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Zwischen engagierter Polititperformance, müdem Starevent und schrägem Musiktheater – Die Wiener Festwochen 2017

Dienstag, Juni 13th, 2017

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Agora – Ein politisches Mitmach-Projekt zum Thema Demokratie von Robert Misik bei den Wiener Festwochen

Eine Alternative zur Staatsform der Demokratie ist kaum denkbar, trotzdem wird nichts so sehr totgeredet sowie die politischen Aktionäre der etablierten Parteien als elitär und weltfremd verschrien. Der österreichische Journalist und Publizist Robert Misik hat deshalb im Rahmen der Wiener Festwochen 2017 ein Diskurs-Format mit dem Titel Agora ins Leben gerufen und liegt damit genau im Trend der Zeit und auch der neuerdings vorwiegend performativen Ausrichtung der Festwochen unter der Leitung des neuen Intendanten Tomas Zierhofer-Kin.

Misik ist kein Unbekannter im politischen Diskurs. Er ist seit den 1980er Jahren für die verschiedensten Printmedien und in Talkrunden politisch und kritisch in Deutschland und Österreich aktiv. Als großes Thema hat sich Misik die Frage „In was für einer Welt wollen wir leben?“ auf die Agenda seiner Agora geschrieben. Beratend zur Seite stand ihm dabei der Schweizer Recherche-Theatermacher Milo Rau, den er bei dessen 2013 durchgeführten Zürcher Prozessen gegen die rechtsnationale „Weltwoche“ kennengelernt hatte. Fake-News und falsche Statistiken zur Ausländerkriminalität sind noch immer ein Problem, mit dem die etablierte Politik zu kämpfen hat.

Robert Misik in Agora bei den Wiener Festwochen 2017
Foto (c) Luca Fuchs

In einem kabarettistischen Prolog werfen Simon Bauer, Steffen Link und Vassilissa Reznikoff vom Ensemble des Wiener Schauspielhauses einige Schlagworte und bekannte Ressentiments in die Runde. Ein kleiner Wutbürgerchor, der sich über Lügenpresse, Nazivorwürfe und die sogenannte Demokratie der oberen Eliten echauffiert. Das politische Establishment steht in der Kritik und hat mit Trump und Le Pen gefährliche Gegner bekommen, die mit ihren populistischen Ansagen dem Volk eine starke Haltung suggerieren. Allgemeiner Tenor: Das Volk wird nicht gehört. Aber wer ist überhaupt das Volk, und ist es nicht eher eine inhomogene Bevölkerung, von der wir hier sprechen?

Dazu hat Misik die Schauspieler mit Kamera und Mikro auch noch durch die Wiener Einkaufszentren geschickt. Von den Bezirken Favoriten, mit hohem Ausländeranteil, bis Neubau, wo die intellektuellen „Gutmenschen“ sich angeblich das Land schön reden, hat man dem sogenannten Volk aufs Maul geschaut. „In welchem Zustand befindet sich unser Land?“ lässt Misik dann auch fragen. Zum Thema Demokratie gehen da, wie zu erwarten, die Meinungen von „super“ bis „wenig vorhanden“ weit auseinander. Dem in der Agora anwesenden Publikum, das hier nicht nur konsumieren sondern mitgestalten soll, will Misik also einen Diskursraum bieten, den er wie ein Parlament gestaltet. Auf einem Podium sitzen einige geladene Experten, mit dem Psychoanalytiker August Ruhs gibt es einen seriös-gesetzten Präsidenten, und Stefan Petzner, der Ex-BZÖ-Politiker, Ex-PR-Berater und ehemalige „Lebensmensch“ von Jörg Haider darf den smarten Spin-Doctor spielen.

Wer nun aus dem Publikum heraus etwas sagen will, muss zu einer Markierung am Boden gehen und bekommt dann drei Minuten Redezeit an einem Pult in der Mitte des Präsidiums. Geübter Frontalunterricht in Sachen Demokratie also. Dass sich ein solcher Abend nicht im Beliebigen verfängt, braucht es natürlich einen entsprechenden Trigger. Einerseits gibt Misik eine Art Beipackzettel mit Fragen im Programmheft vor, anderseits bringt er in diesem Fall mit dem österreichischen Gewerkschafter Willi Memyi einen Mann vom Fach, der über die Schwierigkeiten einen Betriebsrat zu gründen und die kreative Bauernschläue von Waldviertlern gegen ein geplantes Nazikonzert berichtet. Für den Gewerkschaftsmann besteht gelebte Demokratie vor allem Engagement und Kreativität. Zudem beklagt er die fehlende öffentliche Empörung bei Arbeitgeberwillkür.

