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Finanzkrise und Krieg als Dokudrama – Am Deutschen Theater und der Schaubühne Berlin ringen professionelle Darsteller mit authentischen Texten aus dem Munde von Bankern und Soldaten um Wahrheit und Verantwortung.

Donnerstag, Februar 7th, 2013

Finanzkrise und Krieg, wer sähe da keine Zusammenhänge, und hätte nicht sofort die politischen Fotomontagen eines John Haertfield vor Augen? Stehen doch auch heute durchaus noch Millionen hinter manchem Diktator oder sorgen das Spekulieren mit Ressourcen und Lebensmitteln für Ausbeutung, Hunger und letztendlich auch bewaffnete Verteilungskämpfe und Interventionen in der dritten Welt. Das mag platt und abgegriffen klingen, aber so ganz einfach lassen sich diese Zusammenhänge, gerade in der immer komplizierter erscheinenden Welt der Banken, heute auch nicht mehr erkennen. Doch auch einzeln betrachtet, birgt jedes gesellschaftliche Problem für sich schon einiges an Theatralität, und ist somit dankbarer Stoff für Bühnen, die politische Aktualität nicht nur als Fahne vor sich her tragen wollen. Trotz aller Schwierigkeiten, politische Zusammenhänge schlüssig und künstlerisch interessant zugleich auf dem Theater darzustellen, sind Macht, Demokratie, Gewalt und Revolte gerade in dieser Spielzeit wieder gefragte Schlagworte auf deutschsprachigen Bühnen. Zurzeit sind in Berlin zwei Theaterinszenierungen zu sehen, die, jede auf ihre ganz bestimmte Weise, sich diesen Themen widmen. Zwei Theatermacher, Andres Veiel am Deutschen Theater und Volker Lösch an der Schaubühne, die in ihrer Herangehensweise kaum unterschiedlicher sein könnten, haben nun jeder für sich Ergebnisse vorgelegt, die sich trotz dieser Unterschiede dennoch in einem entscheidenden Punkt treffen. Sie nutzen beide ganz oder zum Teil  authentisches O-Tonmaterial, das sie mangels originärer Protagonisten professionellen Darstellern in den Mund legen.

Abgehalfterte Banker träumen von alter Größe und rechtfertigen sich auf der Bühne des Deutschen Theaters – „Das Himbeerreich“ von Andres Veiel gerät dabei eher süß-sauer.

„Wenn einer falsch berät, Produkte verkauft, die er nicht versteht oder die für den Kunden ungeeignet sind, dann gehört der nicht in die Bank. Aber vom Fehlverhalten weniger kann nicht auf das Verhalten aller geschlossen werden.“ Andreas Schmitz, scheidender Präsident des deutschen Bankenverbands, in einem Interview mit der Berliner Zeitung (2./3. Febr. 2013)

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Nur sich selbst reflektierende Festungen aus Stahl und Glas? Blick von Nordwesten auf das Bankenviertel Frankfurt am Main. Foto: Heptagon (auf Wikipedia)

„Das Bild in der Öffentlichkeit ist miserabel“ gesteht der Investmentbanker und Sprecher der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG Andreas Schmitz in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung. Dennoch sieht der Privatbanker die Fehler eher bei den Sparkassen und Landesbanken, die sich in Unkenntnis der Risiken auf scheinbar lukrative Immobiliendeals mit amerikanischen Investmentbanken eingelassen haben. „Es waren schließlich die Lehmann Brothers, Northern Rocks [Großbritannien] und HREs [Hypo Real Estate München] dieser Welt, die in Schieflage geraten sind.“ Einem versierten Privatbanker wie Schmitz kann so etwas nicht passieren. Und dennoch begrüßt er den schnell aufgespannten Rettungsschirm der Bundesregierung: „Mich hat überrascht, wie entscheidungsfreudig und wehrhaft eine Demokratie in Not sein kann. Das Bankenrettungspaket wurde innerhalb von zweieinhalb Wochen umgesetzt.“ Es ist schon interessant, was Banker so unter einer wehrhaften Demokratie verstehen. Aus der Sicht von Schmitz sind die Vergütungsstrukturen der Banker zwischen dem Aufsichtsrat und dem Management auszuhandeln. Sie seien nicht Sache des Staates (Kurier am Sonntag, 28.06.2009). Bei der Kritik an überzogenen Managergehältern sollte sich der Staat also eher zurückhalten. Er darf sich dann aber wiederum aktiv an der Rettung der leckgeschlagenen Geldtanker beteiligen. Geradezu zynisch wird es, wenn Schmitz nach Anlagetipps befragt schließlich damit herausrückt: „Erst einmal weiß ja keiner so genau, ob und wie die Inflation in Deutschland steigt. Darüber hinaus ist es der Risikoneigung des Einzelnen überlassen, wie er anlegt. Die Welt wird wieder mutiger, das sehen wir unter anderem an den zuweilen üppigen Preisen, die Privatanleger für Immobilien zahlen.“ Auch wenn die europäischen Regierungen das Zocken an den Börsen durch einige teilweise recht drastische Regulierungen und Strafen unterbinden wollen, konnten anscheinend Privatanleger und Banken mittlerweile genügend Eigenkapital auftanken, um bei Investitionen und der Kreditvergabe wieder etwas risikofreudiger zu werden.

