Archive for the ‘Wolfram Lotz’ Category

Ein Fensterladen, der im Wind klappert – „Einige Nachrichten an das All“ von Wolfram Lotz im bat-Studiotheater

Mittwoch, September 30th, 2015

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Einige Nachrichten an das All heißt das zweite Stück des Dramatikers Wolfram Lotz, das er 2010 im Rahmen eines Werkauftrags des Berliner Stückemarktes für das Nationaltheater Weimar geschrieben hat. Es ist seitdem einige Male mehr oder weniger erfolgreich aufgeführt worden. Der Text ist eine trotzige Antwort auf das, was Lotz selbst ein Jahr zuvor in seiner „Rede über das unmögliche Theater“ als Aufsetzen der Fiktion „auf der Landebahn der Wirklichkeit“ bezeichnete. Mit dieser Bruchlandebahn ist, wie unschwer zu erkennen, das moderne Theater gemeint, dass „die Fiktion auf dem Altaratartrara der Wirklichkeit“ opfert, indem sie sie an die Wirklichkeit anpasst.

EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL_Plakat batWie das aussehen könnte, wenn das Theater um seine Autonomie ringt und die Fiktion die Wirklichkeit verändert, liegt nun ganz in den Händen derer, die sich an die Inszenierung von Lotz‘ tragikomischer Kollision von Fiktion und Wirklichkeit wagen. Denn: „Wir befinden uns in einer Explosion, ihr Ficker.“ heißt die nicht gerade einfache, den gesamten Text überspannende Regieanweisung. Man kann sie aber auch wie eine muntere Aufforderung zur überdrehten Farce oder Klamotte lesen, um so der Suche nach der Wahrhaftigkeit einer alles verändernden Fiktion ironisch aus dem Weg zu gehen. Umso mutiger nun der Versuch der Regiestudentin Rebekka David im Rahmen der Inszenatorischen Praxis im 1. Jahr an der HfS Ernst Busch das Stück auf die bat-Studiotheaterbühne zu bringen.

Rebekka David hat dazu ein buntes Schauspielteam aus Studierenden der HfS und UdK Berlin sowie HfMT Hamburg um sich geschart. Die fantasievollen Kostüme stammen von Philine Stich von der KHB Weißensee. Die Bühne hat Eva Lochner von der HfBK Dresden gestaltet. Hier hocken in weißen Stramplern mit Pierrotkragen die beiden Lotz’schen Krüppelfiguren Purl Schweitzke und Lum (Benjamin Radjaipour und Mervan Ürkmez) wie zwei traurige Clowns auf einem schwarzen Podest und stapeln mit mechanischen Bewegungen Blechbüchsen von links nach rechts und wieder zurück. Zwei zunächst noch unsichere Pantomimen, die langsam eine Sprache finden, zum Dialog über Ort und Sinn ihres Daseins. Sie hangeln in höchster Verrenkungsnot nach Zetteln mit Botschaften, kämpfen mit der Ordnung der leeren Büchsen und werfen schließlich in einem Anflug von Auflehnungsfuror alles wieder durcheinander.

Purl und Lum sind zwei unfertige Theaterfiguren, die nicht wissen, worum es in ihrem Stück geht. Zwei existentialistische Idioten, die beschließen, ein Kind zu bekommen, um ihrem zufälligen Dasein einen Sinn zu geben. Jedoch ihr Wunsch geht nicht in Erfüllung. Um sie herum geschieht etwas, aber es bedeutet nichts und hat auch nichts mit ihnen zu tun. Das hat natürlich etwas von Beckett und berührt auch ganz philosophische und religiöse Themen. Nur ist hier im bat das einleitende Krippenspiel gestrichen. Die beiden Clowns warten von Anbeginn auf die Erlösung in Gestalt eines Kindes, oder irgendeinen anderen Fortgang der Geschichte. Dabei geht es um scheinbar ganz willkürliche Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, sich aber auch um die Welt und das All, eben das große Ganze, drehen.

Dazu treten im Folgenden ein alleinerziehender Vater, seine zu Tode verunfallte Tochter Hilda (Lola Klamroth) und ein fette Frau aus der Talkshow Britt auf. Ein schräg kostümierten Talkmaster mit Mikrofonkamera lässt als Leiter des Fortgangs (Gro Swantje Kohlhof) Personen aus Historie und Medien wie etwa den Botaniker und Sprachforscher Rafinesque oder den bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (im Stück eigentlich CDU-Politiker Ronald Pofalla) über seine Apparatur Nachrichten ins All senden. Dazu stehen sie in einem mit blauen Styroporkugeln gefüllten Bassin. Der Politiker Horst Seehofer kommt als Sprüche klopfendes, gestikulierendes Doppelwesen (Lola Klamroth und Kaspar Weith) daher.

EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL_bat
Bildrechte: bat-Studiotheater (c) Eva Lochner

Ihre knackig auf den Punkt gebrachten Einwort-Botschaften heißen schlicht: Mama, Bums und Unterhaltung. Wobei für die Unterhaltung natürlich der LdF selbst zuständig ist. „Nur keine Leere aufkommen lassen!“ Der tote Dichter Heinrich von Kleist (Oleg Tikhomirov) fährt mit der ebenso toten Hilda in einem Sarg vorbei. Nach einem Schwätzchen über das Sterben verweigerter er sich allerdings dem weiteren Treiben. „Ich kann die Welt nicht in einem Wort sagen, ich kann sie nicht mal in tausend Wörtern sagen. Die Sprache reicht dafür nicht aus, zu sagen, wie es ist.“ Ein Scheitern des Autors mit Ansage.

Autor Lotz hat zu alledem noch 64 Fußnoten unter seinen Text gestreut, die hier immer wieder eher beiläufig als Lautsprecherstimme aus dem Off zu vernehmen sind. So etwa: „Man ist da und irgendwann ist man wieder weg.“ Oder auch: „Das eine Ende des Universums hat mit dem anderen nichts zu tun.“ Natürlich hat man es hier mit lauter zwischen Realität und Fiktion schwankenden Verzweiflungsfiguren zu tun – Realitätskaspern und Sinnsuchern die von Glück, Hoffnung oder Tod sprechen, oder von einem kleinen, goldenen Zelt als Schutz vor dem Unsinn der Welt träumen (man könnte es auch Utopie nennen). Raum und Zeit dehnen sich aus und alles fliegt von einem weg, bemerkt Purl Schweitzke am Ende. Der Mensch, „ein Fensterladen, der im Wind klappert.“

Im geschützten Raum des Studiotheaters lässt nun Regisseurin Rebekka David ihr Ensemble aber weder in Sentimentalität noch übertriebenem Klamauk versinken. Leise Momente stehen neben komischen Passagen. Die Regie ist nicht arm an Einfällen und bietet sämtliche Theatermittel von Musik über Video bis zur Slapsticknummer auf. Purl Schweitzke bringt sich in einer Art Robot-Walk-Dance um, während der immer weiter stammelnde Lum schließlich von den Bühnenarbeitern auf einem Wagen herausgefahren werden muss. Während Teile des Publikums schon den Saal verlassen, durchstreifen die anderen DarstellerInnen, hinter Silikonmasken Nonsenstexte deklamierend, die sich auflösende Bühne. Ein Theater, das in der Falle einer reflexiven Endlosschleife steckt, oder auch die bewusst ironische Zurschaustellung der Ohnmacht vor dem Stück. Das alles wirkt dann aber doch schon etwas zu abgeklärt.

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EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL
von Wolfram Lotz
Premiere im bat-Studiotheater war am 27.09.2015
Regie: Rebekka David (1. Stj. Regie HfS)
Dramaturgie: Joshua Wicke (1. Stj. Dramaturgie HfS)
Bühne: Eva Lochner (Bühnen- und Kostümbild HfBK Dresden)
Kostüme: Philine Stich (Bühnen- und Kostümbild KHB Weißensee)
Maske: Julia Styrie (Maskenbild HfBK Dresden)
Musik: Paquita Maria Etter und Benjamin Stein
Mit: Gro Swantje Kohlhof, Lola Klamroth, Benjamin Radjaipour, Oleg Tikhomirov (alle Schauspiel UdK) Mervan Ürkmez (Schauspiel HfMT Hamburg) Kaspar Weith (1. Stj. Puppenspielkunst HfS)

Termine: 08.11.2015 um 20:00, bat Studiotheater, Parkstraße 16, 13086 Berlin

Weitere Informationen: http://www.bat-berlin.de

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„die unverheiratete“ von Ewald Palmetshofer und „Die lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz. Zwei bemerkenswerte Wiener Inszenierungen mit starkem Damenensemble beim Theatertreffen 2015 (Teil 5)

Samstag, Mai 16th, 2015

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tt15_promo_media_gallery_resZu den beim THEATERTREFFEN 2015 jeweils doppelt vertretenen deutschen Bühnenmetropolen Berlin, München und Hamburg gesellt sich diesmal auch wieder die österreichische Hauptstadt Wien mit zwei durchaus bemerkenswerten Inszenierungen, die auch ganz gut zu den vom Veranstalter Berliner Festspiele selbst gelabelten politischen Themen Krieg, Flucht und Traumata passen.