 

Agora bei den Wiener Festwochen 2017 – Foto (c) Luca Fuchs

 

Durchaus provokant wirken auch die Einwürfe der geladenen Journalistin und Politaktivistin Livia Klingl. Allerdings hilft das am Anfang nicht viel. Wie fast immer will niemand der Erste sein. Erst nachdem diese Schwelle durchbrochen ist, indem eine Österreicherin die allgemeine Machtlosigkeit moniert und eine deutsche Lehrerin von der Mitbestimmung im Kleinen eines Klassenrats spricht und die Rücknahme politischer Entscheidungen nach Wahlen beklagt, ist unter dem Publikum kaum noch ein Halten. Das führt dann irgendwann sogar dazu, dass Misik sein strenges Redregime etwas aufweicht und sich damit für einige jugendliche Diskursler sogar der Frage stellt, ob nicht schon diese hierarchische Sitzordnung das Problem darstellt, worauf sich das Präsidium ins Parlament auflöst.

Auffallend häufig wird am Abend über Bildung und Bildungssysteme gesprochen, von Wien über Baden-Württemberg bis nach Südtirol. Auch einige Schweizer sind anwesend. Deutschsprachig gesehen ähneln sich die angesprochenen Probleme durchaus, auch wenn am Beispiel selbstherrlicher Landeshauptmänner immer auch etwas österreichlastig bleibt. Allerdings wird die Diskussionsrunde auch nie wirkliche konkret. Die Frage nach der Chancengleichheit und der Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen direkter Demokratie oder außerparlamentarischer Aktionen beherrschen die Redebeiträge aus dem Publikum. Der gleichberechtigte Diskurs auf Augenhöhe scheint da fast wichtiger als die eigentlichen Themen, von denen sich manche sogar überfordert fühlen.

Im Grunde liegt genau in der Verselbständigung des Abends der Reiz wie auch der Fluch der Sache. „Demokratie ist verletzlich“, schreibt Misik auf einen der Zettel, die er fast als einzige Kommentare seinerseits immer wieder in die Kamera vor seinem Platz hält. Das sagt letztendlich mehr als jeder Versuch, das vage Staatsmodel Demokratie schlüssig erklären zu wollen. In einem Prolog der Schauspielabteilung des Wiener Schauspielhauses wird das dann allerdings noch einmal versucht. Aber kann man Demokratie erlernen? Eine Frage, die obsoleter kaum sein kann. Nicht dass es solche Diskussionsrunden am Theater nicht schon gäbe, man denke nur an die Reihen „Streitraum“ oder „Streit ums Politische“ an der Berliner Schaubühne. Allerdings hat dabei kaum jemand versucht, den Ball so direkt ins Publikum zu spielen. Dumm ist das nicht. Misik hat es im Schauspielhaus vorgemacht. Andere Theater werden mit Sicherheit folgen.

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Agora, UA (Schauspielhaus Wien, 31.05.2017)
ein Projekt von Robert Misik
Realisation: Robert Misik
Konzeptionelle Mitarbeit: Milo Rau
Bühne: Michael Zerz
Kostüme: Mirjam Ruschka
Dramaturgie: Tobias Schuster
Regieassistenz: Gabriel Zschache
Coach: August Ruhs, Psychiater und Psychoanalytiker
Spin-Doctor: Stefan Petzner, PR-Berater, ehemals Politiker
Mit: Simon Bauer, Steffen Link, Robert Misik, Vassilissa Reznikoff & Gästen aus Publizistik, Politik und Gesellschaft
Gäste am 31.05.2017:
Input: Willi Mernyi, Bundesgeschäftsführer der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter*innen
Bernhard Damisch, Jugendarbeiter
Can Gülcü, Kulturschaffender und Aktivist
Livia Klingl, Journalistin und Autorin
Eine Produktion des Schauspielhauses Wien in Kooperation mit den Wiener Festwochen
Die Premiere war am 29.05.2017 im Schauspielhaus Wien
Weitere Termine bei den Festwochen noch bis 14.06.2017

Weitere Infos unter: http://www.schauspielhaus.at/

Zuerst erschienen am 02.06.2017 auf Kultura-Extra.

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Obsession – Ivo van Hoves Visconti-Adaption mit dem britischen Hollywoodstar Jude Law kann auf den Wiener Festwochen künstlerisch wenig überzeugen

Viel namenlose Performance gegen einen Film- und Bühnenstar in einer der wenigen konventionellen Sprechtheaterinszenierungen bei den Wiener Festwochen. Da enttäuscht es doch etwas, wenn gerade die mit dem britischen Schauspieler Jude Law auftrumpfende und der Toneelgroep Amsterdam sowie dem Londoner Barbican Theatre koproduzierte Inszenierung Obsession in der Regie des auch in Deutschland nicht ganz unbekannten Holländers Ivo van Hove die künstlerischen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Das lag sicher nicht am durchaus bühnenerprobten Hollywoodstar, zeigt aber, dass der Einsatz von Publikumsmagneten noch kein Garant für gutes Theater ist, auch wenn es die Zuschauer zuhauf in die Aufführungen im Wiener Museumsquartier zog.