Bei dieser Art von Hybris scheint es tatsächlich so, als hätten die führenden Manager in den Bankenetagen nicht allzu viel dazu gelernt. Das Schuldbewusstsein hält sich in Grenzen, oder sinkt gar proportional mit wachsender Renditeerwartung. „Das Fest“ kann also wieder beginnen, um den Eröffnungssatz aus Andres Veiels Theaterstück „Das Himbeerreich“, das jüngst in Stuttgart und Berlin Premiere hatte, aufzunehmen. Nachfolger von Andreas Schmitz wird übrigens Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen, der gerade erst im Dezember mit einem Skandal bezüglich des Handels mit CO2-Zertifikate in die Schlagzeilen geraten ist, und gegen den in diesem Zusammenhang wegen schwerer Steuerhinterziehung (Umsatzsteuerbetrug), Geldwäsche und versuchter Strafvereitelung ermittelt wird. Es kann also noch richtig heiter werden in den Chefetagen der Deutschen Bank. Gar nicht spaßig, sondern eher sehr ernst hat dagegen Andres Veiel, der erfolgreiche Dokumentarfilmer („Die Spielwütigen“, „Black Box BRD“), die Sache mit der Finanzkrise genommen. Bereits seit 2005 beschäftigt er sich mit diesem Thema, wie er in einem Interview berichtete. Ausgehend von seinen Kontakten in die Bankerszene, die er während den Dreharbeiten zu „Black Box BRD“ knüpfen konnte, hat er eine Vielzahl von Bankmanagern aus den oberen Etagen der Frankfurter und Londoner Finanztürme interviewen können, und ihnen dabei einige Interna entlockt, die er nun in seinem zweiten Theaterstück „Das Himbeerreich“ verarbeitet hat. Einem weiteren Thema, dem der RAF, von der neben „Black Box BRD“ auch sein erster Spielfilm „Wer wenn nicht wir“ handelt, ist er mit dem Titel dieses Dokustücks treu geblieben. Die Früchte des Himbeerreichs, gemeint sind Konsumgüter der kapitalistischen Warenwelt, erbat sich die wegen des Frankfurter Kaufhausbrandes in U-Haft sitzende Gudrun Ensslin von ihrem Mann Bernward Vesper.

Während die RAF nicht nur symbolisch die schöne Welt des Konsums in Form eines Kaufhauses in Flammen aufgehen ließ, sich aber anderseits noch im Knast nach ein wenig Konsum sehnte, verbrannten die Protagonisten des Investmentbankings virtuelles Geld bis zum Kollaps des Systems an den Wertpapierbörsen, bestehen aber auch trotzdem weiter auf ihren angestammten Privilegien. Diese im Nachhinein kurios anmutende Gemeinsamkeit und die hierarchischen Besonderheiten in den Vorstandsetagen der Großbanken haben Veiel wohl besonders fasziniert, als er sich für die Darstellung von vier geschassten Bankmanagern und einer Personalmanagerin entschied, die im Rückblick ihr Wirken bis zum Bankencrash und persönlichen Absturz in die unteren Etagen der Finanzgiganten aus Stahl und Glas reflektieren. Da sie aber auch weiterhin in ihren ehemaligen Wirkungskreisen verhaftet sind und nicht auf ihre Pensionen oder Privilegien wie Büro und persönlichem Chauffeur verzichten wollen, haben sie ihr Wissen nur unter der Zusicherung der absoluten Anonymisierung preisgegeben. Veiel hat ihre Worte fünf Schauspielern und einem Chauffeursdarsteller in den Mund gelegt. Zusätzlich hat er die Aussagen aus dem direkten Zusammenhang genommen und neu zusammenmontiert. Es entsteht so eine ganz bestimmtes Sprach- und Stimmungsbild der uns bisweilen fremd anmutenden Bankenwelt, in der ganz bewusst eine elitäre Bild- und für Außenstehende unverständliche Finanzsprache gepflegt wird. Das Programmheft versucht Begriffe wie zum Beispiel stochastische Volatilität zu erklären. Ein Maß für die wahrscheinliche Schwankung von Aktienkursen und Zinsen, um den möglichen Gewinn bzw. Verlust bei einem risikobehafteten Wertpapiergeschäft vorherzusehen.

dt_himbeerreich_jan-2013.jpg Foto: St. B.
Viel medialer Rummel um „Das Himbeerreich“ am Deutschen Theater.