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Den Anfang machte Ewald Palmetshofers für das Wiener Akademietheater verfasste Auftragsstück die unverheiratete. Hier der Link zur ausführlichen blog-Kritik aus dem Januar…

die unverheiratete - Plakat des Burgtheaters Wien

die unverheiratete – Plakat des Burgtheaters Wien

Die Rhythmik von Palmetshofers sehr atifiziellem Jambentext überführen die durch weg großartigen Darstellerinnen in eine entsprechende Sprachmelodie. Borgmann bricht die Schwere nur hin und wieder mit ironischen Einspielungen und viel Musik. Das hat natürlich so seine Längen und schreit geradezu nach Kürzungen im Text, die ihm Borgmann – sonst auch ein wahrer Spezialist im expressiven Auspinseln von Regieeinfällen – allerdings nicht gönnt; daher dauert die Aufführung satte 2 h 20 min. Die hervorragend aufspielenden Damen des Burgtheaterensembles machen die Uraufführung dieses etwas sperrig geratenen Sprachgebildes dennoch recht sehenswert.

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Sprachlich mindestens so ungewöhnlich wie Ewald Palmetshofers die unverheiratete ist auch der von Wolfram Lotz eigentlich als Hörspiel verfasste Text Die lächerliche Finsternis. Das Stück hatte im letzten Jahr auf mehreren Bühnen, so auch am Deutschen Theater Berlin und dem Thalia Theater in Hamburg einen regelrechten Erfolgslauf. Zum Theatertreffen eingeladen wurde aber die Uraufführung von Dušan David Pařízek, die im September 2014 die erste Burgtheaterspielzeit nach Matthias Hartmanns Rauswurf als Intendant eröffnete.

„Die lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz Regie Dušan David Pařízek Burgtheater im Akademietheater, Wien Uraufführung 6. September 2014 www.burgtheater.at Regie und Bühne: Dusan David Parizek Kostüme: Kamila Polívková Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Klaus Missbach mit: Catrin Striebeck, Stefanie Reinsperger, Dorothee Hartinger, Frida-Lovisa Hamann Motiv v.l.n.r.: Stefanie Reinsperger, Catrin Striebeck, Frida-Lovisa Hamann, Dorothee Hartinger

Die lächerliche Finsternis vom Burgtheater Wien
Foto (C) Reinhard Maximilian Werner

Lotz greift für seine bissige Satire über die Verteidigung westlicher Werte am Hindukusch auf zwei bereits aufeinander beruhende fiktionale Werke zurück, indem er sie wiederum miteinander verschränkt in unsere Gegenwart holt. Das Hörspiel Die lächerliche Finsternis nach Francis Ford Conrads Herz der Apokalypse, wie das Stück im Untertitel heißt, fußt auf dem Afrika-Roman Das Herz der Finsternis von Joseph Conrad und dem Vietnamfilm-Klassiker Apokalypse Now von Francis Ford Coppola. Schon im kuriosen Prolog des somalischen Piraten Ultimo Michael Pussi, den hier Stefanie Reinsperger im breitesten Wienerisch gibt, macht der Autor klar, dass es ihm nicht nur um die reine Wirklichkeit geht, sondern um eine aus der Fiktion des Theaters heraus erschaffene neue Realität. Die Inszenierung zitiert auch aus Lotz’s Rede zum unmöglichen Theater.

In der Annahme, dass der Hindukusch ein Fluss sei, begeben sich Hauptfeldwebel Oliver Pellner und Unteroffizier Stefan Dorsch mit einem Boot auf die Suche nach dem abtrünnigen Oberstleutnant Deutinger in den Dschungel Afghanistans. Soweit die etwas schräge Analogie zu den beiden Vorlagen. Was nun folgt, ist eine surreale Reise aus der sicher geglaubten westlichen Zivilisation in die Irre der Finsternis aus wirtschaftlichen Verflechtungen und Kriegen. Was hier auch zu einer Fahrt in die eigenen und europäischen Innereien wird, die sich – wie so oft im postmodernen deutschen Drama – um die ganz persönlichen Darmwindungen dreht. Hier aber eben auf eine sehr lustvoll poetische und auch ironisch selbstkritische Art.

Die lächerliche Finsternis vom Burgtheater Wien - Foto (C) Reinhard Maximilian Werner

Die lächerliche Finsternis vom Burgtheater Wien
Foto (C) Reinhard Maximilian Werner

Als zusätzliche theatrale Verfremdung lässt Regisseur Pařízek alle Rollen von Frauen spielen. Sicher auch eine Reaktion auf die im Text enthaltende Frage der Mutter an Sohn und Autor Lotz: „Und es kommen keine Frauen vor?“ Die fremde Umgebung, die die beiden Soldaten (Catrin Striebeck als Pellner und Frida-Lovisa Hamann als Dorsch) langsam in den Wahnsinn treibt, wird noch durch die Wesensfremdheit des zynischen Pellner zu seinem ostdeutschen, leicht sächselnden Untergebenen Dorsch verstärkt. Den Beiden begegnen italienische Blauhelmsoldaten, die Coltan abbauende Einheimische beaufsichtigen und wohlmeinende rassistische Vorurteile pflegen. Ein vorbeischippernder Händler vom ehemaligen Kriegsschauplatz Balkan bietet den typischen Ramsch der Zivilisation an und geht dafür mit dem Unglück seiner Familie hausieren. Ein lüsterner Missionar kultiviert islamische Wilde und ein sprechender Papagei berichtet von Kollateralschäden in der Zivilbevölkerung. Dorothee Hartinger und Stefanie Reinsperger spielen alle weiteren Rollen mit österreichischem oder italienischem Spracheinschlag nebst einer bajuwarisch-exotischen Musikeinlage Wo samma, oder sorgen nebenbei für elektronische Dschungelgeräusche aus dem Hintergrund.