 

Obsession bei den Wiener Festwochen 2017
Foto (c) Jan Versweyveld

 

Der Roman The Postman Always Rings Twice (Wenn der Postmann zweimal klingelt), 1934 vom US-amerikanischen Krimiautor James M. Cain geschrieben, ist mehrfach für das Kino adaptiert worden. Ivo van Hove hat sich für seine Bühnenfassung das Regiedebüt des italienischen Regisseurs Luchino Visconti ausgesucht. Ossessione (Besessenheit) weicht am weitesten vom Krimiplot Cains ab und verlegt die Handlung ins faschistische Italien des Jahres 1942. Der Film wird daher auch als die Geburtsstunde des italienischen Neorealismus bezeichnet. Diesen Realismus gibt Ivo van Hove zu Gunsten eines unbestimmten, sterilen Bühnensettings auf. Nicht die zeitliche oder gesellschaftliche Verortung ist für den Regisseur interessant, sondern die rein zwischenmenschlichen Gefühle, die er für falsch und kalt hält, wie die leere, mit grauen Wänden umrahmte Bühne von Jan Versweyveld.

Zu Beginn steht Gijs Scholten van Aschat als älterer Werkstattbesitzer Joseph an einem vom Schnürboden hängenden Motor und bastelt daran herum, während Halina Reijn als seine junge Frau Hanna von einem Tresen aus zusieht. Jud Law als Landstreicher Gino spielt im Hintergrund Mundharmonika und später im Unterhemd mit seinen Muskeln, wenn er den Motor und die Wasserpumpe des kurz abwesenden Hausherrn repariert. Ein Blick zu Hanna reicht, und es knistert hörbar. Die Leidenschaft scheint sofort entfacht. Der Sex wirkt etwas ungelenk wie das prompte Versprechen der Liebe, das Gino Hanna gibt. Viele der Szenen erscheinen, kaum richtig ausagiert, wie Stückwerk.

 

Obsession bei den Wiener Festwochen 2017
Foto (c) Jan Versweyveld

 

Aus den 140 Minuten Viscontis destilliert van Hove straffe 100 Minuten, die zwar alle Szenen von Ossessione streifen, aber die italienische Hitze der Leidenschaften außen vor lassen. Einzig die Arie „Di Provenza il mare, il suol“ des Germont aus der Verdi-Oper La traviata, die der betrogene Ehemann Joseph singt, bevor der übergriffige Macho von den beiden Liebenden ermordet wird, steht noch dafür. „Dio m’esaudì!“ singt der Sterbende unter dem Gebrüll des großen Motors, der wie ein Deus ex Machina vom Bühnenhimmel schwebt und sein Öl über die Leiber der miteinander Ringenden versprüht. Ein Konglomerat aus verschiedensten Leidenschaften. Die Maschinerie läuft aber nicht nur gut geölt. Motor wie Handlung stocken nun ein ums andere mal. Zweifel nagen an den sich nach Leidenschaft Verzehrenden. Sie finden kaum noch die richtigen Worte und fliehen einander.

Dazu stellt sich Gino immer wieder auf ein Stück Laufband und rennt auf der Stelle. Ein Entrinnen scheint unmöglich, ebenso wie die Erfüllung des Versprechens nach Liebe und Freiheit. Van Hoves Inszenierung wird nun immer operettenhafter. Nun darf auch Halina Reijn singen und dabei etwas unvermittelt Müll über die Bühne verteilen. Sie lieben und sie schlagen sich. Halb zog sie ihn, halb sank er hin. Dazu kommt der Einsatz von Nebendarstellern, die wie zufällige Sidekicks am Bühnenrand sitzen oder plötzlich von der Seite her in die Szene schlendern. Zum Beispiel wirkt Chukwudi Iwuji, der neben dem Priester auch noch den Inspektor gibt, der dem Paar auf der Spur ist, wie Columbo, der in seinen Filmen auch immer wieder unversehens im Trenchcoat auftauchte. Zum Schluss wird es dann sogar noch ziemlich kitschig, wenn Ginos Sehnsuchtsort Meer auf einer hochgeklappten Videoleinwand flimmert und die Wellen dazu rauschen. Na ja.

 

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Obsession (03.06.2017, Halle E im MuseumsQuartier)
nach dem Film Ossessione von Luchino Visconti
Regie: Ivo van Hove
Text, Dramaturgie: Jan Peter Gerrits
Bühne und Lichtdesign: Jan Versweyveld
Video: Tal Yarden
Kompositionen: Eric Sleichim
Sound Design: Tom Gibbons
Kostüme: An d‘Huys
Mit: Jude Law, Robert de Hoog, Halina Reijn, Gijs Scholten van Aschat, Chukwudi Iwuji, Aysha Kala
Produktion: Toneelgroep Amsterdam, Barbican Theatre Productions Limited
Eine Auftragsarbeit von Barbican Theatre Productions Limited
gemeinsam mit Wiener Festwochen und Les Théâtres de la Ville de Luxembourg
Koproduktion: Holland Festival und David Binder Productions
Private Producers: Harry und Marijke van den Bergh, Joachim Fleury, Joost und Marcelle Kuiper
Supported by the Embassy of the Kingdom of the Netherlands

Zuerst erschienen am 06.06.2017 auf Kultura-Extra.