„Wer gewinnt daran, wo geht das Geld hin? An die, die heute schon auf den Zusammenbruch des gesamten Systems Hunderte von Milliarden wetten. Warum wird da niemand wütend? Warum werden die Zelte abgebaut und in den Museen ausgestellt? – Die eigentlichen Fragen werden nicht gestellt.“ Gottfried W. Kastein, aus: „Das Himbeerreich“ von Andres Veiel (Auszug aus dem Programmheft des DT)

Pappfiguren der Finanzwelt

Die Figur des kritischen Bankers Gottfried W. Kastein, dargestellt vom Vorzeigemimen des DT Ulrich Matthes, in dessen sprechendem Namen die Theaterbegriffe der antiken und der gegenwärtigen Tragödie wie Katastrophe, Erschrecken und Katharsis implizit mitzuschwingen scheinen, ist Veiels Versuch wenigstens einen der ehemaligen Finanzelite etwas wie ein Gewissen zu gönnen. Der kleine, gespielte Wutausbruch an der Rampe mit strengem Blick von Matthes ins Publikum wird aber nur mit vereinzeltem Beifall aus dem Parkett bedacht. Seine Gegenspielerin, die ehemalige Personalchefin Dr. Brigitte Manzinger (Susanne-Marie Wrage – Sie war schon in Veiels erstem Theaterstück „Der Kick“ dabei.), scheint dagegen kaltschnäuzig über die sprichwörtlichen Leichen zu gehen. Sie hat sich ihren Weg in die Chefetage hart erkämpfen müssen, und definiert Gier vor allem auch als Neugier. Erst langsam beginnt sie sich auch ein Privatleben und eine Familie zu gönnen. Trotzdem will Manzinger aber bis zum Schluss konsequent bleiben, selbst beim Sprung mit dem Champagnerglas runter vom Dach. Veiel hat, wie in einem Beitrag des Tagesspiegels zu lesen war, aus Mangel an realen Vorbildern auch männliche Positionen in diese Figur montiert. Es kommt zum gelegentlichen Schlagabtausch zwischen Manzinger und Kastein. Aber anstatt in den Klinsch zu gehen, separiert Veiel seine Protagonisten weitestgehend und lässt sie zumeist einzeln ihre Sicht der Dinge vortragen. Da ist weiter der bullige Investmentbanker Niki Modersohn (Sebastian Kowski) der zwar von „kleinen Flirts mit Mephisto“ aber auch fasziniert von Nullen spricht, die sich an die ersten Millionen reihen. Die Banker alter Schule werden von Dr. Dr. h. c. Walter K. von Hirschstein (Joachim Bissmeier) und Bertram Ansberger (Manfred Andrae) verkörpert. Sie wurden von der rasanten Entwicklung am Aktienmarkt förmlich überrollt, saßen aber trotz Bedenken weiter fest in ihren Vorstandssesseln. Sie fühlen sich nun von der Politik zum „hanebüchenen Deal“ mit den Amerikaner genötigt, und versuchen ihr Handeln im nachhinein zu rechtfertigen. Von Hirschstein setzt dabei auf klassische Philosophie, den gesunden Menschenverstand und Mitarbeiter die in ihrer Freizeit auch mal ein Buch lesen und nicht nur Sport treiben. Das sich im Kampf der Kräfte trotzdem eine Elite durchgesetzt hat, von der selbst Machiavelli nicht zu träumen wagte, können beide nur noch müde konstatieren.

