den Schauspieler, und können so wieder über die eigenen, alltäglichen Probleme nachdenken, z.B. wo man seinen Füller verlegt hat. Um das dem Schauspieler nun auch zu ermöglichen, wirft Benny Claessens schließlich einfach das Textbuch ins Holzhaus und die Entlastungs-Gebetsmühle an. Das Haus dreht sich und im diskursives Matratzenlager auf weichem, unsicheren Boden treffen Siegmund Freud und TV-Seelenversteher Domian auf Sandra Bullock in Gravity allein im All. Vom Band schmettern die Beasty Boys Party und Sabotage und ein Proust-Zusammenfassungs-Wettbewerb Auf der Suche nach der verlorenen Zeit wird in Abendgarderobe zelebriert. Max Webers Erlösungstheorien über soziales Handeln kulminieren in der Enttäuschung eines Afrikahelfers über den Undank der Betroffenen.

Unsere vier Rampen-Hillbillys tanzen und rennen gegen die wachsende Bedeutungsmanie des modernen Theaters bei gleichzeitig um sich greifender Begriffsresistenz an. Dabei schlägt man sich selbstredend auch den Kopf beim Versuch ganz weit offene Türen einzurennen, wo gar keine sind. Obwohl die offensichtliche Salonschwingtür das problemlos in beide Richtungen zuließe. Sandra Hüller präsentiert den Slapstick als letzte Rettung aus der Repräsentationsmisere. Last Chance verheißt die Vorderfront der einsamen Doppelhaushälfte, Keep Out! steht auf der Rückseite. Einstieg und Ausweg in einem – ein Witz der ein ums andere Mal ins Leere läuft, sein Ziel aber dennoch nicht ganz verfehlt. Von Sigmund Freud (Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten) über Jacques Lacan (Die Ethik der Psychoanalyse) bis zu Robert Pfaller (Die Illusionen der anderen: Über das Lustprinzip in der Kultur) ein vergnüglich um sich selbst rotierender Ausflug durch mehr als 100 Jahre Psychoanalyse und trotz allem auch ein Beitrag zum Innehalten und darüber Nachdenken, ob es tatsächlich immer so weitergehen muss, wie bisher.

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Eher ein Fall für den Kinderpsychologen scheint dagegen das Mülheimer Gewinnerstück Und dann des jungen Leipziger Dramatikers Wolfram Höll. Es brachte dem Autor Einladungen zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens und zum Heidelberger Stückemarkt 2012 sowie die Verleihung diverser Preise ein. Ähnlich der von Bert Neumann gestalteten Diskursbretterbude in Polleschs Gasoline Bill steht hier ein Lattengerüst mit Sperrholzbeplankung auf der Bühne (entworfen inkl. der Kostüme von Andreas Auerbach), die von den vier Leipziger Schauspielern Wenzel Banneyer, Daniela Keckeis, Heiner Kock und Markus Lerch in Buratino-Kostümen (die russische Variante des italienischen Pinocchios) mit großen Köpfen, langen Nasen und kurzen Hosen bevölkert wird. Die bildliche Imitation der Sichtweise eines Sechsjährigen, der noch nicht anders als in solch kindlichen Bildern und sich wiederholender, rhythmischer Kurzsatzsprache erfassen kann, was da gerade mit ihm und der ihn umgebenden Welt passiert.

Und dann (UA) Foto © Rolf Arnold

Und dann (UA)
Foto © Rolf Arnold

Vom Videobildschirm klingt es bereits beim Einlass im Dauerloop: „ein Vater, zwei Kinder, drei Verlierlinge, eine Mauer, die keine mehr ist“. Familiäre und systemumwälzende deutsch-deutsche Gletscherverschiebungen mit nach sich ziehender Geschichtseinebnung haben die beiden Brüder und ihren Vater wie drei eiszeitliche Findlinge in den Schluchten der Plattenbauten zurückgelassen. Das plötzliche Fehlen der Mutter, die Wende und langsame Zerrüttung der verbliebenen Rumpffamilie in einem randstädtischen, vermutlich Leipziger Plattenbau sind die Eckpfeiler einer Geschichte über Verlorenheit und Verlustschmerz. Die „Verlierlinge“ stehen hier als Sinnbild menschlich-tektonischer Verwerfungen in Zeiten des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs.