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Mondbasis an Alpha: Der will doch nur spielen – Jonathan Meese inszeniert bei den Wiener Festwochen seinen MONDPARSIFAL ALPHA 1-8 (ERZMUTTERZ DER ABWEHRZ) im Theater an der Wien

Ein weiteres Großevent bei den diesjährigen Wiener Festwochen war mit Sicherheit der nachgeholte Parsifal-Streich des in Bayreuth als Regisseur des Wagner’schen Bühneweihfestspiels geschassten Jonathan Meese. Das aus der bildenden Kunst kommende Hamburger Entfant terrible hat seine vom Bayreuther Wagnerclan aus finanziellen Gründen verhinderten Pläne nun in einer Koproduktion der Wiener Festwochen mit den Berliner Festspielen verwirklicht. Dafür hat der Komponist Bernhard Lang Wagners Libretto überschrieben und eine an Richard Wagner, der Zwöfltonmusik Arnold Schönbergs und modernem Jazz orientierte Vertonung der von Meese jetzt MONDPARSIFAL ALPHA 1-8 (ERZMUTTERZ DER ABWEHRZ) genannten Oper geschrieben, die nun im Theater an der Wien Premiere feierte.

 

MONDPARSIFAL ALPHA 1-8 (ERZMUTTERZ DER ABWEHRZ)
Foto (c) Jan Bauer, Courtesy by Jonathan Meese

 

Wagners Parsifal haben Meese und Lang als Space Opera in eine unbestimmte Zukunft gebeamt und ein Vexierspiel der musikalischen, kunsttheoretischen und popkulturellen Verweise kreiert. Da steckt neben einer unglaublichen Fülle von Zitaten aus Kunst und Kino doch noch erstaunlich viel Wagner drin. Im 1. Aufzug zeigt Meeses Bühne eine Art Gletscher, auf dem zunächst eine Wagnerfigur mit dem Rücken zum Publikum steht und anmutet wie Caspar David Friedrich’s Wanderer über dem Nebelmeer. Es ließe sich hier aber genauso gut an Nietzsche denken. Letztendlich ist es Magdalena Anna Hofmann, die Darstellerin der Kundry (bei Lang: Cundry), der Meese wie Wagner den Part der ambivalenten Symbolfigur überträgt. Anklägerin der mitleidlosen Gralsgemeinschaft im 1. Aufzug, als Barbarella die Versucherin des reinen Toren Parsifal im 2. Aufzug, und schließlich mutiert sie im 3. Aufzug als geharnischte Herzeleide mit Pfeil und Bogen zu Meeses ERZMUTTER DER K.U.N.S.T.

Parsifal (Parzefool) landet in der Eiswüste der Gralsritter mit einem Raumschiff und pflanzt das Banner der Diktatur der Kunst in den Gletscher. Der Countertenor Daniel Gloger ist der reinkarnierte Sean Connery, der als Zed aus John Boormans 1970er-Jahre-Science-Fiction Zardoz in kurzen roten Lederhosen über die Bühne stiefelt. Tómas Tómassons Amfortas (Amphortas) ist Captain Kirk mit einer rotierenden Spiral-Scheibe als Wunde vor der Brust, und der Gurnemanz (Gurnemantz) von Wolfgang Bankl steigt wie der Yeti aus dem Eisschrank und trägt wie Meese Trainingsanzug. Die Armee der Gralsritter trägt das Eiserne Kreuz. DEMUT steht auf einer Säule, doch hier ist nur Meeses Demut vor dem Meister gemeint. „RICHARD WAGNERZ IST TOTALSTCHEF“ und Meese sein „Schütze Arsch“. Mehr Hintergründe liefert das von Jonathan Meese ausgestaltete Programmheft.

 

MONDPARSIFAL ALPHA 1-8 (ERZMUTTERZ DER ABWEHRZ)
Foto (c) Jan Bauer, Courtesy by Jonathan Meese

 

Zum eingeblendeten Libretto von Bernhard Lang liefert Meese in leuchtend roten Versalien seine Kunst-Kommentare im gewohnten Telegrammstil mit dickem Ausrufezeichen: REALSTKUNST IST DER NOTSCHREI ZUKUNFT! – ENTMACHTET ALLE IDEOLOGIEN! – KUNST IST DER RELIGIONSLOSESTE RAUM! – KUNST IST FEIHEIT! usw. Komponist Lang variiert bestimmte Themen aus Wagners Musik mit elektronischen Klängen, Loops und Saxophoneinlagen, was sicher nicht nur für geübte Wagnerianer gewöhnungsbedürftig sein dürfte. Ebenso dreist wie witzig ist es, zu „Leb wohl du lieber Schwan“ das Lohengrin-Thema anzuspielen. Grandios in Form ist das Klangforum Wien unter der Leitung von Simone Young, und auch die Sangespartien sind durchaus Wagner-würdig. Fans zeitgenössischer Musik werden jedenfalls sicher auf ihre Kosten kommen.