Andres Veiel sperrt diese Looser der glänzenden Bankenwelt in einen metallenen, kalt-sterilen Bunker mit gläsernen Aufzügen (Bühne: Julia Kaschlinski). Sie sind begraben unter den Türmen aus Stahl und Glas, im sogenannte Sterbegeschoss. Die Ausgesonderten, die dennoch nicht ganz loslassen können, um ihre alten Privilegien jammern und sich die noch verbliebenen schönreden. Man wirft philosophische Bonmots in die Runde, oder sozialdarwinistische Thesen, hat alles immer schon gewusst und ist sich dennoch keiner Schuld bewusst. Wie zahnlose Tiger in einem Käfig beäugen sich die ehemaligen Kontrahenten und bekommen zum Schluss von ihrem Fahrer einen Freizeitdress von Puma gereicht. Nach erfolgreichem Berufsleben warten nun Präsidentenposten in Stiftungen und Fußballclubs auf sie. Veiel setzt mit Jürgen Huth als Fahrer Hans Helmut Hinz einen kleinen Kontrapunkt zum undurchschaubaren System der Banken. Ein ganz geerdeter Jedermann, der zwar nicht versteht was seine Chefs sagen, aber scheinbar die einzige Bezugsperson nach draußen darstellt. Auch Alfred Herrhausen hatte ja eine ganz persönliche Beziehung zu seinem Chauffeur. Aus dem Off werden chorisch Episoden aus der Vergangenheit der Banker mit schwerer Kindheit usw. verlesen. Seinen Protagonisten auch eine ganz private, menschliche Seite zu geben, ist wie bereits in „Black Box BRD“ eine ganz besondere Spezialität von Andres Veiel. Hier lenkt es eher ab, als das es erhellend wirken würde. Das Wissen um die spezielle Sprache der Banker, die schon Elfriede Jelinek zu ihren kaulauernden Wortschöpfungen in „Die Kontrakte des Kaufmanns“ inspirierte, ihre abgeschottete, intransparente Welt zeugen schon allein von ihrer Absicht auch weiterhin ungestört unter sich zu bleiben. Wenn man das Interview von Bankvorstand Andreas Schmitz, der sich sicher auch als Banker alter Schule sehen würde, in der Berliner Zeitung ließt, scheint es zunächst recht unspektakulär. Das Leitartikelwort Gier wird mit keiner Silbe von ihm erwähnt. Erst beim zweiten Lesen und separieren bestimmter Passagen, erkennt man die Brisanz in den Formulierungen. Es bedarf also gar nicht unbedingt eines Theaterstücks mit anonymisierten Stimmen. Schon allein im täglichen Umgang mit den Medien und der Politik bekommen die Banker trotz Verstellung ein Gesicht. In Andres Veiels Bankenstück „Das Himbeerreich“ behalten sie weitestgehend ihre Pappmasken auf. Alles nur Theater mit der Tragödie? Scheinbar, allerdings über weite Strecken tatsächlich ziemlich unspektakulär, wie die ganze Sache sich trotz brandaktuellem Bezug dann wohl auch in Wahrheit darstellt. Was ihr hier auf der Bühne leider die Spannung, jedoch in der Realität nicht zwangsweise die Brisanz rauben muss. Und die Feststellung von Kastein, dass die Schwachen die eigentlich Gefährlichen sind, ließe sich durchaus auch positiv umwerten.

„Bei Occupy mochte ich das Weglassen von Gesichtern und Thesen, damit das nicht sofort medial verschossen wird. Trotzdem geht man mit dem Camp direkt dahin, wo man sagen kann: Das wollen wir nicht. Also ein Ausstieg, aber mittendrin. Ob man durch diese Strategie an Relevanz verliert, ist die Frage. (…) Dieses Gehen auf die Agora und sich dort treffen, das fanden wir alle immer am geilsten. Ich fange jetzt auch schon an, mich über Medien zu behaupten, aber eigentlich ist das Schwachsinn. Eigentlich müßte ich auf den Platz zu den anderen.“ Der Hamburger Künstler Schorsch Kamerun in einem Interview zu seinem neuen Soloalbum „Der Mensch läßt nach“- Songs aus Theaterstücken (junge Welt, 06.02.13)

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Volker Lösch wagt an der Berliner Schaubühne den theatralen, geschichtlichen Dreisprung zwischen Wolfgang Borcherts Nachkriegsdrama „Draußen vor Tür“, Abhörprotokollen deutscher Kriegsgefangener und dem Trauma eines Afghanistan-Veteranen der Bundeswehr.