Des mit öliger Schmiere angedeuteten Blackfacing hätte es sicher nicht bedurft. Man kann es aber auch als einen Verweis auf Coppolas Film, in dem sich die Soldaten auch mit Kampftarnfarben im Gesicht bemalen, oder als Öl, das Blut der Wirtschaft, deuten. Sehr schön auch die Idee, die Reflexionen von Lotz über sein Gefühl, über Dinge zu schreiben, die einem „fremd“ sind, in der improvisierten Pause mit sprechen zu lassen. Dabei wird von den Schauspielrinnen die zuvor eingestürzte Bretterrückwand Stück für Stück durch einen Gartenhexler gejagt, während sie den vielgecoverten Song The Lion Sleeps Tonigth in Endlosschleife singen. Das karikiert wunderbar den kolonialen Ökoraubbau wie auch die popkulturelle Vereinnahmung ethnischer Folklore. Besser kann man westliche Selbstgewissheit nicht auf die Spitze treiben.

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die unverheiratete (UA)
von Ewald Palmetshofer
UA am Akademietheater Wien: 14.12.2015
Regie und Bühne: Robert Borgmann
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: webermichelson
Licht: Peter Brandl
Dramaturgie: Klaus Missbach
Mit: Stefanie Reinsperger, Christiane von Poelnitz, Elisabeth Orth, Petra Morzé, Sylvie Rohrer, Sabine Haupt, Alexandra Henkel
Dauer: 2 Stunden 20 Minuten, keine Pause

Termine beim Theatertreffen: 06.05. und 07.05.2015

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Die lächerliche Finsternis
von Wolfram Lotz
UA am Akademietheater Wien: 06.09.2015
Regie und Bühne: Dušan David Pařízek
Kostüme: Kamila Polívková
Licht: Felix Dreyer
Dramaturgie: Klaus Missbach.
Mit: Frida-Lovisa Hamann, Dorothee Hartinger, Stefanie Reinsperger, Catrin Striebeck
Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, „eine Pause, wenn Sie möchten“

Termine beim Theatertreffen: 13.05. und 14.05.2015

Weiter Infos: http://www.theatertreffen.de

und http://www.burgtheater.at

Zuerst erschienen am 15.05.2015 auf Kultura-Extra.

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Theater und Politik – Ein aktueller Jahresrückblick (Teil 1) – Rimini Protokoll holen die Realität in den fiktionalen Raum Theater. Wolfram Lotz löst Realität mit Mitteln der Fiktion auf. Die Bilder müssen in beiden Fällen im Kopf neu zusammengesetzt werden.

Montag, Dezember 29th, 2014

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Realität oder Fiktion, das ist die Frage, die politisch denkende Theatermacher derzeit umtreibt. Während Rimini Protokoll die reale Welt in den fiktionalen Raum des Theater holen, greifen Theaterautoren wie Wolfram Lotz mit Mitteln der ins Absurde getriebenen Fiktion die Realität an. „Das Theater ist der Ort, wo Wirklichkeit und Fiktion aufeinandertreffen, und es ist also der Ort, wo beides seine Fassung verliert in einer heiligen Kollision.“ Für Lotz sind Theaterstücke Anleitungen für die Wirklichkeit. In seiner „Rede für das unmögliche Theater“ plädiert er für das Theater als Ort, „an dem Fiktion in Wirklichkeit umgesetzt wird.“

Dass irgendwie alles mit allem verbunden ist, weiß man spätestens seit der Chaosforschung oder dem rhizomatischen Denk- und Weltbeschreibungsmodell der Postmoderne von Gilles Deleuze und Félix Guattari. Festgefügte Begriffe wie Logos, Ursprung, Wahrheit und Vernunft lösen sich auf und beginnen zu gleiten. Nichts hat Anfang und Ende. Früher sprach man mit Heraklit: „Alles fließt.“, oder besser: „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.“ Nur, dass die Einheit aller Dinge, wie Heraklit sie noch sah, heute einen ontologischen Knacks bekommen hat.