Im 2. Aufzug nach der ersten Pause landet Parsifals Mondfahrt im Reich Klingsors, das mit einem marschierenden Chor flotter Manga-Mädchen und einem Perversling als Klingsor (Clingsore) in einer Mondlandekapsel aufwartet. Martin Winkler ist der 007-Bösewicht Dr. No, der mit Sense im Totenschiff unterwegs ist, sich mit einem Teddybären vergnügt und Kundry zur Verführung Parsifals zwingt. Auch hier dominieren wieder Meeses Zeichen- und Zitateninventar und Slogans wie: UNGOTT GRÜSST DIE K.U.N.S.T.! Es kommt zum High Noon um den Wunderspeer zwischen Parsifal und Klingsor/Kundry. Doch: DIE KUNST ÜBERLEBT ALLE(S)! Der Sieg gehört dem intuitiven Spielkind Parsifal, dem letzten der Mohikaner.

Der 3. Aufzug spielt fast komplett vor einer bühnenbreiten Projektion des Stummfilmklassikers Die Nibelungen von Fritz Lang aus dem Jahr 1924. Das scheint von allen Einfällen Meeses noch der schlüssigste zu sein. Nah an Wagner ist es sowieso. Der Mörder Siegfrieds, Hagen von Tronje, spielt hier in Gestalt von Gurnemanz noch eine Rolle. Dem heiligen Ernst und Pathos um Ehre und Treue der Nibelungen setzen Jonathan Meese und Bernhard Lang (H)ERZBLUT, RADIKALSTLIEBE und den SEHNSUCHTSSTAAT KUNST entgegen. Ein Parsifal in goldener Rüstung steht zu Amfortas‘ „Last Tango“ auf der Bühne. Es folgt das Grande Finale mit einem Gralsritter/Manga-Chor und einem schuhplattlerndem Klingsor in Lederhose. Meese textet final: K.U.N.S.T. RUF MICH AN!!!! Diese Inszenierung hätte in Bayreuth sicher einigen Unmut erzeugt, käme aber an Christoph Schlingensiefs Parsifal nicht heran. Sie ist als Kunstevent auch besser bei den Wiener Festwochen aufgehoben. Die BETA-Version des ganzen Spaßes ist dann im Oktober im Haus der Berliner Festspiele zu sehen.

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MONDPARSIFAL ALPHA 1-8 (ERZMUTTERZ DER ABWEHRZ)
(Uraufführung im Theater an der Wien, 04.06.2017)
Oper von Bernhard Lang nach Richard Wagners „Parsifal“
Musikalische Leitung: Simone Young
Regie, Bühne und Kostüme: Jonathan Meese
Mitarbeit Bühne: Jörg Kiefel
Mitarbeit Kostüme: Jorge Jara
Licht: Lothar Baumgarte
Dramaturgie: Henning Nass
Choreografie: Rosita Steinhauser
Klangregie, Sound Design: Peter Böhm, Florian Bogner
Besetzung:
Amphortas / Amfortas: Tómas Tómasson
Gurnemantz / Gurnemanz: Wolfgang Bankl
Parzefool / Parsifal: Daniel Gloger
Clingsore / Klingsor: Martin Winkler
Cundry / Kundry: Magdalena Anna Hofmann
Erster Gralsritter: Alexander Kaimbacher
Zweiter Gralsritter: Andreas Jankowitsch
Erster Knappe: Johanna von der Deken
Zweiter Knappe: Sven Hjörleifsson
4 Blumenmädchen: Manuela Leonhartsberger, Xiaoyi Xu, Melody Wilson, Marie-Pierre Roy
Klangforum Wien
Arnold Schoenberg Chor
Auftragswerk und Produktion der Wiener Festwochen in Koproduktion mit den Berliner Festspielen/Immersion

Weitere Termine (in Berlin): 15., 16., 18.10.2017

Zuerst erschienen am 09.06.2017 auf Kultura-Extra.

Weitere Infos: http://www.festwochen.at/
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Demokratie und Tragödie – „Tristesses“ und „Democracy in America“ beim FIND # 17 an der Berliner Schaubühne

Montag, April 24th, 2017

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„Demokratie und Tragödie“ lautete das groß angelegte Motto des 17. Festivals für Internationale Neue Dramatik (F.I.N.D.) an der Berliner Schaubühne. Nachdem Angélica Liddell mit ihrem recht pathetischen und theorielastigen Stück Toter Hund in der chemischen Reinigung: die Starken einen veritablen Fehlstart hingelegt hatte, lag die Hoffnung auf anderen Produktionen zum Thema, das momentan in ganz Europa von erheblichem Interesse zu sein scheint. Zunehmender Populismus und das Erstarken rechtsnationaler Parteien sind bei weitem nicht nur ein deutsches Phänomen. Bei so viel Demokratiemüdigkeit kann dann schon auch mal etwas Tristesse in Good Old Europe aufkommen.