Foto: St. B. schaubuhne_drausen-vor-der-tur_febr-2013.jpg

Bereits 2010 hatte der Theaterregisseur und große Inszenator authentischer Laienchöre Betroffener aus allen Bereichen des Alltags Volker Lösch an der Berliner Schaubühne ähnliches vor, wie Andres Veiel mit seinem „Himbeerreich“ am DT. Er wollte Georg Kaisers expressionistisches Drama „Von morgens bis mitternachts” über den Kassenangestellten einer Bank inszenieren, der erst wegen einer Frau Geld unterschlägt und sich dann durch das Berlin der 1920er Jahre bis zum Selbstmord treiben lässt. Es fanden sich damals nur leider keine Banker, die bereit waren, offen auf der Bühne über ihr Wirken zu berichten. Einer entsprechenden Einladung der Schaubühne zum Casting waren nicht genügend Menschen aus der Finanzwelt gefolgt, wie Nachtkritik seinerzeit meldete. Keine Problem hatte Lösch dann 2011 die rechte Anzahl echter Prostituierter für seine Produktion „Lulu – Die Nuttenrepublik“ nach dem Drama von Frank Wedekind zu finden. Was dann aber auch nicht ganz der Wahrheit entsprach und für einigen Wirbel in Presse und Internet sorgte. Anfang Januar diesen Jahres hat Volker Lösch nun mit professionellen Schauspielern auch ohne Banker in Basel Robert Harris‘ Roman „Angst“ auf die Bühne gebracht und mit Zitaten aus Werken von Charles Darwin zur Evolutionstheorie sowie Interviewtexten von Bankern, der sozialdarwinistischen Ebene sozusagen, kurzgeschlossen. Zwar durchaus ein typischer Lösch, wie die Kritik berichtet, sich dabei aber gleichzeitig auch über die allzu plakative Verlegung ins Reich der Neandertaler amüsiert. Das Fehlen authentischer Laien, die ihre Geschichte selbst vortragen, zur Umsetzung seiner speziellen Methodik scheint also ein entscheidendes Manko bei der Erreichung der gewohnten Lösch’ schen Theaterästhetik zu sein. Da hatte man vor einem Jahr schon die Vermutung, als bekannt wurde, dass die Premiere der Produktion von „Draußen vor der Tür“ ebenfalls abgesetzt wurde, dass es wieder an den mangelnden Experten liegen würde. Angekündigt war damals noch die enge Verschränkung von Borcherts Kriegsheimkehrerdrama mit den Aussagen von Afghanistanveteranen der Bundeswehr. Nun war es wohl doch nur eine Probenverletzung von Schaubühnenschauspieler Felix Römer, der sich ein Bein gebrochen hatte, was als Grund für die Verschiebung auch mehr als plausibel klingt. Von Veteranen aus dem Umfeld aktueller deutscher Auslandseinsätze war dann in den Presseinterviews von Volker Lösch im Vorfeld der Neuansetzung des Stückes auch keine Rede mehr. Dazu aber später mehr.

„Und der Mörder bin ich. Ich? der Gemordete, ich, den sie gemordet haben, ich bin der Mörder? Wer schützt uns davor, daß wir nicht Mörder werden? Wir werden jeden Tag ermordet und jeden Tag begehen wir einen Mord! Wir gehen jeden Tag an einem Mord vorbei!“  Beckmann, aus: „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert

Was Lösch jetzt an der Schaubühne macht, ist dem Ansatz von Veiel aber gar nicht so unähnlich. Nur dass er nicht selbst recherchiert, sondern fertiges Material verwendet, das der Historikers Sönke Neitzel und der Sozialpsychologe Harald Welzer gesammelt haben, und dieses wie üblich in seinen Produktionen mit einem Werk der Weltliteratur oder Dramatik umrahmt. Oder auch umgekehrt, je nach Sichtweise des Betrachters. Lösch geht es mit Wolfgang Borcherts Drama „Draußen vor der Tür“ (1946/47) aber schon um die Legende des ehrenhaften Landsers. Der Mythos der sauberen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg wurde ja bereits durch die Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944“ nachhaltig zerstört. Jetzt kratzen also Sönke Neitzel und Harald Welzer mit ihrem Buch „Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“, in dem sie Abhörprotokolle aus englischen und amerikanischen Kriegsgefangenenlagern dokumentieren, auch an der Ehre des einzelnen einfachen Soldaten. In den zahlreichen teils unsäglichen Fernsehproduktionen des öffentlich rechtlichen deutschen Fernsehens über das Dritte Reich, wie etwa „Hitlers Helfer“ oder auch über die Protagonisten des 20. Juli 1944, konnte man schon des öfteren Erlebnisberichten sogenannter Zeitzeugen lauschen. Der einfache Soldat war da aber eher unterrepräsentiert. Da diese aus Altersgründen kaum noch zur Verfügung stehen oder den Mühen einer Theaterproduktion gewachsen sein dürften, hat Volker Lösch für seine Inszenierung wieder auf professionelle Schauspieler zurückgegriffen. Also kein Chor der betroffenen Laien ist hier zu vernehmen, sondern speziell arrangierte Theaterkunst mit in den Mund gelegten Originaltönen aus den besagten Abhörprotokollen. Und diese Gespräche der sich unbeobachtet fühlenden Wehrmachtssoldaten haben es dann auch entsprechend in sich. Nicht dass man nicht auch schon wusste, dass die Wehrmacht an Erschießungen von Juden oder Partisanen beteiligt war. Dass die Soldaten sich aber sogar dieser Taten rühmen, und wie in feuchtfröhlicher Runde von ihrem Spaß an Angriffen auf die Zivilbevölkerung Frankreichs, Englands und Russlands, an Vergewaltigungen und der Teilnahme an Erschießungskommandos berichten, ist eine neue Qualität, an die sich so mancher erst noch wird gewöhnen müssen.