Das Verhältnis von Wirklichkeit und Möglichkeit ist daher wieder besonders interessant für das Theater. Wird der Zuschauer im HAU 2 beim Video-Stück Situation Rooms von Rimini Protokoll als in einer Installation fiktiv handelnde Person in reale Zusammenhänge verstrickt, denen er sich nicht, ohne das Spiel bewusst zu verlassen, entziehen kann, bringt Wolfram Lotz in seinem Hörspiel Die lächerliche Finterniss die als real empfundene Welt des Zuschauers mit seinem fiktiven Text in Unordnung, um Realität neu verhandeln zu können. Wobei Regisseurin Daniela Löffner am Deutschen Theater dieser Verunsicherung die entsprechenden Bilder entgegenzusetzen versucht. Ein Unterfangen, das in beiden Fällen fast zwangsläufig zu Wahrnehmungsproblemen führen sollte.

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Situation Rooms – Rimini Protokoll zeigen ihr zum Theatertreffen 2014 eingeladenes interaktives Video-Stück im Rahmen des Themenschwerpunkts „Waffenlounge“ am Berliner HAU 2.

Situation Rooms_HAU 2_Plakat Waffenlounge

Schwerpunkt Waffenlounge im HAU 2 Foto: St. B.

Wir stehen an einem langen Tisch im HAU 2. Eine kleine Gemeinschaft von zwanzig ganz normalen Personen, die durch einen Spielleiter auf das nun Folgende eingeschworen werden. In den nächsten rund 80 Minuten sollen wir, den Anweisungen auf einem Tablet-PC folgend, nacheinander in zehn von zwanzig Charaktere des Videostücks Situation Rooms der bekannten Doku-Theatermacher Rimini Protokoll schlüpfen. Der Titel ist dem Schnappschuss aus dem Weißen Haus entlehnt, der die US-Administration bei der Live-Video-Übertragung der Liquidierung Osama Bin Ladens durch eine Spezialeinheit von US-Marines zeigt.

Nun schauen wir also auf kleine flimmernde Bildschirme, vor uns ein räumlicher Parcours mit zwanzig nummerierten Eingangstüren, durch die wir einzeln in die uns nur von Berichten aus Film, Fernsehen oder den unterschiedlichen Print- und Internetmedien bekannte Welt der Rüstungsindustrie, des globalen Waffenhandels sowie der militärischen Krisen mit allen ihren Folgen eintreten werden. Für kurze Zeit tauschen wir unsere persönliche Identität gegen die der von Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel ausgewählten Experten des Alltags, denen wir sonst so bequem im Theatersesel beim Erzählen ihrer Geschichten lauschen durften.

Der Alltag ist hier zumeist ein blutiger. Ich stehe zunächst in einem einfachen Raum, der eine Schule in Kisangani (Demokratische Republik Kongo) darstellt. Der neunjährige Yaoundé Mulamba Nkita erzählt von einem Angriff der Kabila-Milizen, nach dem er mit den anderen Schülern entführt und zum Kindersoldaten ausgebildet wurde. Ich ziehe die Fahne Zaires hoch und muss sie nach dem Machtwechsel wieder einholen. Später, fast am Ende des Parkours, werde ich wieder vorbeikommen und die Hand von Richard Khamis, einem Journalisten aus dem Süd-Sudan schütteln, der hier sein Rundfunkstudio aufgebaut hat und ehemalige Kindersoldaten zu Journalisten ausbildet. Khamis zeichnet an einer Tafel noch einmal den Weg der Waffen im sudanesischen Bürgerkrieg nach. Die Regierungstruppen hatten deutsche G3-Gewehre, die Rebellen kauften Kalaschnikows in Osteuropa.

Situation Rooms_HAU 2_Dez. 2014

Situation Rooms im HAU 2
Foto: St. B.

Und darum geht es auch. Wir sollen, den Weg der Waffen zurückverfolgend, unsere Verstrickung in die Konflikte dieser Welt nachvollziehen können. Ich wechsele dazu in die Identität eines Computer-Hackers, der Sicherheitssysteme von Banken checkt oder auch zu knacken weiß. Die von ihm entwickelten Programme werden also auch für ihr Gegenteil missbraucht. So stehe ich wenig später mit einem Hipster-Hut neben dem sorglosen Schweizer Arbeiter eines Rüstungsbetriebs und schaue ihm beim Werkeln über die Schulter. Einen Computer-Stick, den er benutzt, stecke ich wenig später in die Jacke seines Spindes zurück, bevor ich sie selbst anziehen muss, um mich nun als Konstrukteur von High-Tech-Waffenteilen zu betätigen. Beim abendlichen Teller Borschtsch flimmert der Krieg bei den Nachrichten in die Wohnstube, und der Mann erklärt seiner Frau am anschaulichen Beispiel aus dem Golfkrieg, was er am Tage zusammengebaut hat.