So heißt dann auch eine von der belgischen Kompanie „Das Fräulein“ stammende Theaterproduktion passend Tristesses. Die Leiterin der Kompanie Anne-Cécile Vandalem steuerte nicht nur Konzept, Text und Regie bei, sondern übernahm auch gleich noch die Hauptrolle in ihrem Stück. Es spielt in einem Europa der Gegenwart, in dem rechtsradikale Parteien rasant an Einfluss gewinnen. „Diese Geschichte ist vollkommen wahr.“ wird dann am Anfang wohl auch nicht ganz zu Unrecht behauptet.

Die recht düstere und fast schon absurde Story führt uns auf die kleine, fiktive dänische Insel „Traurigkeiten“, wo, nachdem der ansässige Schlachthof schließen musste, die Wirtschaft niedergegangen ist, und nach einigen Unglücken und Selbstmorden nur noch ganze acht Einwohner leben. Diese verbinde eine merkwürdige Melancholie, wie es heißt. Äußern tut sich die Tristesse u.a. in einer latenten Gereiztheit und untätigen Langeweile, die man sich mit abendlichen Gesellschaftsspielen und dem gemeinsamen Sportschießen nach den Sternen vertreibt.

Als dann allerdings eines Abends die alte Ida Heiger in eine dänische Flagge gewickelt am Fahnenmast hängt, beginnt der Anfang vom Ende der Beschaulichkeit und Melancholie der Insulaner. Der herrische Bürgermeister und der weinerliche Pfarrer mit ihren Familienangehörigen erwarten die Ankunft der Tochter der Toten, Martha Heiger, die die Vorsitzende der „Partei des völkischen Erwachens“ und mit ihr auf dem Sprung an die Spitze des dänischen Parlaments ist. Schnell wird klar, dass sie die heimliche Chefin auf der Insel ist und ein doppeltes Spiel mit den Leuten treibt. Nur die beiden Teenagertöchter des Bürgermeisters versuchen sich gegen das drohende Schicksal zu wehren.

 

TtristessesFoto (c) Christophe Engels

 

So schwingt der Abend dann auf der mit vier Holzhäusern bestückten Bühne zunächst behände zwischen undurchsichtigem Krimiplot und düsterer Politsatire hin und her. Dass er sich nicht so recht für eines von beidem entscheiden will, tut der Spannung zunächst noch keinen Abbruch. Hinzu kommt ein geschickt gesponnenes Netz aus Intrigen und mystischen Geschichten über das Wandeln der untoten Verstorbenen unter den noch lebenden Bewohnern der Insel. Und wie zum Beweis geistern zwei bleiche Live-Musiker zwischen ihren Instrumenten umher und spielen mal E-Gitarre, Bass, Klavier oder Schlagzeug, während die tote Ida immer wieder traurig-melancholische Lieder singt.

Dass wie in Castorf-Manier zwei Handkameramänner die Handlung aus den kleinen Häusern und der Kirche auf eine Leinwand übertragen, soll für zusätzliche Dynamik auf der engen Bühne sorgen. Eine kuriose Totenmesse an Idas Sarg gerät zunehmend aus dem Ruder. Ständiger Streit um die Zukunft der Insel und das wachsende, gegenseitige Mistrauen tun ihr Übriges. Vieldeutig wird mit Texten vom biblischen Ungeheuer Leviathan auf bevorstehende Veränderungen angespielt. Der Ausverkauf der Insel hat längst begonnen. Martha plant ein Filmstudio mit deren Hilfe sie die rechte Propagandaleier ankurbeln will. Dabei geht sie geschickt und manipulativ vor, bis zum finalen Showdown.

Der Truppe um ihre Regisseurin gelingt ein vielversprechender Beitrag zum schwärenden Thema Rechtspopulismus, Fremdenhass, Verführbarkeit und materielle Gier. Klare Sätze aus den Mündern einiger Alteingesessener sprechen da Bände. Den Geistern der Vergangenheit stehen hier ganz lebendige gegenüber. Wäre die Autorin/Regisseurin noch ein wenig stringenter und dichter an der Verstrickung von Geld, Wirtschaft, Macht und vorhandenen Ressentiments dran geblieben, hätte der gut 130minütige Negativbefund zum Ende hin durchaus etwas deutlicher ausfallen können.