Und hier kommt nun der Umschluss zu Borcherts Drama „Draußen vor der Tür“. Der Protagonist Beckmann kommt nach drei Jahren Kriegsgefangenschaft in Russland körperlich und geistig versehrt wieder zurück nach Hamburg und findet sich daheim nicht mehr zurecht. Sein Kind ist tot und an der Seite seiner Frau liegt bereits ein Anderer. Da seine Stelle im alten Leben besetzt ist, wirft sich Beckmann verzweifelt in die Elbe. Die will sein armseliges Leben aber noch nicht haben. Er solle erst einmal richtig leben, getreten werden und zurücktreten. Beckmann wird schließlich bei Blankenese wieder ausgespuckt. Eine junge Frau liest ihn auf und steckt ihn, den „Fisch“, in die Sachen ihres vermissten Mannes. Aber nun taucht ein Einbeiniger auf, der seine Jacke und sein Mädchen zurückverlangt. Daraufhin flieht Beckmann wieder in die Nacht. Sein Gewissen plagt ihn, dass er als Unteroffizier an der Verwundung des Einbeinigen Schuld sei. Innerhalb der Nacht begegnet er dann weiteren Personen, denen er seine Geschichte, sein Trauma, dass an ihm nagt, erzählen will und Antworten verlangt. Niemand will Beckmann aber ernsthaft zuhören. Verfolgt von einer inneren Stimme, die sich in dem „Anderen“ personifiziert und ihn stetig antreibt, rennt er durch die Nacht, ohne Schlaf zu finden. Sebastian Nakajew als Beckmann kämpft sich dabei über einen unsicheren, nachgiebigen Parcours aus Bergen und Tälern mit einem riesigen sauberen schwarz-rot-goldenen Frottierüberzug (Bühne: Carola Reuther). Was sich darunter befindet und bewusst oder unbewusst schwelt, kann man verschiedentlich assoziieren. Es ist wohl vor allem ein Zeichen für einen gut funktionierenden Verdrängungsmechanismus, der alles Unbequeme unter den mittlerweile gesamtdeutschen Teppich kehrt. Ein fragiler, schwankender Grund, auf dem unsere Demokratie aufgebaut ist.

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Nach der Schlacht. Deutschland, ein unsicheres Gelände an der Schaubühne. (Bühnenbild von Carola Reuther)

Nakajew wird, mal chorisch, mal in verschiedenen Einzelrollen, von weiteren Mitgliedern des Ensembles der Schaubühne (Johanna Geißler, Moritz Gottwald, Ulrich Hoppe, Felix Römer, David Ruland und Leoni Schulz) begleitet. Alle wie er in graue Soldatenmänteln gekleidet. Der Chor fungiert hier mal als verfielfachter Beckmann, und dann wieder als der Andere, der Beckmann beständig quält. In eingestreuten Szenen werden die Berichte aus den Abkörprotokollen vorgetragen. Die Soldaten skandieren im Chor, oder prahlen mit ihren Kriegserlebnissen während sie banale, alltägliche Dinge verrichten, wie Schuhe oder Zähne putzen, trinken, grölen, lachen oder einfach auf dem Rücken (unterm Scheinwerferlicht) liegen und sich auf goldgelbem Untergrund, gleich den Sommerfeldern Russlands, den Bauch sonnen. Einmal legen sie sich sogar unter das große Frottiertuch und erzählen sich wie zum Hohn schaurige Gute-Nacht-Geschichte und schlafen dann guten Gewissens ein, während Beckmann der Wunsch, endlich Pennen zu können, versagt bleibt. Die Protokollszenen durchdringen nicht nur das eigentliche Stück, sie sind bewusst gegen die Spielhandlung gesetzt, so als trieben sie mit ihren nahezu leicht dahingesagten ungeheuerlichen Wahrheiten Beckmann zusätzlich in den Wahnsinn. Lösch nimmt Borcherts expressionistischen Bild- und Stakkato-Stil der Sprache in seiner Inszenierung auf. Das kommt seinem eigenen chorischen und bisweilen recht plakativen Inszenierungsmitteln auch sehr entgegen. Da rennt Beckmann das Mädchen (Leoni Schulz) mit einem großen Bett auf dem Rücken hinterher, oder der Oberst (Ulrich Hoppe), der ihm im Krieg per Durchhaltebefehl die Verantwortung über zwanzig Mann übergeholfen hat, begegnet ihm als feiste Witzfigur und Hühnerflügelwerfer. Sogar in dessen durchsichtigem Wanst türmen sich die Hühnerkeulen. Seine Verantwortung wird Beckmann hier nicht los. Auch fürs Kabarett sind seine düsteren Kriegsschilderungen nicht geeignet. Felix Römer, als Theaterdirektor in einer janusköpfigen Riesentheatermaske steckend, antwortet auf Beckmanns unbequeme Wahrheit nur zynisch, dass die Kunst mit der Wahrheit nichts gemein hätte. Es scheint so, als reflektiere Lösch hier ironisch die Wirkungslosigkeit des Theaters ansich, oder sogar das eigene Schaffen.