So hängt alles mit Allem zusammen, will uns das Spiel von Rimini Protokoll erklären. Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar, aber auch sehr variabel – durch das Auge des jeweiligen Betrachters gesehen. Nichts ist dabei von Anfang an so, wie es einem zunächst scheint. Man muss die Bilder auf dem Tablet im Kopf neu montieren. Dazu bleibt aber relativ wenig Zeit. Das Spiel ist auf den Punkt getimt, man muss Anschluss halten. Und so erfahre ich, dass die Möglichkeiten an einem Krieg zu verdienen, genauso vielgestaltig sind, wie in einen verwickelt zu werden. Die einen tun dies aus freien Stücken, andere eher unwissentlich oder auch gezwungener Maßen. Im Hinterhof der Installation reflektiert ein israelischer Soldat seine Situation auf dem täglichen Patrouillengang. Man kann bequem am Joystick des Dohnenkrieges sitzen oder deren Opfer vor Gericht verteidigen.

Ein deutscher Sportschütze lässt sich vom Waffenhersteller Heckler & Koch sponsern. Er testet die neuesten Modelle auf der Schießanlage. Und ich, einst selbst Wehrdienstleistender bei der NVA, gehe gehorsam in den liegenden und stehenden Anschlag. Auf einer Waffenmesse führe ich einen elektronischen Handschuh für Sicherheitschecks vor und helfe einer Mitspielerin in eine schusssichere Jacke. Wo die deutsche Hochburg der Rüstungsindustrie steht, erfahre ich in der Rolle eines Friedenaktivisten, der die Geschichte der Waffenstadt Olberndorf mit dem Mauserwerk bis zurück ins Dritte Reich rekapituliert.

Situation Rooms_HAU 2_Waffenlounge1

Installation Waffenlounge im HAU 2 – Foto: St. B.

Schnell wird das Spiel dann wieder als Kriegsfotograf vor Ort. Hier treffe ich auch noch einmal den Kindersoldaten. Ein Foto kostet Geld oder auch das Leben. „Heute war mein Leben ganze 4 Dollar wert“, gibt der dpa-Mann zu Protokoll. Nicht gerade viel im Gegensatz zum Profit der Waffenlobbyisten, die sich in klinisch sauberen Konferenzräumen treffen. Am Ende stehen dort alle rund um einen großen Tisch, die Tablets flimmern. Wir kehren zurück in unsere Realität. Die Bilder werden noch eine Weile bleiben.

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Rimini Protokoll
Situation Rooms (19.12.2014)
Von: Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel
Szenografie: Dominic Huber / blendwerk
Video: Chris Kondek
Ton: Frank Böhle
Technische Leitung und Licht: Sven Nichterlein
Mit: Abu Abdu Al Homssi (Syrien), Alberto (Mexiko), Shahzad Akbar (Pakistan), Jan van Aken (Deutschland), Narendra Divekar (Indien), Nathan Fain (USA), Reto Hürlimann (Schweiz), Maurizio Gambarini (Deutschland), Andreas Geikowski (Deutschland), Marcel Gloor (Schweiz), Barbara Happe (Deutschland), Volker Herzog (Deutschland), Richard Khamis (Süd-Sudan), 
Wolfgang Ohlert (Deutschland), Irina Panibratowa (Russland), Ulrich Pfaff (Deutschland), 
Emmanuel Thaunay (Frankreich), Amir Yagel (Israel), Yaoundé Mulamba Nkita (Kongo), Familie R (Lybien). Sowie: Christoper Dell, Alexander Lurz, Karen Admiraal
Recherche: Malte Hildebrand, Cornelius Puschke
Regieassistenz: Ann-Kathrin Büdenbender, Malte Hildebrand
Mitarbeit Szenografie / Assistenz: Claudia Bartel, Ute Freitag, Sophie Reinhard, Leonie Süess
Produktions-leitung: Heidrun Schlegel
Video-Assistenz: Philipp Hochleichter
Werkstatt Leitung: Steffen Fuchs
Licht: Hans Leser, Stefan Neumann
Elektronik Effekte: Georg Werner
Assistenz der Produktions-leitung: Caroline Lippert, Christin Prätor
Übersetzung: Amina Orth, Günter Orth, Djengizkhan Hasso, Riad Ben Ammar, Othman Saeed, Nahal Saeed, KITA Berlin
Produktion: Rimini Apparat und Ruhrtriennale
Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Schauspielhaus Zürich, SPIELART festival & Münchner Kammerspiele, Perth International Arts Festival, Grande Halle et Parc de la Villette Paris, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main, Onassis Cultural Center – Athens.
Dauer: ca. 80 Minuten, keine Pause
Premiere bei der Ruhrtriennale: 23.08.2013
Berlin Premiere im HAU 2 am: 14.12.2014
Weiter Termine: 15.-22.12., 27.-30.12.2014, 2.-11.1.2015 / HAU2 /
Begrenzte Kapazität, Anmeldung erforderlich

Infos: http://www.2013.ruhrtriennale.de/de/programm/produktionen/rimini-protokoll-situation-rooms/

http://www.hebbel-am-ufer.de/programm/programm/alphabetisch/rimini-protokoll-situation-rooms/

http://www.hebbel-am-ufer.de/programm/festivals-und-projekte/waffenlounge/

Zuerst erschienen am 23.12.2014 auf Kultura-Extra.