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Tristesses (Schaubühne, 04.04.2017)
Konzept, Text und Regie: Anne-Cécile Vandalem (Brüssel/Liège)
Musik: Vincent Cahay, Pierre Kissling
Bühne: Ruimtevaarders
Sounddesign: Jean-Pierre Urbano
Licht: Enrico Bagnoli
Kostüme: Laurence Hermant
Video: Arié van Egmond, Federico D’Ambrosio
Technische Leitung: Damien Arrii
Produktion: Das Fräulein (Kompanie)
Mit: Vincent Cahay, Anne-Pascale Clairembourg, Epona und Séléné Guillaume, Pierre Kissling, Vincent Lécuyer, Bernard Marbaix, Catherine Mestoussis, Jean-Benoit Ugeux, Anne- Cécile Vandalem, Françoise Vanhecke
Gastspiel im Rahmen von FIND 2017 in der Schaubühne am Lehniner Platz
Termine: 03. und 04.04.2017
Dauer: ca. 130 Minuten
Koproduktion: Théâtre de Liège / Le Volcan – Scène Nationale du Havre / Théâtre National – Bruxelles / Théâtre de Namur, centre dramatique / Le Manège.Mons / Bonlieu Scène Nationale Annecy / Maison de la Culture d’Amiens – Centre européen de création et de production / Les Théâtres de Marseille – Aix en Provence. Im Rahmen des europäischen Theaternetzwerks PROSPERO: Théâtre National de Bretagne / Théâtre de Liège / Schaubühne Berlin / Göteborgs Stadsteatern / Théâtre National de Croatie, World Theatre Festival Zagreb / Festival d’Athènes et d’Epidaure / Emilia Romagna Teatro Fondazione.

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Democracy in America – Romeo Castellucci bebildert, inspiriert durch das Werk von Alexis de Tocqueville, die Entstehung der amerikanischen Demokratie als Akt weißen, puritanischen Kolonialismus

Das 17. Festival für Internationale Neue Dramatik (F.I.N.D.) an der Berliner Schaubühne endet fast genauso, wie es begonnen hat, mit einer großen pathetischen Performance, die sich theoretisch an den politischen Vorbildern der Geschichte der Demokratie orientiert. Waren es bei Angelica Liddells Stück Toter Hund in der chemischen Reinigung: die Starken noch die aufklärerischen Vordenker der französischen Revolution, ist es beim italienischen Theatermacher Romeo Castellucci der französische Publizist und Politiker Alexis de Tocqueville (1805-1859), der den bildgewaltigen Skandalregisseur zu seiner Produktion Democracy in America inspiriert hat.

Der junge Jurist und Historiker Tocqueville reiste 1826 im Auftrag der französischen Regierung nach Nordamerika, um das Rechtssystem und den Strafvollzug in den Vereinigten Staaten von Amerika zu studieren. Wohl auch deshalb hören wir einmal in Castelluccis 135minütiger Inszenierung, die durch zwei Pausen in drei recht unterschiedliche Teile aufgespalten wird, auch einen texanischen Gefangenenchor schwarzer Zwangsarbeiter mit einem Traditional über das Steineklopfen. War der junge Tocqueville zwar einerseits für die Abschaffung der Sklaverei, so war er anderseits auch ein glühender Befürworter und Wegbereiter der Kolonisierung Algeriens, der Frank Castorf gerade seine Faust-Inszenierung an der Volksbühne gewidmet hat, ohne dabei allerdings näher auf Tocqueville einzugehen.

 

Foto: St. B.

 

Auch Castellucci interessiert sich eher für die wissenschaftliche Untersuchung des aus adligem Elternhaus stammenden Franzosen zum Stand der Demokratie in den Vereinigten Staaten um 1830. Über die Demokratie in Amerika (in zwei Teilen 1835 und 1840 erschienen) heißt dann auch sein großes Werk, das auch heute noch viel an den Universitäten rezipiert wird. Allerdings quält Castellucci das Publikum nicht mit theoretischen Phrasen von der Gefahr der „Tyrannei der Mehrheit“, die Tocqueville in zentralistisch geprägten Regierungsformen sieht, und daher den in der amerikanischen Verfassung verankerten Föderalismus preist. Auch hält er sich nicht damit auf, Tocquevilles weise Voraussicht der Macht der nordamerikanischen Industriekapitäne als neue Aristokratie der Demokratie zu erwähnen. Es läuft dann doch auf eine Kolonialismuskritik hinaus.

Tocquevilles als entschiedener Gegner revolutionärer Umwälzungen ist auch später als kurzzeitiger französischer Außenminister eher dem politisch konservativen Lager zuzuordnen. Den Erfolg der amerikanischen Demokratie sieht er dann auch nicht vordergründig in der Gleichheit und Freiheit vor dem Gesetz, sondern vor allem in den Werten der aus Europa eingewanderten Puritaner, der „Idee der evangelikalen Gleichheit des Individuums“ vor Gott. In God we trust, wie es heute immer noch heißt.