Die Perspektive des Kindes zu wählen, erweist sich dabei als sprachlich interessanter Kunstgriff. Autor Höll tauscht damit ganz bewusst die Ebene des erwachsenen, allwissenden Erzählens gegen eine lückenhaft kindliche Erinnerung des Nichtverstehenkönnens. Diese Erinnerungssplitter rekapitulieren in kurzen Momentaufnahmen ein aus den Fugen geratendes Weltbild einer versehrten Kleinfamilie. Mittels Projektionen und Sprachbildern vermittelt der Text Stimmungen wie Aufbruch und Hoffnung oder Ängste und Wut. Die rhythmisierte Sprachmelodie mit der bindenden Aufzählungsformel „Und dann…“ lässt den Text fast strophenhaft klingen, was die Inszenierung von Claudia Bauer auch in kleinen repetitiven Sangeseinlagen aufnimmt. Text und Inszenierung verbinden sich dabei trotz der gewollten Künstlichkeit zu einem virtuosen Ganzen.

Das Erinnern funktioniert hier über alte Familienfilme, die mittels eines Videoprojektors das Bild der verlorenen Mutter für das Kind wiederbeleben und überdimensional an die betonsteinharten Häuserwände der Plattenbauten werfen. Der beruflich gescheiterte Vater, in den Vorstellungen des Kindes in einem großen Haus, ein Hausriese, ganz weit oben, verschanzt sich nun mehr in die eigenen engen Wände das Plattenbaus an seinem Funkgerät horchend, das für den Sohn die unbegreifliche Weite und Verbindung zur Welt darstellt. Ein geheimnisvoller „Würfelmittausendstimmendrinnen“, der sich nach seinem Verstummen in den vielen Fernsehgeräten der umliegenden Plattenbauten draußen wiederspiegelt.

Und dann (UA) mit Heiner Kock, Daniela Keckeis, Markus Lerch - Foto © Rolf Arnold

Und dann (UA) mit Heiner Kock, Daniela Keckeis, Markus Lerch – Foto © Rolf Arnold

Die Wende wiederum spiegelt sich in den Augen des Jungen z.B. über die plötzliche Wandlung der einstigen „Panzerparadenlangenstraße“ zur „Jedentagwagenparadenstraße“ der Westwagen, die er aufmerksam beobachtet. Die einen Russen gehen, damit die anderen Russen (nun Spätaussiedler) mit ihren Koffern kommen können. Immer mit gleicher, bildlicher „Vatermutterkindkiste“. Diese Metaphern und Projektionen kindlicher Phantasie bestimmen Hölls Stück über weite Strecken, bis sie immer kleiner werden und in den Händen des Kindes fast verschwinden. Das langsame Verlöschen der Erinnerung und das Warten auf einen neuen Gletscher, der die Geschichte weiter überscheiben wird, schließen das Stück, lassen es aber auch im Bild der drei Findlinge/Verlierlinge im Hof der Plattenbauten weitgehend offen.

Das Innehalten am Ende kommt hier aber eher einem Verharren in einer sich auf der Stelle drehenden Zeitschleife gleich. Zusammen mit dem ebenfalls nach Mülheim eingeladenen Stück am beispiel der butter des österreichischen Dramatikers Ferdinand Schmalz bewies das Schauspiel Leipzig unter dem neuen Intendanten Enrico Lübbe trotz Erfolgsdruck und damit verbundenem nicht immer künstlerisch überzeugendem Hochdruck auf der großen Bühne ein gutes Händchen für kleinere Produktionen an den Nebenspielstätten.