Beckmann müsste, um weiterleben zu können, selbst verdrängen. Das aber schafft er nicht. Den Kopf schon in der Schlinge wird er vom Anderen an seine Eltern erinnert. Aber auch dort steht er vor verschlossener Tür und ist nicht willkommen. Die Eltern haben sich per Freitod mit Gas selbst „entnazifiziert“, wie die neue Mieterin (Johanna Geißler) berichtet. Und wieder schließt sich vor Beckmann, hier tatsächlich auch mal in Großformat, die Tür. Er bleibt weiter draußen vor. Es gelingt nicht den nassen, verlorenen Fisch auf dem schwarz-rot-goldenen Frottiertuch trocken zu reiben und wieder sesshaft zu machen. Für ihn bleibt es ein ewiges unwirtliches Schlachtfeld, während und auch nach dem Krieg, in seinen schlaflosen Träumen wie den realen Begegnungen mit den Menschen, deren Verdrängungsmechanismus einfach besser funktioniert. Einerseits weil niemand seine Fragen beantworten will, anderseits aber auch weil er selbst nicht in der Lage ist, sich diesen wirklich zu stellen. Beckmann wird schließlich vom gequälten Individuum zum namen- und gesichtslosen Jedermann. Der Andere (David Ruland) stülpt ihm einen weißen Mullkopf über. Und wer trägt nun die Verantwortung an seinem Nachkriegstrauma? „Gibt denn keiner Antwort. Gibt denn keiner, keiner Antwort?“ Der Chor skandiert es zum Ende des Stücks an der Rampe direkt ins Publikum. Niemand weiß eine Antwort.

Und ganz zum Schluss wenn man schon denkt, dass war’s, kommt der unverhoffte Sprung ins Deutschland des Hier und Heute. Nun tritt der ehemalige Oberstleutnant der Bundeswehr und Afghanistanveteran Andreas Timmermann-Levanas auf und trägt die Geschichte seiner Traumatisierung bei den sogenannten Friedenseinsätzen der UNO und Nato vor. Er hat das Blut seiner Kameraden in den afghanischen Wüstensand rinnen sehen, was er nun genau wie Beckmann nicht vergessen kann. Nach einer Verantwortung fragt er aber nicht. Über 20 Jahre hat Timmermann-Levanas in der Bundeswehr gedient, und wirbt nun um Verständnis für seine Anliegen als Vorsitzender des Bundes Deutscher Veteranen. Die Rückkehrer aus den Auslandseinsätzen haben in Deutschland keine Lobby. Es gibt keine Zahlen und Statistiken über psychische Erkrankungen, Scheidungen oder gar Selbstmord. Die Parallelen zum Kriegsheimkehrer Beckmann sind offensichtlich. Timmermann-Levanas verschweigt nicht, dass er an Kampfeinsätzen beteiligt war. Was dort in Afghanistan genau geschehen ist, erfahren wir jedoch nicht. Ein ca. zehnminütiges Statement zur aktuellen Lage deutscher Soldaten in Auslandseinsätzen. Regisseur Lösch geht es dabei nicht in erster Linie um deren Zustandekommen und Hintergründe, er lässt die Rede des Veteranen bewusst unkommentiert am Schluss stehen. Man kann dies aber auch als einen ganz unvoreingenommenen Anstoß zu einer gesamtgesellschaftlichen Debatte verstehen.

Alles in allem will Löschs Inszenierung diesmal keine direkte Provokation oder bloße Konfrontation mit den nackten Tatsachen sein, sondern ist eher ein geschickter Dreisprung durch die allgemeine Wahrnehmung deutscher Kriegsgeschichte. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs, wie ihn die Überlebenden sehen wollten und aus Gründen des Weiterlebens teilweise auch mussten, zurück zu unbequemen Tatsachenberichten der kämpfenden Truppe direkt in die Zukunft Deutschlands mit der Teilnahme unserer Bundeswehr an UN- und NATO-Einsätzen, die wiederum Opfer, Täter, Widersprüche und Mythen sowie in ihrer Psyche verstörte Veteranen produziert. Eigentlich kein schlechter Ansatz und in der Umsetzung auch wegen der bei Lösch immer sehr plakativen Bilder und durchchoreographierten Chöre eine echte Zumutung, der man sich nur schlecht entziehen kann. Was die reine Umsetzung betrifft, bleibt der Abend aber trotz schwarz-rot-goldenem Grund merkwürdig blass. Wen das Spiel der Darsteller aber inhaltlich nicht zu berühren vermag, dem ist vermutlich auch mit ganz große Theaterkunst nicht zu helfen. Noch 2008 hatte der Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Bedeutung von Borcherts Drama als Zeitstück betont: „Dieses Heimkehrerstück ist Schrei und Aufschrei, Klage und Anklage in einem, es ist Ausdruck von Verzweiflung der vom Vaterland betrogenen, vom Krieg gemarterten und von der Nachkriegsgesellschaft ausgeschlossenen Generation.“ Ganz so einfach kann man es nun nicht mehr betrachten. Man wird die Fragen nach Wahrheit und Verantwortung, um die sich ja auch die Banker in Andres Veiels „Himbeerreich“ herumdrücken, aus Sicht der Kriegs- und auch der Nachkriegsgenerationen in Deutschland immer mitdenken müssen.