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Mit ausschließlich weiblichen Ensemblemitgliedern des Theaters Socìetas aus Cesena und einer jeweils regional aufgestellten Tanztruppe zeichnet Regisseur Romeo Castellucci nun in drei Teilen den zunächst doch recht weißen Weg der amerikanischen Demokratie – beginnend mit den puritanischen Kolonisten im Nordosten der USA um 1786 kurz nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg nach. Zunächst aber tritt das in lange, weiße Armeemäntel gekleidete Tanzensemble auf und stellt mit Buchstabenfahnen den Titel des Stücks immer wieder neu zusammen. Da wird dann aus Democracy in America schon mal Car Comedy in America oder Academy ironic Crame. Sprachspiele scheinen es dem Regisseur angetan zu haben. Im Weiteren wird auch noch das Phänomen der Glossolalie (Zungenrede) erklärt. Eine Gebetsform vor allem der amerikanischen Pfingstgemeinden, bei der ohne Kenntnis in einer fremden Sprache gesprochen wird, als Ausdruck der Gnade des Heiligen Geistes.

 

Democracy in America von Romeo Castellucci
Foto (c) Luca Del Pia

 

Lustiger und vor allem ironischer wird es allerdings nicht mehr an diesem Abend. Wir befinden uns nun bei einem puritanischen Siedlerpaar mit den sprechenden biblischen Namen Elisabeth und Nathanael, deren Acker unfruchtbar ist. Es entspinnt sich ein Dialog der beiden über Gottesfurcht und Aberglaube, Amerika als das gelobte Land und neue Israel, sowie das Gebot „Du sollst nicht stehlen“. Elisabeth vertraut nicht mehr dem Gottesversprechen und ergeht sich in Zweifeln und blasphemischen Gedanken. Sie hat ihr Kind für einen Pflug eingetauscht und Saat gestohlen. Die Gemeinschaft der Puritaner will sie dafür strafen. Castellucci lässt das nach der ersten Pause in einem schemenhaften sakralen Traumtanz von rotgewandeten Puritanern hinter einem luziden Plastikvorhang spielen.

Nackt und blutrot eingeschmiert steht Elisabeth hinter dem Vorhang, während darauf amerikanische Geschichtsdaten von Schlachten, Deklarationen, Kompromissen und Kongressen geworfen werden. Es ist auch von der alttestamentarischen Geschichte von Abraham, der Gott seinen Sohn Isaac opfern soll, die Rede. Castellucci lässt ein bildgewaltiges Assoziationsgewitter auf die Zuschauer niederprasseln, das auch noch durch sich bewegende Lichtinstallationen und einen dräuenden Sound unterstützt wird.

Etwas ruhiger wird es im letzten Teil des Abends, bei dem zwei Schauspielerinnen in Silikon-Ganzkörperhüllen zwei indianische Ureinwohner spielen, die beim Erlernen englischer Worte über die Sprache der weißen Pflanzer sinnieren. „Ihre Worte bezeichnen nicht unsere Dinge.“ heißt es da, oder auch: „Es sind die Worte der Dinge, die sie sich nehmen wollen.“ Und das ist vor allem das Land, das die Native Americans nicht bebauen, da sie sich nur von der Jagd ernähren. Castellucci spielt hier auf Tocquevilles kolonialistische These an, dass man sich nur durch Landwirtschaft den Boden aneignen könne und somit die Indianer ihn nicht besaßen. „Sie jagen mit Worten.“ ist die bezeichnende Erkenntnis der beiden, die am Ende ihre Silikonhüllen ablegen und leer über eine Stange hängen. Zumindest dieser letzte Teil vermag somit inhaltlich in seiner recht einfachen Klarheit zu überzeugen.

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Democracy in America (Schaubühne, 09.04.2017)
von Romeo Castellucci (Cesena)
frei nach dem Buch von Alexis de Tocqueville
Regie, Bühne, Licht, Kostüme: Romeo Castellucci
Text: Claudia Castellucci
Musik: Scott Gibbons
Korrepition: Evelin Facchini
Choreographie inspiriert von Folkloretraditionen aus Albanien, Botswana, England, Ungarn, Sardinien.
Mit: Olivia Corsini, Giulia Perelli, Gloria Dorliguzzo, Evelin Facchini, Stefania Tansini, Sofi a Danai Vorvila
Koproduktion im Rahmen von FIND 2017 an der Schaubühne am Lehniner Platz
Dauer: ca. 135 Minuten
Termine: 08.04. und 09.04.2017
Produktion: Socìetas – Cesena Koproduktion: deSingel International Artcampus, Wiener Festwochen 2017, Festival Printemps des Comédiens à Montpellier, National Taichung Theatre in Taichung (Taiwan), Holland Festival Amsterdam, Schaubühne Berlin, Festival d’Automne à Paris mit MC93 Maison de la Culture de Seine-Saint-Denis à Bobigny, Le Manège – Scène nationale de Maubeuge, Teatro Arriaga Antzokia de Bilbao, São Luiz Teatro Municipal (Lissabon), Peak Performances Montclair State University (NJ-USA).

Infos: http://www.schaubuehne.de/

Zuerst erschienen am 11.04.2017 auf Kultura-Extra.

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