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Dem Vorwurf der Überproduktion von Stücken und dem gezielten Burnout junger Schreibtalente wehte allerdings auch etwas Widerspruch entgegen. Der Dramaturg und ehemalige Theaterkritiker Roland Koberg formulierte in seinem Hätte-wäre-Gedanken auf dem ATT-Blog die Behauptung „Mehr Stücke sind mehr.“ „Die bei Juroren beliebte Hypothese, das Theater werde besser, wenn weniger Dramatiker weniger Stücke mit mehr Qualität schreiben, gehört ins Reich der Phantasie. Nicht weniger ist mehr. Mehr ist mehr.“ Ein Plädoyer für mehr Mut der Autoren zum Stückeschreiben. Etwas anderes hätte man wohl auch kaum erwarten können, obwohl seit einiger Zeit selbst Dramaturgen wie Bernd Stegemann von der Berliner Schaubühne den Sinn der Überproduktion an den großen Häusern in Frage stellen. Er sieht das durchaus in einem größeren Zusammenhang: „Die ständig wachsende Zahl an neuen, von einer Theaterleitung erfundenen Produktionen verkehrt die Druckverhältnisse, die bisher von den Forderungen der Regisseure auf die Institutionen ausgingen. Kürzere Probenzeiten, höhere Aufführungsschlagzahl, kleinere Ensembles und Ausstattungsetats stellen den Regisseur vor Anforderungen, die wieder an die Anfänge seines Berufs erinnern.“ stellte er bereits 2011 in einem Interview mit der Berliner Zeitung fest. Das alles diene letztendlich nur „dem Beschleunigungswillen des Kapitals und der Entsolidarisierung der um dieses Kapital kämpfenden Individuen“. Das Ende der Fahnenstange in Bezug auf die Selbstausbeutung im künstlerischen Theaterbetrieb scheint da durchaus erreicht.

Foto: St. B.

Sind mehr Stücke wirklich gleich mehr? Dramenbaustelle ATT am DT – Foto: St. B.

Diesen Selbstoptimierungswahn gepaart mit einem endlos gesteigerten Leistungsdruck beschreibt in Teilen auch sehr schön eine Produktion des Deutschen Theaters, die ebenfalls nach Mülheim eingeladen war, dort beim Publikum gut ankam, auf den Autorentheatertagen allerdings nicht vertreten war und auf dem Spielplan des DT unerklärlicher Weise selten zu finden ist. In Alltag & Ekstase, einem modernen Sittenbild von Autorin Rebekka Kricheldorf, wird anhand dreier Generationen einer deutschen Durchschnitts-Familie ironisch der alltägliche Druck zum fast schon pathologischen Drang Ich-bezogenen Dauerin- und –outputs beschrieben. Und nach dem Motto: Lass es raus! hat dann hier auch jeder sein eigenes Lang- bzw. auch mal Kurzzeitprojekt am laufen. Vor allem Hauptprotagonist Janne (Jannek Petri) mit gescheiterter Ehe und geschiedenen Eltern, schlechtem Sex und kindischen Angewohnheiten wird hier zwischen seinen selbstfindungsbewussten Nahverwandten aufgerieben.

Wesentlich einfacher macht es sich da der japanische Intimfreund des Vaters, der Spaß, Job und Familie zu trennen weiß, die tägliche Leistungsoptimierung kurzerhand daheim lässt und zum Triebabbau bei völkisch ritualisierten Vergnügungen einfach nach Deutschland kommt. Vom Vater zur unfreiwilligen Eventbetreuung abgestellt, erlebt Janne schließlich eine Initialzündung zwischen gemeinschaftsbildendem Oktoberfest sowie naturnahem und körperbetontem Karnevalsritual, bei dem dann auch für ihn alles irgendwie in Ordnung zu kommen scheint, so lange Bier und Wurst ökologisch korrekter Herkunft sind. Da ist zum Ende des Stücks hin der bisher stoisch in der Ecke an eins der gescheiterten Projekte gemahnende Nachwuchs River aber bereits auf der Flucht vor den Erzeugern nach Nepal. Und irgendwie ist die Geschichte da auch wieder am Anfang angekommen. Der Beginn des Kreislaufs in der Hölle der Ich-Findung. Also doch lieber Innehalten? Mit dem Ausblick auf ein irgendwie gestaltetes Theaternirwana vielleicht keine schlechte Idee. Rebekka Kricheldorf wird jedenfalls in der kommenden Spielzeit ans Deutsche Theater zurückkehren, wie auch die nächsten Autorentheatertage nebst dem dazugehörigen neuen Motto.