BECKMANN: Du hast kein Gesicht. Geh weg.
DER ANDERE: Du wirst mich nicht los. Ich habe tausend Gesichter. Ich bin die Stimme, die jeder kennt. Ich bin der Andere, der immer da ist. Der andere Mensch, der Antworter. Der lacht, wenn du weinst. Der antreibt, wenn du müde wirst, der Antreiber, der Heimliche, Unbequeme bin ich. Ich bin der Optimist, der an den Bösen das Gute sieht und die Lampen in der finstersten Finsternis. Ich bin der, der glaubt, der lacht, der liebt! Ich bin der, der weitermarschiert, auch wenn gehumpelt wird. Und der Ja sagt, wenn du Nein sagst, der Jasager bin ich. … aus: „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert

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Briefmarkenausgabe zum 75. Geburtstag von Wolfgang Borchert (unter Verwendung einer Borchert-Fotografie von Rosemarie Clausen). Deutsche Bundespost 1996 (Wikipedia)

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Termine:

„Das Himbeerreich“ am Deutschen Theater Berlin:

Alle Vorstellungen im Februar sind ausverkauft. Vorverkauf für März ab 09.02.13, 11:00 Uhr.

  • 06. März 2013, 19.30 – 21.10 Uhr
  • 11. März 2013, 20.00 – 21.40 Uhr
  • 14. März 2013, 20.00 – 21.40 Uhr
  • 23. März 2013, 20.00 – 21.40 Uhr
  • 31. März 2013, 19.30 – 21.10 Uhr
  • 01. April 2013, 19.30 – 21.10 Uhr

„Draußen vor der Tür“ an der Berliner Schaubühne:

  • 09.02.2013, 20.00 Uhr
  • 10.02.2013, 20.00 Uhr
  • Im März keine Termine.

Dauer: ca. 1:40 h

Literaturhinweise:

zu Andres Veiel:

  • Black Box BRD. Alfred Herrhausen, die Deutsche Bank, die RAF und Wolfgang Grams. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, München 2002
  • Der Kick. Ein Lehrstück über Gewalt (zusammen mit Gesine Schmidt). Goldmann Verlag, München 2007
  • Edition der Filmemacher – Andres Veiel [5 DVDs]
    „Winternachtstraum“
    „Balagan“
    „Die Überlebenden“
    „Black Box BRD“

zu Wolfgang Borchert:

  • Draußen vor der Tür und ausgewählte Erzählungen
    Rowohlt Taschenbuch: Auflage 94 (1956) Mit einem Nachwort von Heinrich Böll
  • Gordon Burgess: Wolfgang Borchert. Ich glaube an mein Glück: Eine Biographie
    Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (2007)
  • Peter Rühmkorf: Wolfgang Borchert. In Selbstzeugnissen und Bilddokumenten
    rororo; Auflage: 29 (1. Juni 1961)
  • Gordon J. A. Burgess (Autor), Michael Töteberg (Herausgeber): Allein mit meinem Schatten und dem Mond: Briefe, Gedichte und Dokumente
    rororo; Auflage: 2 (1. November 1996)
  • Draußen vor der Tür [2 DVDs] DDR-TV-Archiv (2011)
    mit Reimar Johannes Baur als Beckmann, Regie: Fritz Bornemann
    Deutscher Fernsehfunk (DFF) der DDR, 1960

Wissenschaftliche Publikationen zum Thema Wehrmacht:

Sönke Neitzel, geboren 1968, und Felix Römer, geboren 1978, lehrten beide Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Mai 2012 ist Römer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut London. Neitzel hat 2012 einen Ruf an die London School of Economics auf einen Lehrstuhl für International History angenommen. Harald Welzer, geboren 1958, ist Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit in Berlin und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er Sozialpsychologie an der Universität Sankt Gallen. (Quelle: Wikipedia)

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