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Die lächerliche Finsternis von Wolfram Lotz inszeniert Daniela Löffner an den Kammerspielen des DT als Reigen kurioser Situationen

Das Rhizomatische an Wolfram Lotz‘ Geschichte ist, dass sie wie Rimini Protokolls Situation Rooms Zusammenhänge sichtbar machen will. Nur das Lotz dazu in die Trickkiste greift und zwei bereits aufeinander beruhende Fiktionen miteinander verschränkt, indem er sie gleichzeitig in unsere Gegenwart holt. Im Untertitel nennt der Autor seine Bezüge. Das Hörspiel Die lächerliche Finsternis nach Francis Ford Conrads Herz der Apokalypse fußt auf dem Afrika-Roman Das Herz der Finsternis von Joseph Conrad und dem Vietnamfilm-Klassiker Apokalypse Now von Francis Ford Coppola.

Lichter in der Finsternis - Weihnachten am Deutschen Teater Berlin - Foto: St. B.

Lichter in der Finsternis – Weihnachten am Deutschen Teater Berlin – Foto: St. B.

Die Neuadaption von Lotz versetzt das Geschehen nach Afghanistan an den Hindukusch, in der Annahme, so die Annäherung an die Vorlagen, dass dieser ein Fluss sei. Zwei Bundeswehrsoldaten, der Hauptfeldwebel Oliver Pellner und der Unteroffizier Stefan Dorsch, fahren mit einem Boot in den Dschungel Afghanistans, auf der Suche nach dem abtrünnigen Oberstleutnant Deutinger, der mehrere Soldaten im Wahn getötet hat. Das Wasser ist dabei das alles verbindende Element, wie auch der Transportweg aus der sicher geglaubten westlichen Zivilisation in die Irre der Finsternis aus wirtschaftlichen Verflechtungen und Kriegen. Kein Tablet weist hier den Weg zurück in die Realität. Aus dieser Verunsicherung wird eine ganz neue Realität erschaffen.

Lotz macht trotz bissiger Satire und jeder Menge surreal komischer Momente schon im Prolog des somalischen Piraten klar, dass es ihm durchaus auch ernst ist. Meist mit angeklebtem Schnurrbart darf Kathleen Morgeneyer hier alle übrigen männlichen Rollen verkörpern, u.a. eben auch die des Somaliers Ultimo Michael Pussis, der sich wegen des durch westliche Fischereiflotten leergefischten Meers vor Somalias Küste mit seinem Freund Tofdau als diplomierter Pirat verdingen muss. Morgeneyer setzt dabei vor dem geschlossenen Eisernen Vorhang ganz in schwarz ohne das übliche Blackface zu einer recht poetischen, in ruhigem Ton vorgetragenen Verteidigungsrede vor einem Hamburger Strafgericht an.

Die lächerliche Finsternis - Foto DT-Schaukasten

Die lächerliche FinsternisFoto DT-Schaukasten

Dagegen werden dann Hauptfeldwebel Pellner (Alexander Khuon) als desinteressierter Zyniker und Unteroffizier Dorsch (Moritz Grove) als anscheinend zu kurz gekommenen Ossi, der seine einzige Aufstiegschance bei der Bundeswehr sieht, vorgestellt. Pellner behandelt den verzweifelt um Anerkennung Ringenden stets von oben herab. Die Spielszenen mit den Beiden sind geprägt durch Slapstick mit einem Radio, das als einziges Requisit noch an den Ursprung des Stücks als Hörspiel erinnert. Die Feldverpflegung besteht ausschließlich aus Bananen, aus Plastikflaschen klatscht man sich Wasser unter die Achseln und an die Brust. Besonders schweißtreibend ist das Unterfangen der beiden die meiste Zeit auf einer Art in Kunststofffolie eingepacktem Floß schwebenden Soldaten aber eher nicht. Die lyrische Metapher des Flusses in die Finsternis geht im Klamauk unter.