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plebs coriolan
von Kevin Rittberger
Uraufführung
Regie: Kevin Rittberger, Bühne/Kostüm: Janina Brinkmann, Musik: Kira Kira.
Mit: Hanna Eichel, Barbara Horvath, Steffen Höld, Gideon Maoz, Myriam Schröder, Thiemo Strutzenberger.
Dauer: 1 Stunde, 50 Minuten, keine Pause

Weitere Infos: http://www.schauspielhaus.at/

Gasoline Bill
von René Pollesch
Regie: René Pollesch, Bühne: Bert Neumann, Kostüme: Nina von Mechow, Dramaturgie: Tobias Staab.
Mit: Katja Bürkle, Sandra Hüller, Benny Claessens, Kristof van Boven.
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

Weitere Infos: www.muenchner-kammerspiele.de

Und dann (UA)
von Wolfram Höll
Regie: Claudia Bauer, Musik: Peer Baierlein, Bühne und Kostüme: Andreas Auerbach, Dramaturgie: Matthias Huber / Esther Holland-Merten.
Mit: Wenzel Banneyer, Daniela Keckeis, Heiner Kock, Markus Lerch.
Dauer: 1 Stunde 10 Minuten, keine Pause

Weitere Infos: www.schauspiel-leipzig.de

Alltag und Ekstase. Ein Sittenbild (UA)
Von Rebekka Kricheldorf
Regie: Daniela Löffner, Bühne: Claudia Kalinski, Kostüme: Sabin Thoss, Dramaturgie: Ulrich Beck.
Mit: Jannek Petri, Harald Baumgartner, Judith Hofmann, Thomas Schumacher, Franziska Machens, Nermina Jovanovic/Zoë Seelig.
Dauer: 2 Stunden, keine Pause

Weitere Infos: http://www.deutschestheater.de/

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Gut geschmiert – „am beispiel der butter“, das Gewinnerstück des Retzhofer Dramapreises 2013 von Ferdinand Schmalz, wurde von Cilli Drexel am Schauspiel Leipzig uraufgeführt.

Donnerstag, März 6th, 2014

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Deine Heimat… Deine Milch! So steht es in großen Lettern über der Szenerie in der kleinen Spielstätte Diskothek hoch oben unterm Dach des Schauspiels Leipzig. Hier wurde jetzt das Gewinnerstück des Retzhofer Dramapreises 2013 am beispiel der butter des jungen österreichischen Autors Ferdinand Schmalz uraufgeführt.

am beispiel der butter - Wenzel Banneyer, Ulrich Brandhoff (Projektion), Runa Pernoda Schaefer (Projektion), André Willmund © Rolf Arnold

am beispiel der butter – Wenzel Banneyer, Ulrich Brandhoff (Projektion), Runa Pernoda Schaefer (Projektion), André Willmund. Foto © Rolf Arnold

In einem kleinen Hochalm-Ort mit angeschlossenem Molkereibetrieb, viel Sonne und Fleischbergen glücklicher Kühe sitzt die Belegschaft am liebsten beim kleinen Frühstück für Champions in der Bahnhofsreste und lässt sich von der Betreiberin Jenny (Henriette Cejpek) einen Klaren nach dem anderen einschenken. Jenny, deren innere Prinzessin schon vor Jahren ganz unbemerkt gegen die Wand gefahren ist, hält gut mit und verschmilzt ansonsten abends daheim mit dem Sofa vor dem Fernseher. Was ihren Stielaugen entgeht, sieht der Hans von der Staatsgewalt und weiß es zu berichten. Am Stammtisch spitzen der Hans und der Huber es dann gemeinsam auf einen Namen zu. Sie haben einen Riecher, wenn irgendwo was sauer wird.

Vor allem ist dem Hans der Futterer-Adi (Ulrich Brandhoff ) nicht geheuer. Wer anderen seinen Mitarbeiter-Jogurt löffelweise in den Mund hineinschiebt, steht außerhalb der Norm. Und was die Norm ist, bestimmen Hans und Huber. Der verhinderte Gesetzeshüter Hans (André Willmund) träumt davon, sein Hobby zum Beruf zu machen, das er gezwungenermaßen derweil noch im Keller ausübt. Der Huber (Wenzel Banneyer) vom Management vertritt die Marketingidee von einem reinen unschuldigen Weiß und sieht sein kantiges Profilgesicht am liebsten in High Definition. Im Herz der Milch sind fremde Kulturen nur Keime, die die Reinheit gefährden. Darum muss der Abtrünnige wieder zurück in die Form gebracht werden. Nein, von so einem wie dem Adi will man sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.

Der Text des jungen Dramatikers Schmalz (ein Künstlername, wie er betont) ist voll von diesen Milch- und Buttermetaphern. Parallelen lassen sich auch zu den Kalauereien einer Elfriede Jelinek oder zur besonderen Sprachmelodie der Texte des Dramatikerkollegen Ewald Palmetshofer ziehen. Schmalz‘ Butterparabel steht aber nicht nur für einen gewissen Hang zum Sprachwitz, sondern auch für eine philosophisch angehauchte Betrachtungsweise menschlichen Denkens und Handels. Der natürlich reine Ausgangsstoff für das Endprodukt Butter sowie der Produktionsprozess der Butterwerdung selbst – beeinflusst durch die äußeren Gegebenheiten wie Sonne, Alm und Kuh – werden auf interessante Weise ins Verhältnis zum menschlichen Entwicklungsprozess gestellt. Lebende Beispiele dafür sind die einzelnen Protagonisten des Stücks.

Die durch die tristen Lebensumstände deformierte und in Trägheit erstarrte Masse – jeder äußere Einfluss hinterlässt in ihnen Erinnerungsabdrücke wie in einem Stück Butter – findet in der Ausnahme Adi wieder die Bestätigung ihrer Regel. Dem hält dieser Naturbursche in einem Monolog über die Butter die Möglichkeit einer Idee außerhalb der eingepressten Narben entgegen. Neue Ereignisräume will Adi schaffen, nicht einfach nur funktionieren, nicht immer nur erinnern. „Wann kalbt mein Butterich?“ fragt er sich. Karina (Runa Pernoda Schaefer), die neue Molkereimitarbeiterin, fühlt sich innerlich leer, als Unform ins Leben gestürzt. Gemeinsam mit Adi träumt sie von einer neuen Geste der Hoffnung in Form einer menschengroßen geballten Butterfaust.

am beispiel der butter - Henriette Cejpek, Ulrich Brandhoff, Wenzel Banneyer, André Willmund, Runa Pernoda Schaefer © Rolf Arnold

am beispiel der butter – Henriette Cejpek, Ulrich Brandhoff, Wenzel Banneyer, André Willmund, Runa Pernoda Schaefer Foto © Rolf Arnold