Immer wieder kreuzen skurrile Typen die Fahrt der Soldaten. Es begegnen ihnen italienische Blauhelmsoldaten, die Coltan abbauende Einheimische (zu dem Thema hatte Roland Schimmelpfennig schon am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ein poetisches Rührstück in den afrikanischen Bühnensand gesetzt) beaufsichtigen. Man isst Pizza und wirft den unzivilisierten „Eingeborenen“ (hier uns Zuschauern) ein paar Brocken zu. Ein in einer Aluminiumkiste vorbeischwimmender Händler vom Kriegsschauplatz Balkan bietet mitten im Dschungel den üblichen Ramsch der Zivilisation an und geht dafür mit dem Unglück seiner Familie hausieren. Ein lüsterner Missionar lässt sich über den Islam aus und kultiviert Wilde. Ein sprechender Papagei sagt die bittere Wahrheit als antrainiertes Kunststück und im Gleichnis vom Lippenbär und dem Mädchen Paya spiegelt sich der westliche Sextourismus. Die Statisterie des DT bietet dafür noch ein paar stramme UNO-Blauhelme auf und engelsgleich umherhuschende Wilde mit goldigem Lametta-Haar.

Im Großen und Ganzen karikiert Lotz hier die Klischees des in der westlichen Welt sozialisierten wie zivilisierten Kleinbürgers über das ihm Unbekannte, das zu erklären er aber nie müde wird. Während Dorsch noch um etwas Anteilnahme bemüht ist, versucht Pellner sichere Distanz zu wahren. Die Figuren verstrickten sich hier eher beiläufig in lächerliche Situationen. In allzu große Zweifel werden sie dabei aber kaum gestürzt. Dass am Ende der Abtrünnige Deutinger doch noch in der Gestalt von Kathleen Morgeneyer im kleinen Schwarzen auftaucht und Pellner sich die Bühne mit dem auf dem Meeresgrund dahergelaufenen Tofdau teilen muss, spielt da eigentlich nur eine kurios numerische Nebenrolle. Der Irsinn des Krieges als arithmetische Gleichung mit mehreren Unbekannten.

Die lächerliche Finsternis - Foto DT-Schaukasten

Die lächerliche FinsternisFoto DT-Schaukasten

Es ist schon so schwierig mit dem Stück, aber fast unmöglich mit der Inszenierung von Daniela Löffler klar zu kommen. Am besten ist da noch das Bühnenbild von Claudia Kalinski. Es geht mit diesem kleinen Wolken/Wellen-Schiffchen solange rauf und runter, bis alles zerfließt, was uns als sicher erscheint und nichts mehr da ist, was es zu verhandeln gäbe. Da kommt Regisseurin Daniela Löffner, die schon so verschiedene Gegenwartsstücke wie Das Ding von Philipp Löhle oder Rebekka Kricheldorfs Alltag & Ekstase auf die Bühne gebracht hat, der Intension des Autors schon sehr nahe. Eine absurde Überhöhung der Realität, die uns eh nur aus den öffentlichen Medien bekannt ist.

Leider ist in der Inszenierung auch nichts wirklich lächerlich Finsteres zu sehen, außer der Lächerlichkeit unserer Welt selbst. Und die ist ja wohl auch ohne dem meist ziemlich finster. Vielleicht ist das ja die Absicht des Autors. Nur wird das in der Inszenierung nicht wirklich deutlich. Lotz will absurd sein und mischt Fiktion mit der Wirklichkeit, wobei beides trotzdem immer klar erkennbar bleibt. Daraus macht Löffner hilflose Maskerade und Farce. Die beabsichtige Verunsicherung bleibt aus und es wirkt alles eher uninteressant. Das ist dann eben genau das „Pimmelschwäne-Theater“, von dem Lotz in seiner Rede zum unmöglichen Theater spricht.

Aber vielleicht ist ja auch ganz o.k., mal den Pimmel raushängen zu lassen, um ordentlich abzustrullen. So ist es! Und so ist es auch wieder nicht. Aber da kann man auch Beckett oder Heiner Müllers Bildbeschreibung lesen. „Eine Landschaft zwischen Steppe und Savanne, der Himmel preußisch blau, zwei riesige Wolken schwimmen darin, wie von Drahtskeletten zusammengehalten, jedenfalls von unbekannter Bauart, die linke größere könnte ein Gummitier aus einem Vergnügungspark sein, das sich von seiner Leine losgerissen hat, oder ein Stück Antarktis auf dem Heimflug, …“ – Mag sein.

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Die lächerliche Finsternis (21.12.2014)
von Wolfram Lotz
Regie: Daniela Löffner, Ausstattung: Claudia Kalinski, Musik/ Sounddesign: Sebastian Purfürst, Licht: Marco Schwerle, Dramaturgie: Ulrich Beck.
Mit: Alexander Khuon, Moritz Grove, Kathleen Morgeneyer, Andy Kubiak, Patrick Sommer, Marof Yaghoubi.

Dauer: 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

Premiere in den Kammerspielen des Deutschen Theaters war am 14.12.2014

Termine: 03., 10. und 23.01. / 15. und 28.02.2015

Infos: www.deutschestheater.de

Fortsetzung folgt…

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