Ein kurzes Aufschäumen von Veränderung durchzieht die kleine Welt der Butterberge, bis der Hans den Ausnahmezustand erklärt und die Staatsgewalt mittels Buttersäure in Form von Liquid Ecstasy wieder ins Recht setzt. Das böse Erwachen erfolgt im für österreichische Verhältnisse unerlässlichen, hier weiß gefliesten Keller. Die Inszenierung von Cilli Drexel kommt bis dahin ohne übertriebene Regieeinfälle aus, lässt dem Text Raum sich zu entfalten und drängt sich nicht mit unnützem Aktualitätsfirlefanz auf. Gespielt wird in und vor einer nach vorn offenen Imbissbude mit Rollladen, auf dem Platz für einige Videoeinspielungen ist. Sparsam und passend auch der Musikeinsatz mit Neofolk von Ween („Drifter in the Dark“) oder auch mal einem Wiener Walzer.

Warum Schmalz sich beim Titel für sein Stück von dem wortgewaltigen amerikanischen Schriftsteller David Foster Wallace inspirieren ließ, erfährt man beim Einschub einer besonders poetisch gestalteten Fabel, die von den fünf Darstellern gemeinsam neben den Zuschauerreihen stehend vorgetragen wird. Die alte Geschichte der beiden Frösche, die in den Milchtopf fallen und nicht mehr hinauskommen. Während der eine in der Milch ersäuft, fängt der andere so schnell mit den Beinen an zu treten, dass die Milch zu Butter wird. Während bei Aesop der Frosch damit gerettet ist, greift Schmalz zur Analogie des bei lebendigem Leib ins siedende Fett geworfenen Lobsters aus Wallaces Essay Am Beispiel des Lobsters. Er lässt seinen Frosch beim Anblick der toten Fröschin solange weitertreten, bis durch seine Energie heißer Buttersud entsteht. Trotz eines schlagkräftigen Wutausbruchs gibt es gegen die Überdosis Wirklichkeit der Stammtischler für Adi und Karina kein Erwachen mehr aus dem Buttertraum.

Bei seinen Analogieüberlegungen standen Schmalz neben David Foster Wallace postmoderne Denker wie Giorgio Agamben, Jean Baudrillard u.a. Pate. Dass dabei kein Analog- sprich Kunstkäse herausgekommen ist, liegt einerseits an der leichten Nachvollziehbarkeit seiner Schilderungen sowie in ihrer verblüffenden Doppeldeutigkeit anderseits. Schmalz ergötzt sich nicht in der einfachen Feststellung, er denkt weiter. Vom gleichen Ursprung ausgehend gelangen seine Figuren zu ganz unterschiedlichen Ansichten. Damit ist ihm nicht nur eine kunstvolle Beschreibung der Krise des Menschen in der modernen kapitalistischen Gesellschaft gelungen, sondern auch eine kleine ironische Kritik an deren als alternativlos angesehenen Verhältnissen und ihrer scheinbaren Unabänderlichkeit. Cilli Drexel und ihre großartigen Darsteller übersetzen das in klare, wirkungsvolle Bilder. Kein butterweicher Seelenschmalz, sondern eine rundum gut geschmierte Story.

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NACHTRAG 07.03.14:

Wie heute bekannt wurde, ist am beispiel der butter von Ferdinand Schmalz für den  Mülheimer Dramatikerpreis (Mülheimer Theatertage: 17. Mai bis 7. Juni 2014) nominiert worden. Herzlichen Glückwunsch.

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am beispiel der butter (UA)
von Ferdinand Schmalz
Diskothek Schauspiel Leipzig (02.03.2014)
Regie: Cilli Drexel
Bühne: Timo von Kriegstein
Kostüme: Nicole Zielke
Licht: Veit-Rüdiger Griess
Dramaturgie: Julia Figdor.
Mit: Wenzel Banneyer, Ulrich Brandhoff, Henriette Cejpek, Runa Pernoda Schaefer, André Willmund.
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

Weitere Infos: http://www.schauspiel-leipzig.de/buehnen/diskothek/inszenierungen-az/am-beispiel-der-butter-ua/

Zuerst erschienen am 05.03.2014 auf Kultura-Extra.

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